Kostenlose Skins? - Gamer laufen Gefahr, alles zu verlieren
Gratis den Wert des eigenen Spielinventars schätzen lassen. Klingt verlockend, doch dahinter kann fieses Phishing stecken. Wie Hacker Gamer-Konten plündern - und wie man sich schützt.
Wertvolle Beute: Accounts mit seltenen Skins, Spielhistorien oder Zahlungsdaten sind ein beliebtes Ziel für Hacker.Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Sie bekommen auch nur selten etwas geschenkt? Genau. Deshalb sollten bei Gamerinnen und Gamer alle Warnleuchten angehen, wenn auf Webseiten kostenlose Skins oder Items versprochen werden oder dort angeblich In-Game-Guthaben verschenkt wird.
Auch um Angebote, die vorgeblich den Wert des eigenen Spielinventars berechnen oder exklusive Vorteile und Belohnungen freischalten können, macht man besser einen großen Bogen, rät das Verbraucherschutzportal „Watchlist Internet“. Vor allem gilt: Auf solchen Seiten niemals mit Accounts von Gaming-Seiten oder -Plattformen anmelden.
Phishing: Erst ist der Account weg, dann alles Wertvolle darin
Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den Webseiten um Phishing-Fallen, über die Kriminelle erst die Zugangsdaten zu den Accounts und dann Wertvolles stehlen wie
- seltene oder teure Skins
- eine lange Spielhistorie
- gekaufte Inhalten
- hinterlegte Zahlungsdaten
Denn das alles hat einen hohen Wiederverkaufswert. Kurz gesagt: Je mehr Zeit und Geld in einem Konto steckt, desto attraktiver wird es für Kriminelle, so die Verbraucherschützer.
In die Falle getappt? - Sofort handeln, bevor alles zu spät ist
Wer in eine Falle getappt ist, also Zugangsdaten oder Sicherheitscodes weitergegeben hat, sollte sofort handeln:
- Sofort Passwort ändern, falls das noch möglich ist. Ist der Zugriff bereits verloren, die Kontowiederherstellung nutzen oder den Support kontaktieren.
- Das E-Mail-Konto sichern, weil darüber viele weitere Konto-Zugänge wiederhergestellt werden können. Heißt: Auch hier das Passwort ändern und falls noch nicht geschehen, die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) aktivieren.
- Sind Zahlungsdaten missbräuchlich verwendet worden oder ist bereits finanzieller Schaden entstanden, die Bank kontaktieren und Anzeige erstatten.
- Screenshots der Phishing-Seite, E-Mails oder Nachrichten als Beweise sichern.
- Andere warnen, weil das eigene, entwendete Konto für weitere Betrugsversuche genutzt werden kann.
Mit blauem Auge davongekommen? - Jetzt ist Prävention angesagt
Aber auch wenn Sie noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen sind, können Sie präventiv etwas tun:
- Zwei-Faktor-Authentisierung aktivieren, wo immer möglich, auch bei Gaming-Seiten und -Plattformen aktivieren.
- E-Mails mit Sicherheitscodes immer genau lesen und prüfen: Ist der Code für einen Log-in oder für eine Kontoänderung gedacht?
- Zugriffe kontrollieren: Regelmäßig checken, welche Apps und Webseiten Zugriff auf die diversen Konten haben. Unbekannte Verbindungen sofort entfernen.
- Für jedes Konto ein eigenes, starkes Passwort verwenden - oder gleich auf das sichere, passwortlose Passkeys-Verfahren umschalten, wenn dies bereits angeboten wird.