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Achtung! In manchem Adventskalender versteckt sich Alkohol

Verspielt gestaltet: Das heißt bei Adventskalendern nicht unbedingt, dass sie auch frei von Alkohol sind. Worauf Eltern (sowie Schwangere und alkoholabstinente Menschen) beim Kauf achten können.

Von dpa

04.11.2026

Für Kinder geeignet, oder nicht? Oft verrät erst ein Blick auf die Zutatenliste auf der Rückseite, ob Alkohol enthalten ist.Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn

Für Kinder geeignet, oder nicht? Oft verrät erst ein Blick auf die Zutatenliste auf der Rückseite, ob Alkohol enthalten ist.Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn

© Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn

Zugegeben: Ein Adventskalender sollte vorab nicht zu viel über die Überraschungen hinter den Türchen verraten. Bei den Zutaten ist Transparenz dennoch wichtig und vorgeschrieben. Auch Alkohol, der in Adventskalender-Leckereien steckt, muss auf der Verpackung gekennzeichnet sein. 

Nur springt einem diese Information häufig nicht direkt ins Auge, wie die Verbraucherzentrale Bremen warnt. So kommt es weiterhin oft vor, dass Adventskalender Alkohol enthalten, das aber nicht auf der Vorderseite der Verpackung zu erkennen ist. Erst die Rückseite liefert Aufschluss darüber, dass die Leckereien hinter den Türchen alkoholhaltig sind. 

Kindliche Motive? Sind keine Garantie 

Eltern, die einen Adventskalender für ihren Nachwuchs kaufen wollen, sollten also genau hinschauen - ebenso alle, die aus gesundheitlichen, religiösen oder persönlichen Gründen komplett auf Alkohol verzichten. 

Das heißt auch: sich nicht allein auf die Gestaltung des Kalenders zu verlassen. „Auch Adventskalender mit bunten oder verspielten Motiven können alkoholhaltige Pralinen enthalten. Wer sichergehen möchte, sollte immer die Zutatenliste prüfen“, rät Sonja Pannenbecker, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale Bremen. Dort verraten auch Begriffe wie „Likör“, „Marc de Champagne“ oder „Crème de Cassis“, dass Alkohol drinsteckt. 

Nur wenige Verbesserungen bei der Kennzeichnung

Insgesamt haben sich die Bremer Verbraucherschützer 29 Adventskalender, bei denen Alkohol im Vorjahr nur auf der Rückseite gekennzeichnet war, erneut angeschaut. Ihre Beobachtungen: Verbesserungen gab es nur in einigen Fällen, klare Kennzeichnungen bleiben weiterhin die Ausnahme. 

In zwei Fällen bietet der jeweilige Hersteller mittlerweile zwei Varianten seines Kalenders ein - einmal mit, einmal ohne Alkohol. Auf der Vorderseite ist jedoch nur die jeweils alkoholfreie Variante klar als solche gekennzeichnet. Die alkoholhaltigen Varianten verraten weiterhin nur auf der Rückseite, dass sie Alkohol enthalten.

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