Panorama

Böhmisch-österreichische Schmankerl: Marillenknödel-Rezept

Frische Aprikosen oder aus der Dose? Beate Wöllstein, Konditormeisterin und Inhaberin einer Backschule, verrät, worauf es beim perfekten Marillenknödel ankommt und wie die Füllung zum Highlight wird.

Von dpa

08.07.2026

Puderzucker, süße Streusel - und drinnen die Sommerfrucht: Marillenknödel sind eine Genießer-Süßspeise.Beate Wöllstein/Wöllsteins Desserthaus/dpa-tmn

Puderzucker, süße Streusel - und drinnen die Sommerfrucht: Marillenknödel sind eine Genießer-Süßspeise.Beate Wöllstein/Wöllsteins Desserthaus/dpa-tmn

© Beate Wöllstein/Wöllsteins Desserthaus/dpa-tmn

Marillenknödel selbst zubereiten – und dafür frische Steinfrüchte verwenden oder hochwertige aus der Dose? „Geht beides“, sagt Beate Wöllstein, Münchner Konditormeisterin und Inhaberin der Backschule „Wöllsteins Desserthaus“. Hauptsaison für frische Aprikosen - oder wie man im Alpenraum sagt: Marillen - sind die Sommermonate und Juli und August. 

„Das Obst sollte am besten möglichst bald nach dem Kauf verwendet werden, da es nicht lange hält“, rät Wöllstein. Sollen die orangefarbenen Früchte für Marillenknödel sein, dann beim Kauf unbedingt auf die Größe achten: „Die Marillen sollten eher klein sein, damit sie sich gut von dem Teig umhüllen lassen.“ Sie rät auch zu reifen Aprikosen. „Wenn sich der Kern leicht vom Fruchtfleisch löst, ist die Marille reif“, sagt die Konditormeisterin.

Hier verrät sie ihr Rezept für 12 Marillenknödel.

Zutaten 

Für den Kartoffelteig:

  • 500 g mehlige Kartoffeln, gekocht und gepresst (netto ohne Schale; brutto rechnet man mit 730 g)
  • 50 g zerlassene Butter
  • 4 g Salz
  • 35 g Zucker (optional, kann auch weggelassen werden)
  • 180 g Mehl, Type 550
  • 50 g Hartweizengries
  • 40 g Eigelb
  • 50 g Ei

Für die Füllung:

  • 12 Stück frische Aprikosen 
  • 12 Stück Würfelzucker

Für die Semmelbrösel:

  • 200 g Butter
    300 g Semmelbrösel
    Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

  • Kartoffeln schälen, für ca. 20 bis 25 Minuten weich kochen und auskühlen lassen.
  • Für die Semmelbrösel die Butter in der Pfanne erhitzen und die Semmelbrösel dazu geben. Unter ständigem Rühren die Brösel langsam goldgelb rösten und beiseitestellen.
  • Die abgekühlten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken und die Menge nochmals wiegen – es sollten 500 g sein.
  • Die Butter auf dem Herd flüssig werden lassen.
  • Die Kartoffelmasse mit flüssiger Butter, Salz, Zucker, Mehl, Hartweizengrieß, Eigelb und Ei zu einem glatten Teig kneten. Den Teig mit etwas Mehl bestäuben und für etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank kühlen.
  • Auf einer Backmatte den Teig mit etwas Mehl zu einer 4 cm dicken Rolle formen. Von der Rolle zwölf Stücke abschneiden und auf der bemehlten Backmatte die Stücke auf 1 cm plattdrücken.
  • Bei frischen Aprikosen: Die gewaschenen und getrockneten Aprikosen so halbieren, dass sie noch an einem Ende aneinanderhängen. Die aufgeschnittene Aprikose in der Mitte platzieren. 1 Stück Würfelzucker in die Mitte der Aprikose legen und mit Teig verschließen. Dafür den Teig in die Hand nehmen und ihn vorsichtig um die Marille hüllen. Dabei darauf achten, dass der Teig überall gleich dick bleibt. Die Masse zu einer Kugel formen und auf einem bemehlten Brett absetzen.
    Bei Aprikosen aus der Dose: Ware gut abtropfen lassen und ebenso verfahren wie mit frischen Aprikosen – nur eben ohne Würfelzucker hinzuzufügen.
  • Die Knödel in leicht siedendes und leicht gesalzenes Wasser legen und für 10 Minuten sieden lassen.
  • Mit einem Schöpflöffel herausnehmen und in den inzwischen goldgelb gebackenen Semmelbröseln rollen.

Serviertipp: Warm auf Vanillesauce servieren. Nochmals extra süße Brösel über den Knödel geben und mit Puderzucker bestreuen.

Perfekt umhüllt: Am besten geht das mit frischen kleinen Aprikosen.Beate Wöllstein/Wöllsteins Desserthaus/dpa-tmn

Perfekt umhüllt: Am besten geht das mit frischen kleinen Aprikosen.Beate Wöllstein/Wöllsteins Desserthaus/dpa-tmn

© Beate Wöllstein/Wöllsteins Desserthaus/dpa-tmn

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