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Wie Bugatti und Ferrari auf noch mehr Handarbeit setzen

Je teurer das Auto, desto dicker die Extrawürste. Das zeigen aktuelle Projekte. Bugatti veredelt in kunstvoller Manufakturarbeit den Mistral, Ferrari lässt im 12Cilindri wieder schalten und walten.

Von dpa

06.07.2026

Weißer Bugatti, schwarz konturiert – und ja: Teile sind wirklich aus Porzellan. Bugatti veredelt den Mistral Blanc Éternel mit KPM-Handarbeit.Bugatti Automobiles S.A.S./dpa-tmn

Weißer Bugatti, schwarz konturiert – und ja: Teile sind wirklich aus Porzellan. Bugatti veredelt den Mistral Blanc Éternel mit KPM-Handarbeit.Bugatti Automobiles S.A.S./dpa-tmn

© Bugatti Automobiles S.A.S./dpa-tmn

Während sich gewöhnliche Autokäufer mit Extras wie Klimaautomatik oder Sitzheizung abgeben müssen, sind dem persönlichen Gestaltungsspielraum in der Luxuswelt keine Grenzen gesetzt. Und wo die Maschinen nicht weiterkommen, muss halt die Manufaktur ran.

Bugatti mit KPM-Porzellan

Das beweist Bugatti gerade mit dem zweiten Auto aus seinem maßgeschneiderten Sur Mesure-Programm. Dafür haben die Franzosen den Mistral zusammen mit der Berliner Luxus-Porzellanmarke KPM in Weiß gehüllt. Als Basis dieses 1.176 kW/1.600 PS starken Mistral Blanc Éternel dient laut Bugatti der mit 420 km/h schnellste Roadster der Welt, dessen Carbonkarosserie weiß gehalten und in Handarbeit mit schwarzen Konturlinien verziert wurde.

Zudem haben kundige Hände viele Anbau- und Zierteile tatsächlich aus Porzellan gefertigt. Den Preis für das Einzelstück nennen die Partner nicht. Aber da der auf 99 Exemplare limitierte Mistral ohnehin schon knapp sechs Millionen Euro kostet, könnte das Einzelstück womöglich achtstellige Sphären erreichen.

Ferrari bietet Handarbeit - den Kunden

Auch bei Ferrari dreht sich gerade alles um Handarbeit - allerdings muss die von den Kunden geleistet werden. Denn nachdem die Italiener ihre Fanbasis mit dem elektrischen Luce - vorsichtig formuliert - irritiert haben, beweisen sie jetzt wieder Sinn für Tradition. So bieten sie den 611 kW/830 PS starken 12Cilindri in einer limitierten Auflage von 1.499 Exemplaren als Manuale an.

Dafür installieren sie nach Angaben des Herstellers im Cockpit des Sportwagens wieder einen Schaltknauf, den man in sieben Gassen durch eine offene Kulisse führt, und im Fußraum ein Kupplungspedal. So ganz echt ist die Lösung allerdings nicht: Denn das Manuale-Getriebe arbeitet elektronisch und ist mit der bekannten Doppelkupplung verknüpft, die den Wechsel der Fahrstufen im Hintergrund übernimmt.

Wer schalten will, darf wieder schalten: Der Ferrari 12Cilindri kommt als Manuale mit Schaltknauf und Kupplungspedal.Ferrari S.p.A./dpa-tmn

Wer schalten will, darf wieder schalten: Der Ferrari 12Cilindri kommt als Manuale mit Schaltknauf und Kupplungspedal.Ferrari S.p.A./dpa-tmn

© Ferrari S.p.A./dpa-tmn

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