Dynamit Nobel Defence plant Minenfabrik in Lettland
Nicht nur Panzersperren und Betonblöcke sollen Lettland im Ernstfall vor Angriffen schützen, sondern auch Minen. Produziert werden sollen sie vor Ort - von einem deutschen Unternehmen.
Lettland will seine Ostgrenze mit Verteidigungsanlagen und physischen Barrieren gegen mögliche Angriffe sichern. (Archivbild)Alexander Welscher/dpa
© Alexander Welscher/dpa
Der deutsche Waffenhersteller Dynamit Nobel Defence will eine Produktionsstätte für Panzerabwehrminen in Lettland errichten. Im Beisein des lettischen Verteidigungsministers Andris Spruds wurde dazu in Riga eine entsprechende Absichtserklärung zwischen dem Rüstungsunternehmen und der lettischen State Defence Corporation unterzeichnet.
Die Fabrik soll demnach 2028 ihren Betrieb in dem an Russland und dessen Verbündeten Belarus grenzenden baltischen EU- und Nato-Land aufnehmen. Produziert werden sollen Minen vorrangig für die lettische Armee, hieß es in der Ministeriumsmitteilung.
Lettland hatte zuvor bereits im Oktober 2025 für 50 Millionen Euro bei Dynamit Nobel Defence ein ferngesteuertes Minenverlegesystem bestellt. Der Baltenstaat will - wie auch Estland und Litauen - seine Ostgrenze mit Verteidigungsanlagen und physischen Barrieren gegen mögliche Angriffe sichern. Auch Minen sollen dazu im Ernstfall verlegt werden. Damit reagieren die Regierungen in Tallinn, Riga und Vilnius auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, der als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen wird.