Heiraten mit Vertrag? Wann Paare darüber reden sollten
Einen Ehevertrag aufzusetzen, kann komplex und emotional herausfordernd sein. Wer aber früh damit beginnt, vermeidet Stress und sorgt für faire Ergebnisse.
Frisch getraut? Wer einen Ehevertrag haben möchte, sollte mit dessen Planung etwa ein halbes Jahr vor dem großen Tag starten.picture alliance / dpa Themendienst
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Wann ist für angehende Hochzeitspaare eigentlich der richtige Zeitpunkt, um sich mit einem Ehevertrag zu befassen? Der Tipp von Cornelia Maetschke-Biersack, Fachanwältin für Familienrecht: „Kümmern sie sich rechtzeitig vor der Eheschließung darum. Die meisten unterschätzen die Komplexität und Emotionalität des Themas.“
Der Grund: Es brauche Zeit, sich selbst über einige wichtige Fragen im Klaren zu werden und für sich die richtigen Regelungen zu treffen. Zeitdruck könne für Probleme sorgen. Als groben Anhaltspunkt nennt Maetschke-Biersack einen Zeitraum von etwa einem halben Jahr vor der Trauung. Spätestens dann sollten angehende Paare den Ehevertrag angehen. Je nach Komplexität des Falls - etwa bei Auslandsbezug, wenn die Partner etwa unterschiedliche Staatsbürgerschaften haben - besser mit noch mehr Vorlauf.
„Klären Sie im Vorfeld wichtige Fragen rund um die Lebens- und Familienplanung“, rät Notarassessorin Sophie Godt-Nordhues von der Bundesnotarkammer. Ziel eines Ehevertrages sei stets eine faire, transparente und tragfähige Regelung, die beiden Ehepartnern Sicherheit gibt - für die Ehe ebenso wie für den Fall einer Trennung.