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Neue Ambulanz für Kinderschutz in Eberswalde eröffnet

Wichtige erste Hilfe für Kinder in Not: Nun gibt es auch in Eberswalde eine Kinderschutzambulanz. Noch fehlt die langfristige Finanzierung, doch drei weitere Standorte sind in Brandenburg geplant.

Von dpa

28.04.2026

Erst kürzlich hatte in Potsdam die erste Kinderschutzambulanz des Landes offiziell eröffnet. (Archivbild)Bernd von Jutrczenka/dpa

Erst kürzlich hatte in Potsdam die erste Kinderschutzambulanz des Landes offiziell eröffnet. (Archivbild)Bernd von Jutrczenka/dpa

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Brandenburgs zweite Kinderschutzambulanz hat in Eberswalde offiziell eröffnet. Damit Ärztinnen und Ärzte in einem geschützten Raum abklären können, ob Kindern Gewalt angetan wurde, gibt es außer in Potsdam nun auch im Landkreis Barnim eine solche Ambulanz am GLG Werner Forßmann Klinikum. Dort wurde nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits Anfang April mit der Arbeit begonnen.

Die Ambulanz sei in Kooperation mit den Landkreisen Barnim, Märkisch-Oderland und Uckermark gegründet worden, teilte das GLG Werner Forßmann Klinikum mit. „Wir schließen damit eine Lücke an der Schnittstelle von Medizin und Jugendhilfe.“ Gibt es den Verdacht, dass Kinder misshandelt oder missbraucht wurden, kann das Jugendamt sie dorthin zur Begutachtung schicken. 

Fünf Versorgungsregionen in Brandenburg werden abgedeckt

Drei weitere Ambulanzen sind laut Ministerium im Land geplant: in Frankfurt (Oder), Neuruppin und Lauchhammer. Sie sollen im Laufe des Jahres folgen. „Mit diesen fünf Einrichtungen werden alle fünf Krankenhausversorgungsregionen in Brandenburg abgedeckt.“ Weitere Standorte seien denkbar, beispielsweise Cottbus sei im Gespräch.

Bisher gibt es nur eine Anschubfinanzierung der Ambulanzen von insgesamt 170.000 Euro aus Lotto-Mitteln - wie es weitergeht, ist dem Ministerium zufolge noch unklar. Bei der Eröffnung der Potsdamer Kinderschutzambulanz vor zwei Wochen hatten sowohl Gesundheitsminister René Wilke (SPD) als auch Jugendminister Gordon Hoffmann (CDU) betont, wie wichtig sie deren Arbeit für den Kinderschutz im Land finden.

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