Panorama

Gebrauchtwagen: Von privat oder lieber beim Händler kaufen?

Wer einen Gebrauchtwagen sucht, steht vor vielen Optionen. Was spricht für Privatkauf, was für Händler und worauf wäre noch zu achten?

Von dpa

15.05.2026

Große Autohäuser und Vertragshändler bieten tendenziell die verlässlicheren Fahrzeuge als Privatverkäufer.picture alliance/dpa

Große Autohäuser und Vertragshändler bieten tendenziell die verlässlicheren Fahrzeuge als Privatverkäufer.picture alliance/dpa

© picture alliance/dpa

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen will, sortiert oft erst mal aus: Was brauche ich, was will oder kann ich ausgeben? Bei Letzterem rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) übrigens: Nicht nur die reine Kaufsumme betrachten. Denn auch die Folgekosten des jeweiligen Modells wie etwa durch Verbrauch, Steuer, Versicherungen und Kundendienste sollten kalkuliert werden. Auch kleinere Rücklagen für ungeplante Reparaturen helfen. Sparen kann man außerdem durch intensives Vergleichen auf den entsprechenden Portalen im Internet.

Nicht gut oder schlecht - alles hat Vor- und Nachteile

Aber wo man am Ende kauft, hängt auch ein Stück weit von der eigenen Risikobereitschaft und Kenntnis ab. So wägt die GTÜ ab: Autos von privater Hand sind demnach „in der Regel etwas günstiger“. Allerdings schließen Privatverkäufer meist jegliche Gewährleistung aus.

Hier ist freilich im Vorteil, wer sich auskennt oder einen Gebrauchtwagen-Check machen lassen kann. Eine Probefahrt ist obligatorisch – wie bei jedem anderen Autokauf aber auch.

Private Verkäufer haften allenfalls, wenn sie vorsätzlich technische Mängel oder Unfälle verschweigen. Oder aber sie haben wissentlich falsche Angaben gemacht – etwa weil der Tacho manipuliert wurde.

Autohändler unterliegen der gesetzlichen Gewährleistungspflicht

Autohändler wiederum haben eine gesetzliche Gewährleistungspflicht, wenn sie an Privatkunden verkaufen. Drei Arten unterscheidet die GTÜ hierbei:

  • Große Autohäuser und Vertragshändler. Sie bieten nach Ansicht der Gesellschaft tendenziell die verlässlicheren Fahrzeuge. Jedoch: besonders günstige Angebote sind bei ihnen „eher selten zu finden“. Sie scheuten unter anderem die Risiken älterer Fahrzeuge oder solcher mit starken Gebrauchsspuren.
  • Als eine Alternative nennt die GTÜ freie Meisterbetriebe, die auf eine bestimmte Marke oder ein Modell spezialisiert seien. Oft würden diese kleine Mängel noch vor dem Verkauf und „andere Auffälligkeiten“ auch danach rasch beheben.
  • Dann gibt es immer auch noch die sogenannten „Kiesplatz-“ oder „Fähnchenhändler“. Im Angebot ist nicht selten eine Wundertüte, die oft mit vielen Autos im unteren Preissegment aufwartet – und mit dem einen oder anderen Exoten.
Das könnte Sie auch interessieren