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Grüne: Schwesig soll Spekulationen über SPD-Vorsitz beenden

Wird Manuela Schwesig bald SPD-Chefin? Mecklenburg-Vorpommerns Grünen-Spitzenkandidatin Claudia Müller erwartet eine eindeutige Antwort und verweist auf Schwesigs Wahlkampfslogan für den Nordosten.

Von dpa

17.08.2026

Claudia Müller, Spitzenkandidaten der Grünen für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, wünscht sich von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) klare Worte. Kay Nietfeld/dpa

Claudia Müller, Spitzenkandidaten der Grünen für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, wünscht sich von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) klare Worte. Kay Nietfeld/dpa

© Kay Nietfeld/dpa

Die Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Claudia Müller, hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) aufgefordert, Spekulationen über eine mögliche Kandidatur für den SPD-Bundesvorsitz entgegenzutreten. Im SPD-Landesverband findet man das „absurd“.

Unter Verweis auf einen Wahlkampfslogan der SPD für die Landtagswahl am 20. September sagt Müller: „Ich erwarte von jemandem, der plakatiert „Entscheidung für MV“, auch klar zu kommunizieren, ob die Entscheidung für MV auch persönlich gemeint ist.“ Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern sei kein Halbtagsjob. Sie wünsche sich daher „ein klares Bekenntnis der jetzigen und - ich gehe davon aus - auch künftigen Ministerpräsidentin für das Bundesland“, so Müller.

SPD fordert Rückkehr zu sachlicher Diskussion 

 „Diese Aufforderung ist absurd“, kontert der Generalsekretär der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, Julian Barlen. Schließlich habe Schwesig schon mehrfach unmissverständlich erklärt, dass sie nicht für den Parteivorsitz kandidiere, sondern sich auf das Amt der Ministerpräsidentin konzentriere und ihre Arbeit in den nächsten fünf Jahren fortsetzen wolle. „Ich appelliere an die Grünen, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren“, fügt er hinzu.

Wenn nicht-öffentlich über die Nachfolge von Lars Klingbeil und Bärbel Bas an der SPD-Spitze diskutiert wird, fällt immer wieder auch der Name von Manuela Schwesig. (Archivfoto)Jens Büttner/dpa

Wenn nicht-öffentlich über die Nachfolge von Lars Klingbeil und Bärbel Bas an der SPD-Spitze diskutiert wird, fällt immer wieder auch der Name von Manuela Schwesig. (Archivfoto)Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Als mögliche Nachfolger für die aktuellen SPD-Bundesvorsitzenden, Finanzminister Lars Klingbeil und Arbeitsministerin Bärbel Bas, werden neben Schwesig auch der frühere Arbeitsminister Hubertus Heil und der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, gehandelt. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte Schwesig erklärt, sie stehe für das Amt nicht zur Verfügung. Mit Blick auf die nächste Landtagswahl sagte sie damals: „Ich will mein Land vor der AfD retten.“