Ab in den Urlaub - und nicht in die Cyberfalle
Urlaubsmodus an, Wachsamkeit aus? Kriminelle nutzen Ferienlaune und Unachtsamkeit gezielt für Betrügereien oder Datendiebstahl aus. Doch Schutz ist möglich, wenn die Vorbereitung stimmt.
Endlich Urlaub! Doch diese Zeit nutzen Cyberkriminelle, um gezielt auf gefälschte Buchungsseiten, manipulierte Links oder unsichere Netzwerke zu locken.picture alliance / dpa-tmn
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Smartphone, Tablet, oft sogar der Laptop gehören dazu, wenn es in die Ferien geht. Doch etwas ist anders als daheim: Vielleicht hat man die rosarote Ferienbrille auf, ist wegen der vielen neuen Eindrücke abgelenkt oder muss noch schnell unter Zeitdruck etwas für die Reise organisieren.
Das wissen auch Cyberkriminelle. Deshalb setzen sie in der Urlaubszeit gezielt auf gefälschte Buchungsseiten oder Buchungsbestätigungen, manipulierte Links oder unsichere Netzwerke, um Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen abzugreifen, Schadsoftware zu verbreiten und andere sensible Daten auszuspähen.
Es soll doch Urlaub sein - und keine bösen Überraschungen geben
Damit es unterwegs oder nach der Rückkehr keine unangenehmen Überraschungen gibt, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Urlaubern, Geräte, Konten sowie Daten schon vor Reisebeginn abzusichern und ihre digitale Sicherheit auch während der Reise nicht aus dem Blick zu verlieren.
Die BSI-Tipps im Überblick:
Reiseunterlagen nur direkt über bekannte, vertrauenswürdige Portale, Anbieter oder Hotels abrufen. Bei ungewöhnlichen Kontaktaufnahmen per E-Mail oder Messenger ist Vorsicht geboten: Betrugsgefahr! Verdächtige Links oder Anhänge sollten dann nicht geöffnet werden.
Persönliche Informationen wie Reisepläne, Aufenthaltsorte oder Abwesenheiten (automatische Abwesenheitsnotizen) nur zurückhaltend teilen. Auch Urlaubsfotos und Standortangaben in sozialen Netzwerken können Betrügern Hinweise liefern.
Öffentliches WLAN nur mit Vorsicht nutzen. Kriminelle richten zum Abgreifen von Daten mitunter täuschend echt wirkende Netzwerke ein, etwa mit Namen wie „Flughafen-WLAN“. Das Nutzen einer VPN-Verbindung kann für mehr Sicherheit sorgen.
Öffentliche USB-Ladestellen und fremde Ladekabel möglichst meiden. Beim Laden können unter Umständen auch Daten übertragen werden. Sicherer sind eigene Netzteile und Kabel.
Geräte vor Diebstahl und Verlust schützen. Eine aktive Geräte- beziehungsweise Bildschirmsperre erschwert Unbefugten im Fall der Fälle den Zugriff auf persönliche Daten.
Benutzerkonten vor der Abreise absichern, vor allem das E-Mail-Postfach sowie Zugänge zu Buchungsportalen und Bezahldiensten - und zwar mit starken Passwörtern in Kombination mit Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA). Alternativ kann man auch auf Passkeys umsteigen, eine neue, sichere Anmelde-Technologie, die ohne Passwörter funktioniert.