Söder lobt Wirtschaftskompetenz von Sven Schulze
In weniger als zwei Wochen wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Aus Bayern kommt Markus Söder in den Harz und springt dem CDU-Spitzenkandidaten bei, inklusive Seitenhieb gegen die AfD.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU, r) und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) diskutierten über Wirtschaftspolitik.Matthias Bein/dpa
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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützt seinen sachsen-anhaltischen Amtskollegen Sven Schulze (CDU) im Wahlkampf-Endspurt. Er sei von Schulze überzeugt, sagte Söder bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wernigerode im Harz. „Ich unterstütze euren Ministerpräsidenten.“ Söder sagte: „Es ist in diesen Zeiten einfach gut, einen als Ministerpräsident zu haben, der von Wirtschaft eine Ahnung hat.“ Wichtig sei, vernetzt zu sein und zu wissen, wo man anrufe, um etwas zu erreichen. Das gelte auch in Europa. Söder betonte zudem: „Ich finde, der Osten muss auch in der Bundespolitik eine größere Rolle spielen.“
Schulze ist Wirtschaftsingenieur, arbeitete in der Wirtschaft und war Europaabgeordneter sowie Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt. Seit Januar ist er Ministerpräsident. Er tritt bei der Landtagswahl in knapp zwei Wochen als Spitzenkandidat an, seine CDU liegt in bisherigen Umfragen aber deutlich hinter der AfD.
AfD-Pläne „das schlimmste wirtschaftliche Schredder-Programm“
Man komme nicht weiter mit der Ablehnung Europas, sagte Söder mit Blick auf die AfD. Die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel hatte kürzlich die Absicht ihrer Partei bekräftigt, im Fall einer Regierungsübernahme aus dem Euro auszusteigen und aus dem Schengener Abkommen über prinzipiell kontrollfreien Verkehr an den Binnengrenzen. Söder bezeichnete es als „das schlimmste wirtschaftliche Schredder-Programm, das wir machen können“.
Schulze und Söder waren in Wernigerode mit mehreren Hundert Zuschauern zusammengekommen unter dem Motto „Wirtschaft ist Chefsache. Wie viel Bayern kann Sachsen-Anhalt?“. Schulze sagte zu Söder: „Ihr habt in Bayern echt was erreicht, echt was geschafft. Und ehrlich gesagt, das ist auch ein Stück weit Vorbild für uns.“ Bayern sei nicht immer da gewesen, wo es heute sei, sondern ist durch harte Arbeit passiert. „Und das ist für mich der Punkt, der enorm wichtig ist. Man muss hart arbeiten.“
Markus Söder hob die Wirtschaftskompetenz von Sven Schulze hervor.Matthias Bein/dpa
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