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Android-Umzug: Viele Datentransfer-Apps sind unsicher

Beim Umzug aufs neue Smartphone können private Daten in Gefahr sein: Fotos, Kontakte, Zugangsdaten. Denn in Android-Apps zum Datentransfer klaffen Sicherheitslücken. Worauf Sie jetzt achten sollten.

Von dpa

15.10.2026

Sicherheitsrisiken beim Datenumzug: Schwachstellen in Transfer-Apps könnten Unbefugten den Zugriff auf private Smartphone-Daten ermöglichen.Arne Immanuel Baensch/dpa-tmn

Sicherheitsrisiken beim Datenumzug: Schwachstellen in Transfer-Apps könnten Unbefugten den Zugriff auf private Smartphone-Daten ermöglichen.Arne Immanuel Baensch/dpa-tmn

© Arne Immanuel Baensch/dpa-tmn

Ob Samsung, Google oder Xiaomi: Fast alle großen Smartphone-Hersteller bieten Tools zum Datenumzug aufs neue Telefon. Dabei könnten Angreifer in WLAN-Reichweite aber wegen Sicherheitslücken in den Apps alle möglichen privaten Daten abgreifen - von Fotos bis hin zu Anmeldeinformationen. Das haben Forschende der TU Graz und des Zentrums für sichere Informationstechnologie A-SIT in Wien herausgefunden.

In allen sieben untersuchten Android-Apps von Google (Switch), Honor (Device Clone), Huawei (Phone Clone), Oppo (Clone Phone), Samsung (Smart Switch), Vivo (EasyShare) und Xiaomi (Mi Mover) fanden die Wissenschaftler kritische Schwachstellen. Die Hersteller haben inzwischen Sicherheitsupdates bereitgestellt.

Apps vor dem Umzug auf Updates prüfen

Nutzende sollten deshalb vor dem Umzug auf ein neues Smartphone unbedingt im Play Store prüfen, ob die aktuellste Version der jeweiligen Datentransfer-App installiert ist - und zwar auf beiden Telefonen. In manchen Fällen ist auch ein Update des gesamten Betriebssystems notwendig.

Die oft auch als Switch- oder Klon-Tools bezeichneten Anwendungen bauen zum Datenumzug meist eine direkte WLAN-Verbindung zwischen den beiden Smartphones auf. Die Forschenden hatten herausgefunden, dass sich ein Angreifer mit einer Ausrüstung für weniger als 100 Euro lediglich in Funkreichweite (in Innenräumen etwa 20 bis 45 Meter) befinden musste, um Daten abzugreifen - laut Studie etwa Fotos, Kontakte, SMS, Gesundheitsdaten, WLAN-Passwörter oder auch Zugangsdaten.

Teils Gefahr von Schadsoftware

In einzelnen Fällen sei es zudem möglich gewesen, über manipulierte App-Pakete Schadsoftware auf das neue Smartphone zu schleusen. Die Forschenden hatten die Sicherheitslücken vor der Veröffentlichung der Studie an die Hersteller gemeldet.

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