Wissenschaft

Uniper sichert sich große Mengen Öko-Flugzeugtreibstoff

Man nehme Grünstrom, Wasserstoff und CO2 und mache daraus Kerosin: Fertig ist nachhaltiger Flugkraftstoff. In einigen Jahren soll das in Dänemark in großem Stil passieren. Uniper will profitieren.

Von dpa

23.09.2026

Uniper will in den kommenden Jahren große Mengen Öko-Flugtreibstoff aus Dänemark beziehen. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Uniper will in den kommenden Jahren große Mengen Öko-Flugtreibstoff aus Dänemark beziehen. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Der Energiekonzern Uniper setzt auf Öko-Flugzeugtreibstoff: Mit dem US-Unternehmen Arcadia eFuels hat die Düsseldorfer Firma sich jetzt auf die Abnahme von jährlich 40.000 Tonnen nachhaltig erzeugten Kerosins geeinigt. Die Vereinbarung gelte für mehr als zehn Jahre, teilten die Unternehmen gemeinsam mit. 

„Das vertraglich vereinbarte Volumen entspricht dem Treibstoffbedarf von rund 1.000 Boeing-787-9-Flügen zwischen Düsseldorf und Abu Dhabi pro Jahr“, hieß es. Es handele sich um eine der bislang größten angekündigten Abnahmevereinbarungen. Hintergrund ist eine EU-Vorschrift, nach der in den kommenden Jahren ein immer größer werdender Anteil der auf EU-Flughäfen bereitgestellten Treibstoffe klimafreundlich sein muss. 

Lieferungen sollen Anfang der 2030er Jahre beginnen

Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er-Jahre beginnen. Arcadia eFuels will den Kraftstoff in einer Anlage im dänischen Vordingborg herstellen, die nach eigenen Angaben eine Jahreskapazität von rund 80.000 Tonnen haben soll.

Das Kerosin wird auch eSAF genannt, die Abkürzung für „electricity-based sustainable aviation fuel“. Auf Deutsch heißt das: strombasierter nachhaltiger Flugkraftstoff. Hergestellt wird eSAF aus erneuerbarem Strom, nachhaltig erzeugtem Wasserstoff und Kohlendioxid. Im Vergleich zu konventionellem Flugkraftstoff könnten damit die Treibhausgasemissionen um bis zu 98 Prozent reduziert werden, so die Unternehmen.

Die Vereinbarung schaffe die Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähigen europäischen eSAF-Markt, erklärte Uniper-Chef Michael Lewis laut der Mitteilung. „Für Uniper ist sie zudem ein wichtiger Schritt, um in einem Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial eine starke Position aufzubauen.“