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Ebola-Patient soll in Berliner Charité kommen

Die Fallzahlen nach dem Ebola-Ausbruch im Kongo steigen weiter. Ein dort mit dem Virus infizierter US-Amerikaner soll in einer Spezialstation in Berlin versorgt werden.

Von dpa

19.05.2026

Die Charité verfügt über eine Sonderisolierstation. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

Die Charité verfügt über eine Sonderisolierstation. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Ein mit dem Ebola-Virus infizierter US-Amerikaner soll zur Behandlung nach Berlin kommen. Der Patient soll in die Sonderisolierstation der Charité gebracht werden, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Zuvor hatte der rbb darüber berichtet. 

Hintergrund ist den Angaben zufolge eine Bitte der US-Behörden an die Bundesregierung wegen der kürzeren Flugzeit nach Deutschland. Der Amerikaner hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo mit Ebola infiziert.

Spezialtransport nach Deutschland 

Der Transport nach Berlin soll von der US-Regierung von Uganda aus mit einem speziellen Flugzeug für hochinfektiöse Patienten organisiert werden, wie es vom Bundesgesundheitsministerium weiter hieß. Vom Berliner Flughafen zur Charité soll der Transport dann mit einem Rettungswagen erfolgen, der für Patienten mit hochansteckenden Infektionskrankheiten ausgestattet ist.

Zur Charité gehört eine Sonderisolierstation auf dem Campus Virchow-Klinikum. Diese verfügt über eine hoch spezialisierte Infrastruktur für die Versorgung von Patienten mit hochansteckenden lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten sowie für medizinische Lagen mit unklaren biologischen, chemischen oder radiologischen Kontaminationen, wie es in einer generellen Erläuterung heißt.

Sonderstation mit besonderem Schutz 

Die Station ist eine in sich geschlossene und geschützte Einheit. Sie ermöglicht die Isolation, Diagnostik und Behandlung von bis zu 20 Menschen gleichzeitig. Die Sonderstation verfügt über eigene Zugangswege und Schleusensysteme, Lüftungs- und Filteranlagen sowie eine geschlossene Abwasseraufbereitung. 

Für die Bevölkerung und für andere Patientinnen und Patienten der Charité bestehe keinerlei Gefahr, erläuterte das Gesundheitsministerium. Der Patient solle vollständig isoliert auf der Sonderstation aufgenommen und behandelt werden. Sie sei baulich und organisatorisch vom regulären Klinikbetrieb getrennt, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entsteht.

Ein US-Amerikaner soll an der Berliner Charité behandelt werden. (Archivbild)Dirole Lotsima Dieudonne/AP/dpa

Ein US-Amerikaner soll an der Berliner Charité behandelt werden. (Archivbild)Dirole Lotsima Dieudonne/AP/dpa

© Dirole Lotsima Dieudonne/AP/dpa