Immer mehr Azubis aus dem Ausland in Sachsen-Anhalt
Kurz vor dem Ausbildungsstart zeigt sich ein klarer Trend: Während die Zahl neuer Ausbildungsverträge leicht zurückgeht, gewinnen Auszubildende aus dem Ausland weiter an Bedeutung.
Die Zahl neuer Ausbildungsverträge mit ausländischen Auszubildenden ist in Sachsen-Anhalt gestiegen. (Symbolbild) Marijan Murat/dpa
© Marijan Murat/dpa
Immer mehr junge Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit beginnen in Sachsen-Anhalt eine duale Berufsausbildung. Im Ausbildungsjahr 2025 wurden mehr als 1.000 neue Ausbildungsverträge mit ausländischen Auszubildenden abgeschlossen - rund zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervor.
Betriebe suchen weiter Nachwuchs
Die Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der viele Betriebe händeringend Nachwuchs suchen. Insgesamt wurden im vergangenen Ausbildungsjahr etwas mehr als 10.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen - das waren leicht weniger als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Auszubildenden blieb mit rund 26.500 dagegen nahezu unverändert.
Industrie und Handel bleiben wichtigste Ausbildungsbereiche
Vor allem in Industrie und Handel wird der Nachwuchs gebraucht. Dort entstand erneut der größte Teil der neuen Ausbildungsverträge. Zu den beliebtesten Berufen gehörten bei Frauen Kauffrau für Büromanagement und Verkäuferin, bei Männern Kraftfahrzeugmechatroniker, Verkäufer und Fachkraft für Lagerlogistik.
Integration soll den Einstieg erleichtern
Die steigende Zahl ausländischer Auszubildender passt zu den Bemühungen, mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Arbeitsagenturen und Jobcenter setzen dabei unter anderem auf den sogenannten Job-Turbo, mit dem Geflüchtete nach ersten Deutschkenntnissen schneller in Ausbildung oder Beschäftigung vermittelt werden sollen. Dabei wird der weitere Spracherwerb möglichst berufsbegleitend fortgesetzt.
In wenigen Wochen beginnt für viele Jugendliche das neue Ausbildungsjahr. Unternehmen hoffen, offene Lehrstellen noch kurzfristig besetzen zu können - auch mit Bewerberinnen und Bewerbern aus dem Ausland.