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Kaugummi bis Mandeln: 5 Hausmittel bei Sodbrennen

Mist, wieder Reflux-Beschwerden wie saures Aufstoßen und ein Brennen hinter dem Brustbein? Gut möglich, dass Linderung in Ihrer Küche wartet. Zwei Expertinnen verraten die besten Hausmittel.

Von dpa

27.08.2026

Kaugummis regen die Speichelproduktion an. Das kann man sich zunutze machen, um eine Sodbrennen-Attacke einzudämmen.Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Kaugummis regen die Speichelproduktion an. Das kann man sich zunutze machen, um eine Sodbrennen-Attacke einzudämmen.Zacharie Scheurer/dpa-tmn

© Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Unterwegs meldet sich mal wieder garstiges Sodbrennen? Gut, wenn noch ein Kaugummi in der Jacken- oder Handtasche zu finden ist. Kauen regt nämlich den Speichelfluss an - und das ist in so einer Reflux-Situation besonders willkommen. Denn: „Speichel ist leicht basisch und kann helfen, die Magensäure in der Speiseröhre zu neutralisieren“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin und Buchautorin Heike Raab („Köstlich essen - Reflux und Sodbrennen“).

Auf intensive Pfefferminz-Varianten verzichtet man allerdings lieber. „Das darin enthaltene Menthol und die Minze kann den unteren Speiseröhrenschließmuskel wieder etwas entspannen - das wollen wir ja nicht“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Sabine Schreiner, die ebenfalls ein Buch zum Thema geschrieben hat („Dein Ernährungsratgeber: Stiller Reflux“). 

Es gibt noch 4 weitere Hausmittel, die bei Reflux-Beschwerden einen Versuch wert sind:

1. Mandeln: Leckerer - und hilfreicher - Snack

„Durch das langsame und gründliche Kauen von vier bis fünf Mandeln entsteht ein Brei, der die überschüssige Magensäure in der Speiseröhre binden und sie wieder in den Magen zurückbefördern kann“, erklärt Heike Raab. Wichtig: Die Mandeln sollten ungesüßt und ungesalzen sein.

Wer Mandeln gründlich kaut, lässt einen Brei entstehen, der überschüssige Magensäure zurück in den Magen befördern kann. Christin Klose/dpa-tmn

Wer Mandeln gründlich kaut, lässt einen Brei entstehen, der überschüssige Magensäure zurück in den Magen befördern kann. Christin Klose/dpa-tmn

© Christin Klose/dpa-tmn

2. Leinsamen-Aufguss: Willkommene Schleimstoffe

Ein Aufguss aus den kleinen Körnern gilt als Hausmittel-Klassiker bei Sodbrennen. Dienlich sind hier die Schleimstoffe, die in Leinsamen stecken insbesondere in der hellen Variante (Goldleinsamen). Dieser Schleim schützt die Schleimhäute von Speiseröhre und Magenschleimhaut. Heike Raab erklärt, wie man einen Aufguss zubereitet: 

  • 1 EL geschrotete Leinsamen mit 200 ml kochendem Wasser übergießen
  • Die Mischung 20 Minuten quellen lassen
  • Den Aufguss durch ein Sieb abseihen.

Den Schleim kann man in kleinen Schlucken über den Tag verteilt trinken.

3. Kartoffelsaft: Vorsicht beim Selbstmachen

Auch Kartoffelsaft enthält Schleimstoffe, die die Schleimhäute schützen. Plus: Er kann dabei helfen, überschüssige Magensäure zu neutralisieren. 

Kaufen kann man ihn in Reformhäusern und Apotheken. „Wer den Saft selbst pressen will, sollte gut aufpassen und grüne Stellen großzügig wegschneiden“, sagt Sabine Schreiner. In diesen Bereichen ist nämlich Solanin enthalten, ein Giftstoff mit dem sich die Pflanze vor Fressfeinden schützt. Wer viel davon zu sich nimmt, kann Magen-Darm-Beschwerden bekommen.

4. Eibischwurzeltee: Bitte kalt aufgießen

Schleimstoffe aus der Teetasse: Eibischwurzeltee ist ebenfalls ein bekanntes Hausmittel. Besonderheit: Er wird mit kaltem Wasser aufgegossen, da die Wurzel hitzeempfindlich ist. Auf 2 Teelöffel Eibischwurzel kommen Heike Raab zufolge 150 Milliliter Wasser. Diese Mischung lässt man nun ein bis zwei Stunden ziehen und rührt sie hin und wieder durch. Danach kann man die Eibischwurzel heraussieben und den Tee trinken.

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