Konflikt im Rotlichtmilieu – Vater und Sohn sollen in Haft
Ein Konflikt im Rotlichtmilieu eskaliert: Ein Ehepaar schwebt zeitweise in Lebensgefahr, mehrere Menschen sind verletzt. Was ist in der Nacht passiert? Auch ein Prozess kann nicht alle Fragen klären.
Das Gericht hat keine Zweifel an der Schuld der Angeklagten.Sina Schuldt/dpa
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Wegen eines eskalierten Konflikts im Bremer Rotlichtmilieu sollen zwei Männer mehrere Jahre ins Gefängnis. „Es wurde ein regelrechtes Blutbad im Schlafzimmer der Geschädigten angerichtet“, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung am Landgericht Bremen. Ein Angeklagter soll demnach dreizehn Jahre in Haft, sein Sohn elfeinhalb Jahre. Das Urteil gegen die beiden Bulgaren unter anderem wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags ist noch nicht rechtskräftig.
Machtkampf im Rotlichtmilieu
Das Gericht ist überzeugt, dass Vater und Sohn im Juli 2025 nachts in eine Bremer Wohnung eingedrungen sind. Sie sollen unvermittelt auf einen schlafenden Mann eingeprügelt und mit einem Messer auf ihn eingestochen haben. Als seine Frau hinzukam, sollen die Angeklagten auch auf sie eingestochen haben. Das Ehepaar schwebte in Lebensgefahr und musste notoperiert werden. Auch ein weiterer Mann und die Angeklagten selbst wurden verletzt.
Motiv für die Tat war laut Anklage, dass die Frau nicht für den älteren Angeklagten als Prostituierte arbeiten wollte. Das Gericht konnte die Hintergründe nach eigenen Angaben im Prozess nicht klären. Die Aussagen der Angeklagten, der Nebenkläger und von Zeugen seien zu widersprüchlich gewesen. Dennoch geht das Gericht ebenfalls von einem Konflikt im Rotlichtmilieu aus.
Wie weit die Ansichten zu dem Konflikt auseinandergehen, wurde schon bei den Plädoyers deutlich: Die Verteidigung hatte Freispruch, Staatsanwaltschaft und Nebenklage jeweils 13 Jahre Haft für die beiden Angeklagten im Alter von 40 und 23 Jahren gefordert.