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Tod eines Polizisten – Bundesgerichtshof muss Urteil prüfen

Eine tödliche Verfolgungsjagd in Brandenburg, ein umstrittenes Urteil und die Frage: War es Mord? Der Fall um einen getöteten Polizisten aus Dresden beschäftigt weiter die Justiz.

Von dpa

08.05.2026

Der Angeklagte war wegen eines illegalen Autorennens verurteilt worden. (Archivbild)Frank Hammerschmidt/dpa

Der Angeklagte war wegen eines illegalen Autorennens verurteilt worden. (Archivbild)Frank Hammerschmidt/dpa

© Frank Hammerschmidt/dpa

Der Tod eines Dresdner Polizisten in Südbrandenburg durch einen flüchtenden Autodieb beschäftigt weiter die Justiz. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte haben Revision gegen das Urteil vom Mittwoch eingelegt, wie das Landgericht in Cottbus mitteilte. Als nächsthöhere Instanz habe darüber nun der Bundesgerichtshof zu entscheiden.

Der 27-Jährige aus Polen war wegen eines illegalen Autorennens mit Todesfolge zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Die Gesamtfreiheitsstrafe setzt sich laut Urteil aus acht Jahren für den Fall in Lauchhammer und zweieinhalb Jahren aus Vorverurteilungen wegen schweren Bandendiebstahls zusammen.

Staatsanwaltschaft sah Mord zur Verdeckung einer Straftat

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann Mord vorgeworfen und eine lebenslange Haftstrafe gefordert, weil er ihr zufolge in der Absicht gehandelt hatte, seine Beteiligung am Diebstahl mehrerer Autos zu verdecken. 

Der Verteidiger hatte dagegen beantragt, ihn wegen eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von nicht mehr als acht Jahren und sechs Monaten zu verurteilen. Für die Tat in Lauchhammer hatte sich die Verteidigung für eine Teilstrafe von sechs Jahren ausgesprochen.

Der Tod des Polizisten Maximilian Stoppa aus Sachsen hatte bundesweit große Bestürzung ausgelöst. Der 32-Jährige war im Januar 2025 gerade dabei, in Lauchhammer aus einem Auto auszusteigen, als ihn der Angeklagte nach einem Autodiebstahl mit dem Wagen erfasste und tötete.

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