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Wie Städte die Zahl der Tauben reduzieren wollen

Gipseier statt Nachwuchs - im Umgang mit Stadttauben wählen Kommunen zunehmend ein tierfreundliches Konzept. Vom Erfolg sind die Behörden überzeugt.

Von dpa

13.04.2026

Ein Raum mit artgerechtem Futter, sauberem Wasser und Nistplätzen soll helfen, die Zahl der Bremer Tauben zu reduzieren.Focke Strangmann/dpa

Ein Raum mit artgerechtem Futter, sauberem Wasser und Nistplätzen soll helfen, die Zahl der Bremer Tauben zu reduzieren.Focke Strangmann/dpa

© Focke Strangmann/dpa

Um die Zahl der Tauben zu reduzieren, setzen Städte in Niedersachsen und Bremen zunehmend auf betreute Taubenhäuser. Das Interesse an der Aufstellung solcher Taubenschläge wachse von Jahr zu Jahr, teilte eine Sprecherin des niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf dpa-Nachfrage mit. In Bremen sollen nach einem ersten betreuten Taubenschlag drei weitere städtische Taubenhäuser eröffnet werden. 

In betreuten Taubenhäusern werden die Eier der Tauben gegen Gipseier ausgetauscht. Focke Strangmann/dpa

In betreuten Taubenhäusern werden die Eier der Tauben gegen Gipseier ausgetauscht. Focke Strangmann/dpa

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Tierfreunde tauschen Eier aus

In den speziell eingerichteten Containern oder Gartenhäusern, die meist auf Dächern platziert werden, bekommen die Vögel artgerechtes Futter, Wasser und Brutplätze. Sobald die Tauben Eier legen, werden diese durch Gipseier ersetzt. So soll die Zahl der Tauben reduziert werden. 

Selbst wenn nur ein Prozent der Gesamtzahl der Tauben einer Stadt an einen solchen betreuten Schlag gebunden sei, zeige sich eine positive Wirkung, erläutert eine Ministeriumssprecherin aus Hannover. Je nach Größe der Stadttaubenpopulation werden mancherorts inzwischen Tausende Eier pro Jahr ausgewechselt. 

Neben dem Eiertausch sehen Behörden in Niedersachsen und Bremen weitere Vorteile: Der Taubenkot kann gesammelt und fachgerecht entsorgt, der Gesundheitszustand der Tiere kontrolliert werden. Um ein Taubenhaus zu betreiben, arbeiten die Behörden in der Regel mit Tierschutzvereinen zusammen. Die Kommunen tragen den Großteil der Kosten, Vereinsmitglieder betreuen die Taubenschläge.

Im Taubenhaus in der Bremer Innenstadt finden Tauben ein sauberes Zuhause mit artgerechtem Futter und Nistplätzen.Focke Strangmann/dpa

Im Taubenhaus in der Bremer Innenstadt finden Tauben ein sauberes Zuhause mit artgerechtem Futter und Nistplätzen.Focke Strangmann/dpa

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Im Bremer Taubenhaus werden die Eier der Tauben unauffällig gegen Gipseier ausgetauscht. Focke Strangmann/dpa

Im Bremer Taubenhaus werden die Eier der Tauben unauffällig gegen Gipseier ausgetauscht. Focke Strangmann/dpa

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