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VNG warnt vor Verzögerungen beim Wasserstoff-Ausbau

Der Leipziger Energiekonzern VNG kommt solide durch ein schwieriges Jahr. Doch beim Umbau der Energieversorgung und beim Blick auf den nächsten Winter sieht das Unternehmen Schwierigkeiten.

Von dpa

01.04.2026

VNG setzt weiter auf Biogas und Wasserstoff, sieht den Ausbau klimafreundlicher Gase aber durch unsichere Rahmenbedingungen gebremst.Hendrik Schmidt/dpa

VNG setzt weiter auf Biogas und Wasserstoff, sieht den Ausbau klimafreundlicher Gase aber durch unsichere Rahmenbedingungen gebremst.Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Der ostdeutsche Energiekonzern VNG sieht sich beim Ausbau klimafreundlicher Gase mit Verzögerungen konfrontiert. Bei verstärkte Nutzung von Wasserstoff verlaufe „deutlich langsamer als politisch geplant“, sagte Vorstandschef Ulf Heitmüller in Leipzig. Investitionen würden daher „konsequent auf regulatorische Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit“ geprüft. VNG fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen, um Investitionen in Wasserstoff, Biogas und die nötige Infrastruktur auszulösen.

Im operativen Geschäft blieben die Zahlen des Konzerns nahezu konstant. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) lag 2025 bei 422 Millionen Euro nach 430 Millionen Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis sank auf 200 Millionen Euro nach 232 Millionen Euro im Jahr 2024.

Befüllung der Gasspeicher zurzeit schwierig 

„VNG blickt erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück“, sagte Heitmüller. Trotz geopolitischer Unsicherheiten habe der Konzern seinen „wirtschaftlich stabilen Kurs fortgesetzt“.

Der Umsatz stieg auf rund 18 Milliarden Euro (2024: rund 16 Milliarden). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 33 auf 41 Prozent. Insgesamt investierte VNG 244 Millionen Euro.

Bei den Gasspeichern sieht VNG ebenfalls Herausforderungen. Die Speicher in Deutschland seien derzeit nur zu gut 20 Prozent gefüllt. Gas werde nur eingespeichert, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll sei, sagte Heitmüller. Derzeit erschwerten ungewöhnliche Preisentwicklungen die Befüllung.

Zugleich sieht VNG die Politik in der Pflicht. Der Markt allein könne die notwendige Befüllung der Speicher nicht immer sicherstellen. Diskutiert würden etwa strategische Gasreserven oder andere Modelle zur Absicherung für Krisenzeiten.

Der Leipziger Energiekonzern VNG meldet ein stabiles Geschäftsjahr 2025 und investiert weiter in Infrastruktur sowie klimafreundliche Gase.Hendrik Schmidt/dpa

Der Leipziger Energiekonzern VNG meldet ein stabiles Geschäftsjahr 2025 und investiert weiter in Infrastruktur sowie klimafreundliche Gase.Hendrik Schmidt/dpa

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