IG Metall kündigt Warnstreiks im Norden an
Arbeitgeber und Gewerkschaften der Metall- und Elektroindustrie verhandeln im Norden. Eine Einigung bei Gesprächen konnten beide Parteien bislang nicht erzielen - darum gibt es nun Warnstreiks.
Daniel Friedrich von der IG Metall Küste hat Warnstreiks angekündigt, um in den Tarifverhandlungen den Druck zu erhöhen. (Arhivbild)Christian Charisius/dpa
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Die Gewerkschaft IG Metall Küste hat in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie das Angebot der Arbeitgeber zurückgewiesen und Warnstreiks für November angekündigt. Die vorliegende Offerte verschärfe die Verhandlungen und erschwere eine Lösung, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Küste nach der zweiten Verhandlung in Oldenburg. „Bei einer Inflationsrate von aktuell 3,3 Prozent wäre das eine knallharte Minusrunde für die Beschäftigten.“ Die Arbeitgeber hatten eine Einmalzahlung von 700 Euro zum 1. Juli 2027 und ein Jahr darauf eine Gehaltserhöhung von 1,3 Prozent angeboten.
Dieser Vorschlag sei weit weg von einer Lösung, klagte Friedrich. Die Gewerkschaft ist mit der Forderung von fünf Prozent mehr Gehalt und Ausbildungsentschädigung in die Tarifverhandlungen gegangen. Nun kündigte sie an, den Druck zu erhöhen. „Die Tarifbewegung geht jetzt auf die Straße“, sagte Friedrich. Bis Ende Oktober gilt noch eine Friedenspflicht. Warnstreiks sind demnach ab dem 1. November möglich. Die nächste Tarifrunde ist am 6. November in Bremen geplant.
Die IG Metall Küste verhandelt für insgesamt 130.000 Beschäftigte in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen.