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Notfall im Autobahntunnel: drei Mythen im Check

Einige nehmen sie fast schon gar nicht wahr, andere fühlen sich unwohl bei der Fahrt durch Autobahn-Tunnel. Immer aber ist wichtig, wie man sich im Notfall richtig verhält - wissen Sie’s?

Von dpa

28.10.2026

Wissen für den Ernstfall: Wer durch einen Tunnel fährt, sollte die Verhaltensregeln für Notfälle kennen.Christopher Schmid/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

Wissen für den Ernstfall: Wer durch einen Tunnel fährt, sollte die Verhaltensregeln für Notfälle kennen.Christopher Schmid/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

© Christopher Schmid/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

Je nach Reiseroute und Region kommen sie mal mehr oder weniger vor - Autobahntunnel. Für manche Autofahrer sind sie Routine, anderen sind die zuweilen sehr lange Röhren nicht ganz geheuer. Umso wichtiger zu wissen, worauf es im Ernstfall ankommt, so das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) - auch „um bestehende Ängste abzubauen“.

Für Sorgen besteht demnach auch kaum Veranlassung. „Die Autobahntunnel in Deutschland sind mit moderner Technik ausgestattet und werden rund um die Uhr überwacht.“ Doch nicht jeder weiß vielleicht genau, wie im Ernstfall zu reagieren ist oder hat nur Halb- oder Scheinwissen.

Drei Annahmen im Check:

  • „Im Notfall hole ich über das Handy Hilfe!“: Nein, sagt das FBA. Denn alle 150 Meter stünde im Tunnel eine Notrufstation bereit. Also dorthin, falls der Weg noch sicher ist. Denn die Station kann noch mehr als ein Anruf mit dem Handy: Sie kann genau melden, wo der Anrufer steht und auch funktionieren, wenn das Handy keinen Empfang hat. Am anderen Ende ist dann sofort die Leitzentrale des Tunnels und kann agieren. Bei einem normalen Notruf über das Handy ist zunächst die allgemeine Rettungsleitstelle am Apparat.
     
  • „Ich bleibe gleich in der Notrufstation - das ist am sichersten“: Nein. Denn so ratsam das Hilfeholen über die Notrufstation auch ist: Diese dienen vor allem der Kommunikation mit der Tunnelleitzentrale, sie seien aber kein Schutzraum im Brandfall. „Betätigen Sie den Notruf dort, wenn die Situation es zulässt. Suchen Sie anschließend schnellstmöglich einen Notausgang auf“, rät das FBA. Dieser Weg führt entweder direkt ins Freie oder in einen sicheren Bereich. Dabei stets den Anweisungen der Tunneldurchsagen oder den Hinweisen des Operators in der Leitstelle folgen.
     
  • „Da sind Feuerlöscher im Tunnel - die sind bestimmt nur für die Feuerwehr“: Nein, sie können von allen benutzt werden. Aber ganz wichtig: Sie eignen sich nur dafür, kleinere Entstehungsbrände zu bekämpfen. Und das nur, wenn es gefahrlos möglich ist. Bei stärkerer Rauch- oder Brandentwicklung gilt: sich sofort über den nächsten Notausgang in Sicherheit zu bringen und dann den Anweisungen der Tunnelleitzentrale zu folgen.
Die Notrufstation stellt die Verbindung zur Tunnelleitzentrale her, übermittelt den Standort und funktioniert auch ohne Mobilfunkempfang.Quirin Leppert/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

Die Notrufstation stellt die Verbindung zur Tunnelleitzentrale her, übermittelt den Standort und funktioniert auch ohne Mobilfunkempfang.Quirin Leppert/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

© Quirin Leppert/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

Notrufstationen sind kein Schutzraum: Bei einem Brand führt der Fluchtweg über einen Notausgang ins Freie oder in einen sicheren Bereich.Christopher Schmid/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

Notrufstationen sind kein Schutzraum: Bei einem Brand führt der Fluchtweg über einen Notausgang ins Freie oder in einen sicheren Bereich.Christopher Schmid/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

© Christopher Schmid/Fernstraßen-Bundesamt/dpa-tmn

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