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Nichts überstürzen bei Glasfaser-Verträgen

An der Haustür macht man selten gute Geschäfte. Das gilt auch und gerade, wenn es ums Thema Glasfaser geht. Was Sie bei Tarifen, Leistungen und Kosten für einen Internet-Anschluss beachten sollten.

Von dpa

30.01.2026

Sparpotential: Buchen Eigentümer beim ausbauenden Anbieter für Glasfaser einen Zweijahres-Vertrag dazu, bekommen sie den Anschluss in der Regel kostenlos.picture alliance/dpa

Sparpotential: Buchen Eigentümer beim ausbauenden Anbieter für Glasfaser einen Zweijahres-Vertrag dazu, bekommen sie den Anschluss in der Regel kostenlos.picture alliance/dpa

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Haustür-Vertretern sollte man nicht unkritisch Glauben schenken. Das gilt auch für diese aktuell oft vorgetragene Behauptung: Das DSL-Kupfernetz werde bald abgeschaltet, und man stehe dann ohne Internet da, wenn man nicht hier und jetzt einen Glasfaservertrag unterzeichnet.

Solche Aussagen seien unwahr, erklärt die Stiftung Warentest. Man sollte sich nicht von ihnen unter Druck setzen lassen. Vor 2035 sei kein endgültiges Aus des Kupfernetzes zu erwarten. Ohnehin würden bestehende Netze erst dann abge­schaltet, wenn Glasfaser nahezu flächen­deckend verfügbar und ein Wett­bewerb in den neuen Netzen gewähr­leistet ist.

Gratis-Anschluss zum Vertrag kann sinnvoll sein

Trotzdem könne es für Eigentümer sinn­voll sein, sich in einem Ausbaugebiet Glasfaser ins Haus oder in die Wohnung legen zu lassen. Denn wer beim ausbauenden Anbieter einen Zweijahres-Vertrag dazu bucht, bekomme den Anschluss in der Regel kostenlos, so die Warentester. Ansonsten könnten dafür 500 bis 1.000 Euro fällig werden.

Grundsätzlich raten die Experten:

  • Verfügbare Tarife genau vergleichen, etwa im Internet bei Anbietern und bei Vergleichsportalen (Vertreter leben von der Provision, haben also wenig Interesse, den güns­tigsten Vertrag anzu­bieten.)
     
  • Wer mit den Über­tragungs­raten seines bisherigen DSL-Anschlusses zufrieden ist, dürfte es auch mit einem Glasfaser­anschluss mit maximal 300 Mbit/s sein. Das reicht fürs Streaming oder Homeoffice voll­kommen aus. Aufstocken geht im Zweifel immer noch.
     
  • 300 MBit/s sind bei den meisten Anbietern für rund 40 Euro im Monat zu haben, 150 MBit/s kosten etwa 30 Euro. 1.000 Mbit/s (1 GBit/s) schlagen meist mit mehr als 70 Euro im Monat zu Buche.
     
  • Im Zweifel das zweiwöchige Widerrufsrecht nutzen, das für Verträge gilt, die an der Haustür, im Internet und am Telefon geschlossen wurden.
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