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Skikompaktkurse gehören für viele Schüler weiter dazu

Sie sind teuer und organisatorisch aufwendig, zugleich aber Tradition an vielen Schulen - die Skikompaktkurse. Vor gut einem Jahr gab es eine hitzige Debatte dazu. Wie ist der Stand?

Von dpa

26.09.2026

Ab auf die Piste hieß es im vergangenen Winter wieder für viele Schüler aus Sachsen-Anhalt. (Symbolbild)Bernd Thissen/dpa

Ab auf die Piste hieß es im vergangenen Winter wieder für viele Schüler aus Sachsen-Anhalt. (Symbolbild)Bernd Thissen/dpa

© Bernd Thissen/dpa

Der Wirbel um Skikurse als Teil des Sportunterrichts in Sachsen-Anhalt hat sich gelegt - neue Zahlen zeigen, dass im vergangenen Winter wieder deutlich mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler auf die Pisten gegangen sind. Das geht aus einer Sonderabfrage des Landesschulamts bei den Schulen hervor. Es hätten aber nicht alle Schulen geantwortet, so das Bildungsministerium in Magdeburg.

„Nach den vorliegenden Rückmeldungen haben von den an der Umfrage beteiligten Schulen 79 Schulen die Durchführung von insgesamt 87 Wintersportkompaktkursen im Schuljahr 2025/2026 gemeldet“, hieß es. 2.416 Schülerinnen und Schüler hätten an den gemeldeten Wintersportkompaktkursen teilgenommen. 291 Lehrkräften hätten sie begleitet, außerdem seien 134 sonstige Begleitpersonen dabei gewesen. Es seien 208 Sportlehrkräfte dabei gewesen. Gemeldet wurden 15 Kurse in Deutschland und 87 Kurse im Ausland.

Genaue Vergleiche zu den Vorjahren nicht möglich

Ein Vergleich zu den beiden Vorjahren sei in der Detailtiefe nicht möglich, erklärte das Bildungsministerium, weil die Daten nicht vorlägen. „Hinzu kommt, dass sich die Rechtsgrundlage und damit die Rahmenbedingungen zwischenzeitlich verändert haben.“ Ein neuer Runderlass zu Wintersportkompaktkursen wurde demnach im September 2025 veröffentlicht.

„Da solche Kurse in der Regel mit erheblichem zeitlichem Vorlauf geplant und gebucht werden und es zudem eine Übergangsregelung gab, spiegeln die Angaben zum Schuljahr 2025/2026 die neuen Vorgaben noch nicht vollständig wider. Deutlichere Auswirkungen der neuen Regelungen werden daher voraussichtlich erst ab dem Schuljahr 2026/2027 sichtbar.“

Gefragt nach den Kosten, die für das Land Sachsen-Anhalt aus den Kursen entstanden sind für die Dienstreisen und Reisekosten, antwortete das Bildungsministerium: „Für das Schuljahr 2025/2026 wurden bislang insgesamt 185.399,92 Euro für Wintersportkompaktkurse durch das Land Sachsen-Anhalt erstattet.“

Das ist die Vorgeschichte

Die vormalige CDU-Bildungsministerin Eva Feußner hatte teils heftige Kritik auch aus den Reihen ihrer eigenen Fraktion auf sich gezogen, weil sie die Kurse als Teil des Sportunterrichts zunächst abgeschafft hatte. Hohe Kosten, organisatorischer und personeller Aufwand waren ihre Argumente. Es gab dann ein klärendes Gespräch in der Staatskanzlei. Schließlich stand fest, dass die Kurse bleiben. Ende Juni 2025 entließ der damalige Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) Eva Feußner.

So sind die aktuellen Regeln

Es wurden neue Regeln auch für andere Wintersportarten aufgestellt. Fortan war von Winterkompaktkursen die Rede. „Die gemeinsamen Aktivitäten und Erlebnisse beim Langlauf, Ski Alpin, Snowboarden, Eislaufen und Rodeln stärken das Gruppengefühl und fördern das soziale Wohlbefinden. Somit können in komplexer Weise beim Bewegen auf Schnee und Eis die Kompetenzanforderungen der Lehrpläne vermittelt werden“, heißt es im Erlass.

Die Wintersportkompaktkurse sollen in der Regel 5 bis 6 Tage dauern und etwa 30 Stunden Unterricht umfassen. Es sollen mindestens 8 und maximal 15 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Neben der unterrichtenden Lehrkraft ist der Einsatz einer weiteren Begleitperson zwingend erforderlich. Die Kurse können auch in den Ferien durchgeführt werden.

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