Ganz schön frisch: Der Toyota Yaris Cross beim Tüv
Das Modell vom japanischen Hersteller zählt zu den Klein-SUV – was im Verkehr, aber auch auf dem Prüfstand gewisse Vorteile mit sich bringt.
Kleiner Kraxler? Nun, eine gewisse Geländegängigkeit wird zumindest den Modellen mit Allrad durchaus bescheinigt - wie sieht es mit den Gebrauchtqualitäten des Yaris Cross aus?Toyota/dpa-tmn
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Der Energiehunger vieler SUV ist fast schon legendär. Konventionell befeuert sind sie allein aufgrund der Tonnengewichte als Spritschlucker verschrien, der Verbrauch elektrischer Vehikel liegt oft bei weit über 20 kWh Strom auf 100 Kilometer. Anders liegt der Fall, wenn man die Klasse schrumpft.
Und kommt wie beim Toyota Yaris Cross ein über die Jahre im Konzern herangereifter Hybridantrieb zum Zuge, kann so ein Klein-SUV schon mal mit unter fünf Litern Sprit auskommen. Da das Modell zudem noch recht jung ist, zählt es bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) zu den Musterschülern.
- Modellhistorie: Im Frühjahr 2020 vorgestellt, rollte das Modell im Folgejahr zu den Händlern in Deutschland. Zum Modelljahr 2024 überarbeitete Toyota den Yaris Cross, verbesserte die Dämmung, wertete den Innenraum mit neuen Touchscreens auf und bot den Vollhybrid neu auch mit mehr Leistung an. Positioniert ist der Yaris Cross unterhalb des Crossovers C-HR.
- Karosserie und Varianten: Zur Modellpflege brachte Toyota die Variante GR heraus, die mit Diffusor, Zweifarbenlack, speziellen Felgen und strafferer Fahrwerksabstimmung eine sportlichere Figur machen soll. Anders als bei den meisten vergleichbaren Autos gibt es den Yaris Cross auch mit Allrad, womit er „sogar etwas klettern“ kann, wie der „Auto Bild TÜV-Report 2026“ schreibt.
- Abmessungen (laut ADAC): 4,18 m x 1,77 m x 1,60 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 397 l bis 1.097 l (dachhoch mit umgeklappter Rücksitzbank).
- Stärken: Dank Merkmalen wie erhöhter Sitzposition, kompakten Abmessungen und vergleichsweise geringem Gewicht beschreibt der Report das Japan-Modell als „die genau richtige Mischung“. Weil der Yaris Cross nicht so viel auf die Waage bringt, schont das jedenfalls die Fahrwerkskomponenten Achsen und Gelenke, die bei der ersten und alleinig berücksichtigten HU Bestnoten einfahren. Auch die Lenkung geht in Ordnung.
Ebenfalls keinen Grund zur Sorge bieten bislang die Bremsen sowie die Abgasanlage. Ölverlust? Kein Thema. Der ADAC ermittelte in einem Test einen Realverbrauch von 4,9 Litern auf 100 Kilometer. „Mit leichtem Gasfuß“ in der Stadt oder über Land sei sogar eine 3 vor dem Komma zu schaffen.
- Schwächen: Das Modell berge „keine böse Überraschungen“, so der Report. Noch am meisten nervt seine Halter das überdurchschnittlich oft falsch eingestellte Nebellicht, was die Beanstandungsquote der Frontbeleuchtung hebt. Am Fahrwerk sind den Prüfern undichte Schwingungsdämpfer aufgefallen - aber sehr selten.
- Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik steht der Wagen laut Clubangaben indes „sehr unzuverlässig“ da. Die Bilanz verhagelt ihm der einzige Pannenschwerpunkt: die Starterbatterie, die bei Autos der Erstzulassungsjahrgänge 2022 und 2023 schwächelt. „Nach längeren Standzeiten verliert sie ihren Lebenswillen“, heißt es im Tüv-Report.
- Motoren: Benziner (Dreizylinder, Front- bzw. Allradantrieb): 92 kW/125 PS; Vollhybrid (Dreizylinder und E-Motor): 85 kW/116 PS und 96 kW/130 PS.
Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele:
- Yaris Cross Hybrid FWD Basis (6/2021); 85 kW/116 PS (Dreizylinder + E-Motor); 56.000 Kilometer; 15.939 Euro.
- Yaris Cross Hybrid AWD-i Team Deutschland (6/2024); 96 kW/130 PS (Dreizylinder + E-Motor); 22.000 Kilometer; 25.855 Euro.
- Yaris Cross Hybrid FWD GR Sport (6/2024); 96 kW/130 PS (Dreizylinder + E-Motor); 22.000 Kilometer; 27.488 Euro.