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Ufo-Turm und „Taucherhelm“ - Müther-Woche auf Rügen

Wie ein in den Dünen gelandetes Ufo wirkt der Rettungsturm des Bauingenieurs Ulrich Müther in Binz. Ganz in der Nähe gibt es eine neue Ausstellung über den Visionär von der Ostsee.

Von dpa

26.09.2026

Der Müther-Rettungsturm öffnet während der Müther-Woche zeitweise für Besucher.Stefan Sauer/dpa

Der Müther-Rettungsturm öffnet während der Müther-Woche zeitweise für Besucher.Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

Er gilt mit seinen futuristisch anmutenden Bauten als einer der bekanntesten Bauingenieure der DDR - nun veranstaltet Binz wieder eine ganze Themenwoche rund um den in dem Ostseebad geborenen Visionär Ulrich Müther (1934-2007). So führt in der Woche vom 28. September etwa eine Bustour zu Müther-Bauten auf der Insel Rügen. Zeitweise öffnet zudem Müthers Rettungsturm im Ufo-Look am Strandabgang für Besucher und Besucherinnen. Auch ein Theaterstück im Binzer Besucherzentrum steht auf dem Programm.

Bereits geöffnet ist zudem die neue Dauerausstellung „Müther – Grenzgänger der Ostmoderne“, die Einblicke in Müthers Leben, seine Konstruktionen und das politische Umfeld seiner Zeit gibt. Am Mittwoch findet eine Veranstaltung zur offiziellen Eröffnung statt.

„Taucherhelm“ genanntes Buswartehäuschen 

Eine seiner Schöpfungen auf der Insel ist das Buswartehäuschen in der Gemeinde Buschvitz. Als 1973 ein Sturm sämtliche Wartehäuschen auf der Insel zerstörte, war eine Lösung für den Schulbusverkehr nötig. Daraufhin entwickelten die damalige Bürgermeisterin Eva Preuhs und der mit ihr befreundete Müther die Idee für das Wartehäuschen. Wegen seiner Schalenbauweise und seinen seitlichen Bullaugen wird das windsichere Häuschen im Volksmund auch „Taucherhelm“ genannt.

Pilzschale und Panorama-Blick - auch das Inselparadies von Müther kommt mit Besonderheiten daher.Stefan Sauer/dpa

Pilzschale und Panorama-Blick - auch das Inselparadies von Müther kommt mit Besonderheiten daher.Stefan Sauer/dpa

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Müthers Inselparadies in Baabe mit der Pilzschale, die das Dach bildet, und integrierter Beleuchtung in der Schale bietet einen Panorama-Blick auf die Ostsee.

Müther haben besonders seine auffälligen Betonbauten und Hyparschalenkonstruktionen im In- und Ausland bekannt gemacht. Hyparschalen sind dünne Betonkonstruktionen, die große Spannweiten erlauben. Von ihm stammen unter anderem der Warnemünder „Teepott“, die Kuppel eines Planetariums in Berlin oder auch Kirchenbauten. Seine Bauten stehen unter anderem in Libyen, Jordanien und Kuba. Weltweit entstanden mehr als 70 Müther-Bauten.

Auch in Glowe auf Rügen hat Müther, der von der Insel kommt, seine Spuren hinterlassen.Stefan Sauer/dpa

Auch in Glowe auf Rügen hat Müther, der von der Insel kommt, seine Spuren hinterlassen.Stefan Sauer/dpa

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