Lies: Olympia-Bewerbung ist Chance für Norddeutschland
Niedersachsens Ministerpräsident sieht in einer Olympia-Bewerbung Hamburgs eine Chance für ganz Norddeutschland. Warum er auf gemeinsame Interessen und mehr Investitionen setzt.
Die fünf norddeutschen Regierungschefs Peter Tschentscher (von links nach rechts, SPD, Hamburg), Olaf Lies (SPD, Niedersachsen), Manuela Schwesig (SPD, Mecklenburg-Vorpommern), Daniel Günther (CDU, Schleswig-Holstein) und Andreas Bovenschulte (SPD, Bremen) arbeiten in manchen Bereichen eng zusammen. (Archivbild)Britta Pedersen/dpa
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Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sieht eine mögliche Olympiabewerbung Hamburgs als Chance für ganz Norddeutschland. „Wenn sich Deutschland der Welt präsentiert, dann muss es innovativ, zukunftsfähig und offen sein. Der Norden kann genau das bieten. Und wir sind dran“, sagte Lies im Podcast „Hamburg 2040“ der Handelskammer Hamburg.
Norden muss sich als ein Wirtschafts- und Lebensraum verstehen
Eine Bewerbung dürfe kein Einzelprojekt sein, sondern müsse von allen norddeutschen Bundesländern gemeinsam getragen werden. Der Norden müsse sich als zusammenhängender Wirtschafts- und Lebensraum verstehen, sagte Lies.
Die norddeutschen Länder seien politisch und wirtschaftlich am stärksten, wenn sie mit einer Stimme sprächen. „Wir mögen uns – und wir verfolgen gemeinsame Interessen. Der Norden ist gemeinsam stärker als allein“, sagte er.
Lies: „Häfen sind keine regionale Aufgabe“
Lies verwies zudem auf die Bedeutung der Region für die Energieversorgung und die Industrie in Deutschland. Offshore-Windkraft, Wasserstoffwirtschaft und die Häfen seien zentrale Bausteine für Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz.
Deshalb müsse der Bund stärker in Infrastruktur im Norden investieren, etwa in Häfen, Schienen und digitale Netze. „Häfen sind keine regionale Aufgabe. Sie sind nationale Infrastruktur – und entscheidend für Deutschlands Sicherheit und Exportfähigkeit“, sagte Lies.