Panorama

Straßenschäden nach Eiszeit: So reagieren Autofahrer richtig

Frost und Tauwetter können den Straßen zusetzen - beste Voraussetzungen für Schlaglöcher. Wie sich Autofahrer jetzt vorsorglich verhalten und worauf sie nach dem Durchrumpeln besser achten sollten.

Von dpa

14.01.2026

Frost und Tauwetter hinterlassen Spuren: Wer jetzt vorausschauend fährt, landet nicht so leicht im Schlagloch.picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Frost und Tauwetter hinterlassen Spuren: Wer jetzt vorausschauend fährt, landet nicht so leicht im Schlagloch.picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Jetzt taut’s - zumindest mancherorts und erst mal. Nachdem die Republik in weiten Teilen fest in strenger Winterhand war, klettert das Thermometer wieder nach oben, aber es kann auch wieder kalt werden - Frost und Tauwetter im Wechsel. Solche Temperaturschwankungen im Winter machen nicht nur Menschen zu schaffen, sondern auch den Straßen leiden. 

Denn der Wechsel kann für Risse in der Straße sorgen, die schon mal größer ausfallen können. Schlaglöcher und Co., so der Auto Club Europa (ACE), sind dann ein Risiko für die Verkehrsteilnehmer.

Wo das Risiko am größten ist

Ein hohes Verkehrsaufkommen, insbesondere Schwerlastverkehr kann laut ACE in Verbindung mit stehendem Wasser die Entstehung von Schlaglöchern begünstigen. Das gilt demnach vor allem auf alten oder schlecht gewarteten Straßen. Besondere Vorsicht also: auf stark befahrenen Straßen mit sichtbaren Rissen im Asphalt oder anderweitigen Straßenschäden.

Besonders Warnschilder und Tempolimits befolgen

Vor allem bei zu hohem Tempo droht Ungemach, wenn man es mit Straßenschäden zu tun bekommt. Daher jetzt noch vorsichtiger fahren, auf Warnschilder achten, die Tempolimits befolgen und immer die Fahrweise an den Zustand der Straße und der Witterung anpassen.

Denn: Manchmal kann schon das erlaubte Tempo viel zu schnell sein - etwa, wenn Pfützen auftauchen, die tiefe Straßenschäden verbergen.

Aber leider: Trotz aller Vorsicht ist es nicht möglich, allem rechtzeitig gefahrlos auszuweichen oder das Tempo entsprechend zu drosseln. Denn natürlich darf man nicht in den Gegenverkehr fahren, nur um Schlaglöchern auszuweichen. Dann muss man das geringere Übel in Kauf nehmen: durchfahren.

Durchs Schlagloch gefahren - auf was ist nun zu achten?

Setzt das Auto etwa auf, können sowohl Karosserie als auch der Auspuff Schaden nehmen. Wer mit Schmackes durch ein Schlagloch brettert, erntet mitunter Schäden an: 

  • Lenkung
  • Radaufhängung
  • Reifen und Felgen

Nach einer Schlagloch-Durchfahrt rät der ACE dazu, penibel auf verdächtige Geräusche zu achten, die zum Beispiel auf einen kaputten Auspuff hinweisen. Schäden an den Felgen sind auch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Hier zählt der Autoclub:

  • Luftverlust
  • Reifenschäden
  • Vibrationen und Folgeschäden

Bricht eine Felge, kann es zum Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug kommen.

Schon bei kleinsten Veränderungen – auch wenn es etwa die Lenkung betrifft – rät der ACE dazu, anzuhalten und im Zweifel den Pannendienst zu rufen. Je nach Beschädigung sollte man höchstens noch vorsichtig direkt zur nächsten Werkstatt fahren.

Um andere zu warnen: Straßenschäden könnten auch bei der zuständigen Verwaltung gemeldet werden. Dazu bieten manche Städte und Gemeinden Online-Formulare an.

Durch Schlagloch gefahren: Wer zahlt für meinen Schaden?

Wer einen Schaden feststellt, sollte diesen und auch den Zustand der Straße möglichst zeitnah, aber ohne sich in Gefahr zu bringen, fotografieren und die Polizei rufen. Ist eine Vollkaskoversicherung vorhanden, kann diese den Schaden regulieren.

Ansonsten bleibt, den Schaden beim zuständigen Straßenbaulastträger einzufordern. Das kann je nach Straße die Kommune, das Land oder der Bund sein. Im Zweifel erfährt man bei der Kommune, wer verantwortlich ist.

Aber: Der sogenannten Verkehrssicherungspflicht des Straßenbaulastträgers steht die Pflicht aller Autofahrer gegenüber, die Fahrweise an den Zustand der Straße und an die Witterung anzupassen.

Heißt, wie eingangs erwähnt: Zeigen sich Schäden auf der Fahrbahn und passt man die eigene Geschwindigkeit daraufhin nicht an, schwindet den Angaben zufolge die Chance auf Schadenersatz.

Und auch schon ein vor den Straßenschäden warnendes Schild kann mögliche Haftungsansprüche ausräumen. Um die Erfolgsaussichten auf Schadenersatz beurteilen zu können, rät der ACE im Zweifelsfall zu anwaltlicher Hilfe.

Das könnte Sie auch interessieren