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Es wird wieder kälter: Welche Pflanzen jetzt Schutz brauchen

Es drohen Minusgrade und nicht alle Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten kommen damit gut klar. Margeritenbüsche oder Lavendel zum Beispiel - was dann hilft und wo kein Handlungsbedarf besteht.

Von dpa

24.03.2026

Für eine frostige Nacht lassen sich Topfpflanzen noch mal warm einpacken.Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn

Für eine frostige Nacht lassen sich Topfpflanzen noch mal warm einpacken.Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn

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Der Frühling macht Pause, es wird nass, stürmisch und kühler, vielerorts soll es nachts Minusgrade geben. Wer schon Garten, Balkon oder Terrasse bepflanzt hat, sollte aufpassen: Manche Pflanzen brauchen Schutz, wenn es frostig wird.

„Probleme gibt es, wenn jemand ungeduldig war und nicht winterharte Pflanzen zu früh rausgestellt oder eingepflanzt hat“, sagt die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved (Schleswig-Holstein).

Das gilt vor allem für Pflanzen, die im Gewächshaus vorgetrieben wurden und in den Gartencentern zum Verkauf stehen – aber für die es eigentlich noch zu früh im Jahr ist, um sie auszupflanzen, wie Schwedtke sagt. „Für Schopf-Lavendel oder Margeritenbüsche gilt das zum Beispiel. Die pflanzt man eigentlich erst Mitte Mai ein, wenn die Eisheiligen vorbei sind.“

Kalkanstrich, Vlies und Jute helfen gegen Kälte

Auch wer vorgetriebene, schon blühende Rosen draußen ins Beet gesetzt hat, sollte sie schützen, wenn Frost angesagt ist. Sie kann man etwa mit einem Vlies oder einem Bettlaken bedecken, rät Schwedtke. Gleiches gilt etwa für im Gewächshaus vorgetriebenen Kohlrabi.

Kommt noch einmal strenger Frost, sind auch Obstbäume mit Blüten sowie austreibende empfindliche Stauden gefährdet, sagt der Diplom-Gärtner Lutz Grille aus Berlin. Es lohnt sich, sie mit einem Vlies oder eine Jute zu schützen. Bei Obstbäumen kann dem Fachmann zufolge zudem ein Kalkanstrich am Stamm sinnvoll sein – der schützt unter anderem vor Spätfrostschäden.

Frühblüher können Kälte ab - Kräuter nur bedingt

Und auf dem Balkon? Klassische Frühjahrsblüher wie Narzissen, Anemonen oder Hornveilchen können der Expertin zufolge Nachtfrost ab. 

Klassische Frühjahrsblüher wie Hornveilchen können Nachtfrost ab.picture alliance/dpa/dpa-tmn

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Vorsicht ist bei Kräutern wie Rosmarin geboten: Kauft man sie im Gartencenter und sind die Triebe schon weich und sattgrün, dann sind sie laut Svenja Schwedtke vermutlich in wärmeren Gefilden vorgetrieben. Sie schützt man lieber in Frostnächten, in dem man etwa ein dünnes Handtuch über sie legt.

Schutz mit Karton - oder Wäscheständer

Über kleine Töpfe mit Kräutern oder Gemüsepflanzen kann man auch einen Eimer oder Karton stülpen. Bei größeren Topfpflanzen wie Oleander kann ein Wäscheständer gute Dienste leisten. Gärtner Lutz Grille erklärt, wie es geht: Man stellt den Ständer auf und den Topf darunter – dann legt man ein Bettlaken darüber, sodass der Topf quasi in einem Zelt steht.

Oder man stellt die Töpfe und Kästen mit frostempfindlichen Pflanzen über Nacht einfach an eine windgeschützte Ecke an der Hauswand oder gleich hinein ins Haus oder in die Wohnung. 

Ob und wie viel Schutz nötig ist, hängt auch davon ab, wie tief die Temperaturen fallen: „Einmal ein leichter Nachtfrost ist nicht schlimm, aber wenn es über Tage nur knapp über null Grad ist und nachts minus fünf Grad, dann wird es heikel“, sagt Grille.

Noch ein allgemeiner Gärtner-Tipp: „Was auch etwas bringt, ist Gießen.“ Der Grund: Trockene Böden speicherten Wärme nicht so gut wie feuchte Böden und ausgetrocknete Pflanzen seien frostempfindlicher als Pflanzen, die gut mit Wasser versorgt seien. Was man allerdings vermeiden sollte, ist Staunässe.

Rosen kann man mit einem Vlies bei Minusgraden schützen.picture alliance / Swen Pförtner/dpa

Rosen kann man mit einem Vlies bei Minusgraden schützen.picture alliance / Swen Pförtner/dpa

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