Köln zeigt sich solidarisch - queerer Gottesdienst
In Berlin fährt ein Fahrzeug am Rande des CSD in die Menge, eine Frau stirbt, viele werden verletzt, der Täter wird gesucht. Die größte NRW-Stadt Köln zeigt sich solidarisch.
Nach dem Angriff am Rande des CSD in Berlin zeigt sich Köln solidarisch. (Archivbild) Thomas Banneyer/dpa
© Thomas Banneyer/dpa
Die Millionenstadt Köln zeigt sich nach dem tödlichen Angriff auf den Christopher Street Day solidarisch: Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) sprach von einem Angriff gegen die Werte, für die der CSD stehe, wie Freiheit, Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander. „Köln steht fest an der Seite der queeren Community“, betonte der SPD-Politiker.
„Als Stadt der Vielfalt werden wir auch künftig alles dafür tun, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität frei, sicher und ohne Angst leben und feiern können.“ Die Queere Kirche in Köln und Region lud für Sonntagabend zu einem Gottesdienst in die evangelische St. Johannes-Kirche ein. Man wolle Raum geben für Trauer, Klage, Gebet und Solidarität, kündigten die Veranstalter an, die zum evangelischen Kirchenkreis-Mitte gehören.
Die Polizei in Berlin sucht weiter nach dem Mann, der am Samstagabend ein Auto in eine Menschenmenge unweit der CSD-Feier gefahren hatte. Er ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet. Bei dem Angriff war eine Frau getötet worden, unter 16 Verletzten sind drei lebensbedrohlich betroffen.