Politik Inland

„In den Dschihad gezogen“: Prozess um Messerangriffe startet

Dreifacher versuchter Mord und Angriff auf Polizisten: Ein 18-Jähriger steht wegen mutmaßlich islamistischer Messerangriffe in Düsseldorf vor Gericht.

Von dpa

14.06.2026

Die Anklage gegen den mutmaßlichen Islamisten wurde zugelassen. (Archivbild) Federico Gambarini/dpa

Die Anklage gegen den mutmaßlichen Islamisten wurde zugelassen. (Archivbild) Federico Gambarini/dpa

© Federico Gambarini/dpa

Mit dem Messer in den Heiligen Krieg: Ein Schüler eines Berufskollegs soll in Essen islamistisch motivierte Messerattacken verübt haben. Von Montag (10.30) an muss sich der inzwischen 18 Jahre alte Angeklagte im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts verantworten. 

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm dreifachen versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung vor. Er soll vor neun Monaten mehrfach auf eine 45-jährige Lehrerin eingestochen haben. Auch einen Hausmeister an einer Grundschule und einen Obdachlosen an einer Bushaltestelle soll der junge Kosovar angegriffen haben. 

Danach habe er noch möglichst viele Juden töten wollen, aber keine gefunden, als er zweimal an der Alten Synagoge in Essen erschien und nach ihnen Ausschau gehalten habe. Nach Ansicht der Bundesanwaltschaft waren die Taten islamistisch motiviert: Der damals 17-jährige Jugendliche sei als überzeugter Islamist gegen vermeintliche Ungläubige in den Dschihad gezogen.

Polizisten in Spezialausrüstung sind am Tattag Anfang September 2025 in Essen im Einsatz.Henning Kaiser/dpa

Polizisten in Spezialausrüstung sind am Tattag Anfang September 2025 in Essen im Einsatz.Henning Kaiser/dpa

© Henning Kaiser/dpa

Karte
Das könnte Sie auch interessieren

Politik Inland

zur Merkliste

Gefechtsübung in Litauen: „Im Krieg wäre ich jetzt tot“

An der Ostflanke der Nato übt die Bundeswehr-Panzerbrigade „Litauen“ erstmals das Gefecht. Der neue Verband ist Teil der Abschreckung, aber auch Versuchslabor für das Ziel Kriegstüchtigkeit.

Politik Inland

zur Merkliste

Ermittlungen nach Anti-Merz-Graffitis eingestellt

Wegen Schmierereien gegen Friedrich Merz gab eine Hausdurchsuchung bei einer jungen SPD-Frau. Doch ein Anfangsverdacht erhärtet sich nicht. Was die Auswertung von Nachrichten und Spraydosen offenbart.