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Das wissen wir über das Coronavirus im Kreis Borken

Update Montag 17.40 Uhr / 448 bestätigte Fälle

Montag, 30. März 2020 - 18:03 Uhr

von Borkener Zeitung

Das Coronavirus verbreitet sich weiter. In NRW sind zahlreiche Personen erkrankt und in Behandlung. Wie sieht die Lage im Kreis Borken aus? Worauf sollte man achten? Was plant das Gesundheitsamt? In diesem Artikel werden wir alle Infos sammeln und neue Hinweise veröffentlichen, die zu diesem Thema bekannt werden.

Foto: Colourbox.de

+++Symbolbild+++

Karte zu den Infektionszahlen: Wir werden diese Karte regelmäßig aktualisieren und sie immer in diesem oberen Bereich des Tickers lassen. Darunter werden wir die neuen Meldungen für den Kreis Borken veröffentlichen. Gehen Sie mit der Maus oder mit Ihrem Finger auf die einzelne Kommune und Sie erfahren, wie viele Personen dort infiziert sind.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich im Verlauf des heutigen Montags von 2.345 auf jetzt 2.422 Fälle (Stand: 30. 3. 2020, 17.30 Uhr) nur leicht erhöht. Das entspricht einer Steigerung zum Vortag von 4,2 Prozent.

Wir übernehmen hier nur noch die aktuellen Zahlen für den Kreis Borken, die es vormittags und abends gibt.
Informationen zur Situation im Kreis Borken (Stand: 30.03.2020, 16.30 Uhr) Aktuell 363 infizierte Personen: insgesamt 448 bestätigte Fälle. 80 Menschen sind wieder gesundet. Fünf Personen sind verstorben.
Neben den lokalen Zahlen interessieren natürlich auch immer die überregionalen Zahlen. Hier geht es zur Karte des Robert-Koch-Instituts mit Zahlen für Deutschland.

Die WHO veröffentlicht regelmäßig auch die weltweiten Zahlen.

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Montag, 18 Uhr: Neue Zahlen für den Kreis Borken

Weitere zehn Corona-Tests sind positiv im Kreis Borken ausgefallen. Fünf Patienten sind wieder gesund. Mehr dazu finden Sie hier.

Montag, 16.30 Uhr:

Warnung vor Fakeseite zu „Soforthilfe für Corona“

Die Polizei warnt vor einer Fake-Seite zur Soforthilfe für Solo-Selbstständige und Unternehmer im Internet. Dort versprechen Betrüger den Antragstellern eine Soforthilfe von bis zu 30.000 Euro ohne Rückzahlung. „Nutzen Sie für Ihre Anträge ausschließlich Internetseiten offizieller Stellen wie der Bezirksregierung“, rät die Polizei. Denn: „Diese Seite ist keine offizielle Seite der Bundesregierung oder eines Bundeslandes. Es werden dort keine Gelder vergeben!“. Stattdessen werden über diese Seite personenbezogene Daten gesammelt. Weitere Infos gibt es hier.

Montag, 30. Arpil, 9.30 Uhr: Guten Morgen.
NRW plant Epidemie-Gesetz
Die Corona-Krise könnte in NRW zu einer Art Notstands-Gesetz führen, das den Behörden besondere Eingriffsmöglichkeiten gibt. So könnten sie auf medizinisches Material und auch Personal zugreifen. An etlichen Schulen könnten Abschlussverfahren ausgesetzt, an Unis die Prüfungsregeln gelockert werden. Der Gesetzesentwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, soll am Mittwoch dem Landtag vorgestellt werden.

Leere Straßen in NRW
0 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019 hat die Verkehrszentrale des Landesstraßendiensts bereits für das vorletzte Wochenende (21. und 22. März) verzeichnet. Für das nun zurückliegende Wochenende – mit Kontaktsperre – dürften die Zahlen noch höher liegen, heißt es in einer Mitteilung von „Straßen.NRW“.

Von Montag bis Freitag der vergangenen Woche habe die Verkehrszentrale in den Ballungsräumen dann noch einen Rückgang von bis zu 40 Prozent verzeichnet. Im Fernverkehr wurde auf den Transitstrecken ein Rückgang um 35 Prozent gemessen. Auffallend bei den Transitstrecken sei dabei ein deutlicher Rückgang des Verkehrs aus Polen in Richtung Niederlande.

Sonntag, 16.30 Uhr: Zahlen für den Kreis

Im Laufe des Wochenendes sind weitere Coronatests positiv ausgefallen. Es gibt 14 neue Fälle im Kreis Borken. 17 Menschen sind seit gestern wieder gesundet.

Sonntag, 13.11 Uhr: Fünter Todesfall
Im Kreis Borken ist es am Samstagabend zu einem weiteren – damit fünften – Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gekommen: Eine 78-jährige Vredenerin ist verstorben. Das teilt der Kreis Borken mit. Die Frau war dem Kreis als positiv auf das Coronavirus getestet bekannt und nach Vorgaben des Kreisgesundheitsamtes unter Quarantäne gestellt. Diese Vorgaben zur Quarantäne wurden strikt eingehalten.

Sonntag, 10.50 Uhr: Gottesdienst Live
Die St. Remigiuskriche hat einen Livestream gesartet. Die Sonntagsmesse wird aktuell auf Youtube übertragen.

Sonntag, 29. März, 10 Uhr. Guten Morgen
Die Polizei musste am Wochenende mehrere Treffen stoppen. Die Beteiligten hatten sich gegen die neuen Bestimmungen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen, widersetzt. In den Fällen leiteten die Beamten ein Bußgeldverfahren ein. Weitere Infos hier.

Samstag, 17 Uhr: Neue Zahlen für den Kreis Borken
Die Zahl der der Infektionen ist auf 424 Personen gestiegen. Am Tag zuvor waren es 399 Infizierte. 58 Personen sind wieder gesundet. Vier vorerkrankte Personen sind bisher am Coronavirus gestorben.
Weitere Infos zu den Zahlen finden Sie hier.

Samstag, 12.15 Uhr: NRW-Soforthilfe 2020
Die Bezirksregierung Münster hat zu diesem Hilfsprogramm für kleine und mittlere Betriebe sowie Solo-Selbstständige eine Hotline eingerichtet. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und Samstag und Sonntag von 8 bis 18 Uhr unter 0251 411-3400 geschaltet. Sie können auch eine E-Mail an info-soforthilfe@brms.nrw.de schreiben.

Samstag, 28. März, 8.36 Uhr. Guten Morgen
Wir starten in den Tag mit einem Blick ins Überregionale.
Pandemie verstehen: Kreis Heinsberg wird Corona-Labor
Der Kreis Heinsberg ist derzeit am schlimmsten vom Coronavirus betroffen. Jetzt steht die Region für einen wissenschaftlichen Test zur Verfügung. Eine Feldstudie soll der Politik wichtige Erkenntnisse darüber liefern, welche Schutzmaßnahmen effizient sind und welche man leicht aufheben kann.

Das Uniklinikum Münster sucht gesundete Corona-Patienten.
Die Mediziner wollen aus dem Blut gesundeter Corona-Patienten sogenannte Hyperimmun-Seren gewinnen, um daraus Abwehrstoffe zu isolieren, die sie schwer erkrankten Corona-Patienten verabreichen. Weitere Infos dazu gibt es hier.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat einen Infokanal über WhatsApp erstellt: Ab sofort informiert das Bundesministerium auch auf WhatsApp über das Coronavirus. Um den Infokanal zu nutzen, speichern Sie die Nummer +49 151 628 751 83 und schreiben „Start“ oder klicken Sie mobil hier: https://wa.me/4915162875183?text=Start

Mechtild Schulze Hessing: „Bleiben Sie Zuhause“:

Freitag, 20.05 Uhr: Gute Nacht

Wir verabschieden uns für heute von euch. Hier noch zwei kurze Meldungen für NRW:
Grenzüberschreitende Task-Force
Auf Initiative von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet haben Nordrhein-Westfalen, die Niederlande und Belgien eine „Cross- Border Task Force Corona“ ins Leben gerufen. Sie soll den gegenseitigen Informationsaustausch verbessern, Aktivitäten synchronisieren und Fragen von gemeinsamem Interesse zur Krisenbewältigung klären.

Arbeitsagentur vermittelt Erntehelfer
Die Saisonarbeiter aus Osteuropa fallen bei der Spargelernte aus. Um dennoch genügend Erntehelfer zu finden, richtet die Arbeitsagentur Ahlen-Münster – in Kooperation mit der Landwirtschaft – ab Montag einen neuen Vermittlungsservice ein.

Freitag, 17.06 Uhr: Ausführliche Infos
Wie sich die Zahlen in den vergangenen Tagen entwickelt haben, finden Sie ausführlich hier.

Freitag, 16 Uhr, Polizei löst Treffen auf
Die Polizei hat am Mittwoch eine Zusammenkunft von drei Personen in Borken aufgelöst. Die Erwachsenen im Alter von 50, 41 und 39 Jahren kamen gegen 20.15 Uhr an einer Schutzhütte am Schaddenkämpchen zusammen. Mit ihrem Treffen zu Dritt hatte das Trio gegen die derzeit geltenden Bestimmungen verstoßen, die eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen sollen: Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen sind bis auf bestimmte Ausnahmen untersagt. Die Polizei unterstützt die Ordnungsbehörden bei der Durchsetzung der neuen Bestimmungen. Das gemeinsame Ziel lautet, die Bevölkerung bestmöglich vor den Folgen der Pandemie zu schützen, heißt es in der Pressemitteilung.
Insgesamt vermeldet die Polizei kreisweit nur Einzelfälle von Verstößen gegen die derzeitige Verordnung. Ein überwältigender Anteil der Bürger hält sich an die Vorgaben und unterstützt so, dass die Ausdehnung des Virus gebremst wird.

Freitag, 15.10 Uhr: Es gibt einen vierten Todesfall
Im Kreis Borken ist es am Freitagmorgen zu einem weiteren – damit vierten – Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gekommen: Eine schwer mehrfacherkrankte 82-jährige Bocholterin ist im Bocholter Krankenhaus verstorben. Das teilt der Kreis Borken mit. Wie bei Covid-19 Erkrankungen aktuell seitens der Gesundheitsbehörden festgelegt, war die Patientin dort auf der Isolierstation untergebracht, wo sie dann in den frühen Morgenstunden verstorben ist.
„Unsere Gedanken sind bei der Familie der Verstorbenen. Ihr gilt unser tiefempfundenes Mitgefühl“, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. Gleichzeitig bekräftigt er seinen Dank an das medizinische Personal im Bocholter Krankenhaus wie überall im Kreisgebiet für deren unermüdlichen Einsatz. Zudem bittet er alle Bürger erneut eindringlich darum, sich trotz aller Widrigkeiten weiterhin genauso besonnen und umsichtig zu verhalten wie bisher. Eine weitere ausdrückliche Bitte von ihm: „Beachten Sie die ausgesprochenen Zugangsbeschränkungen für die Krankenhäuser sowie für die Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege, denn nur so können diese vor Coronavirus-Infektionen geschützt werden.“ Kranke, ältere und pflegebedürftige Personen gehören zur Risikogruppe. Sie haben wegen ihrer Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Darüber hinaus geht es darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich das Personal nicht infiziert, um die Versorgung pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen nicht zu gefährden.

Freitag, 14.35 Uhr: Hausärzteverband bittet um Spenden von Schutzmasken
Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe bittet Unternehmen, die derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen sind, vorhandene Schutzmasken zu spenden. „Wenn Sie Schutzmasken vorrätig haben, die Sie erübrigen können, stellen Sie uns diese bitte zur Verfügung. Der Hausärzteverband verteilt sie dann an die Hausarztpraxen und regionalen Behandlungszentren vor Ort weiter“, erklärt der Verband am Freitag in Unna. Der Aufruf gehe etwa an Nagelstudios, Tattoo-Studios, Lackierer oder Schreiner. Ein Team des Verbandes holt demnach die Spenden ab und organisiert die Weitergabe.

Freitag, 27. März, 7.30 Uhr: Guten Morgen
Wir starten in den Tag mit einem Blick in das Land NRW. Wie läuft es in anderen Orten? Welche Regeln und Hilfen laufen an?

Zwangsunterbringung für Corona-Verdachtsfälle
Die Stadt Menden im Sauerland steht aktuell wegen einer ungewöhnlichen Corona-Maßnahme in den Schlagzeilen. Zur zwangsweisen Unterbringung möglicher Quarantäne-Brecher hat die Stadt in einer Turnhalle ein vorsorgliches Lager eingerichtet. Es solle in erster Linie der Abschreckung dienen, sagte Sebastian Arlt, Corona-Krisenstabsmanager der Stadt im Sauerland.

Erneuter „Corona“-Angriff auf Polizisten
Die Meldung, dass Polizisten am vergangenen Wochenende bei der Auflösung einer sogenannten „Corona-Party“ in Greven von einem vermeintlich unter Quarantäne stehenden Mann angehustet und bespuckt worden sind, sorgte nicht nur in der Emsstadt für Entsetzen. Nun ereignete sich ein ähnlicher Fall in der Nähe von Bonn.

Einsatz von Tele-Intensivmedizin
„Die Coronavirus-Pandemie erhöht im gesamten Land die Nachfrage nach intensivmedizinischer und epidemiologischer Behandlung aufgrund der steigenden Zahl infizierter Patientinnen und Patienten. Das Virtuelle Krankenhaus ermöglicht durch den Einsatz von Tele-Intensivmedizin den Ärzten vor Ort den Rückgriff auf die Expertise der beiden Unikliniken Aachen und Münster. So können wir Covid-19-Patienten so lange wie möglich heimat- und familiennah bestmöglich behandeln“, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zum vorgezogenen Start des Virtuellen Krankenhauses NRW.

Donnerstag, 19.30 Uhr: Guten Abend
Wir beenden unseren Ticker für den heutigen Tag und wünschen allen einen ruhigen Abend.

Donnerstag, 18 Uhr: Video-Botschaft von Dr. Kai Zwicker

Donnerstag, 17.15 Uhr: Neue Zahlen
In der Karte haben wir die aktuellen Fallzahlen zum Coronavirus aktualisiert. Mittlerweile sind 41 Menschen wieder gesund. Im Kreis Borken gibt es allerdings auch drei Todesfälle, die mit dem Coronavirus im Zusammenhang stehen.

Donnerstag, 16.40 Uhr: „Krisenstab Wirtschaft“ wir im Kreis Borken einberufen
Am kommenden Dienstag, 31. März, soll auf Einladung von Landrat Dr. Kai Zwicker erstmals der „Krisenstab Wirtschaft“ zusammenkommen. Aufgabenstellung dieses neugeschaffenen Gremiums wird es sein, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im Westmünsterland zu beleuchten. Im zweiten Schritt sollen dann mögliche Strategien entwickelt werden, um die Auswirkungen zu mildern. Zur Mitwirkung eingeladen sind die Vertreter der Wirtschaftsförderungen, Kommunen, Arbeitsagentur, Wirtschaftsverbände, Kammern, Gewerkschaften, Banken und Landwirtschaft sowie weitere Fachleute.
„Zusammen wollen wir ausloten, wie unserer Wirtschaft geholfen werden kann, vor allem auch wie die Arbeitsplätze gesichert werden können“, macht der Landrat deutlich. Angesichts der Corona-Krise komme es bereits zu existenzbedrohenden Situationen bei Unternehmen und ihren Beschäftigten, so Dr. Zwicker.
Arbeitsagentur, IHK, Kreishandwerkerschaft, Verbände der Wirtschaft sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) bauen zudem ihre bereits bestehenden Informationsangebote für Unternehmen und Betriebe deutlich aus. Die WFG beispielsweise informiert im Internet unter www.wfg-borken.de.

Donnerstag, 15.10 Uhr: Neue Regelung Bio- und Grünabfälle

Die Stadt Borken teilt mit, dass die Saisontonnen für Bio- und Grünabfälle bereits einen Monat früher entleert werden können. Bereits ab dem kommenden Montag, 30. März, ist dies möglich. Der Grund dafür ist, dass die Entsorgung von Bio- und Grünabfällen vorrangig über die Biotonnen erfolgen soll, um Kontakt mit anderen Personen auf dem Wertstoffhof zu vermeiden. Die Bürger können damit bereits ab diesem Zeitpunkt auch ihre Saisonbiotonne an den Abfuhrtagen für Bioabfall zusätzlich an die Straße stellen. Die Abfuhr erfolgt damit einen Monat eher als sonst. Eine zusätzliche Gebühr wird dafür nicht erhoben. Weitere Informationen gibt es bei der Abfallberatung der Stadt Borken, Tel. 02861/939-222 oder E-Mail: abfallberatung@borken.de.

Donnerstag, 15 Uhr: Kontaktverbot – Polizei greift durch
Die Polizei kontrolliert die Einhaltung des Kontaktverbots genau. Hier sind ein paar Beispiele aus dem Kreis Borken, wann es zu Anzeigen kommt – und ja auch private Geburtstagsfeiern sind verboten.

Donnerstag, 14.25 Uhr: Finanzmittel zur Bewältigung der Coronavirus-Krise bereitgestellt
Angesichts der dynamischen Entwicklung im Zusammenhang mit der Weiterverbreitung des Coronavirus werden im Kreishaushalt 2020 vorsorglich außerplanmäßige Finanzmittel bereitgestellt, teilt der Kreis Borken mit. Per Dringlichkeitsentschluss sind fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden, damit der Kreis Borken jederzeit auf verschiedene Situationen reagieren kann. Diese sollen in Anbetracht der Situation beispielsweise zur Stärkung der medizinischen und pflegerischen Infrastruktur eingesetzt werden, informiert Landrat Dr. Kai Zwicker. Das betrifft vornehmlich die Bereiche „Gesundheitsschutz“ und „Bevölkerungsschutz“.
Solche außerplanmäßigen Aufwendungen von über 150.000 Euro bedürfen normalerweise der vorherigen Zustimmung des Kreistags. Aufgrund der dynamischen Situation war jedoch eine sofortige vorsorgliche Bereitstellung erforderlich. Weder Kreistag noch Kreisausschuss sollten angesichts der Vorgaben zum Coronavirus jedoch derzeit einberufen werden. Daher wurde der Beschluss per Dringlichkeitsentscheidung gefasst. In diesem Fall kann der Landrat mit einem Kreisausschussmitglied die Entscheidung fällen, sofern diese nicht aufgeschoben werden kann, da sonst erhebliche Nachteile oder Gefahren entstehen würden. Die Dringlichkeitsentscheidung wurde im Vorfeld mit den Fraktionsvorsitzenden des Kreistags erörtert und wird dem Kreistag noch formal in seiner nächsten Sitzung zur Genehmigung vorgelegt, wie es die Kreisordnung vorsieht.
Die Aufwendungen sollen – soweit möglich – durch Mehrerträge oder geringere Aufwendungen in anderen Budgets gedeckt werden. Darüber hinaus werde durch einen gegebenenfalls höheren Jahresfehlbetrag die Ausgleichsrücklage in Anspruch genommen, so Landrat Dr. Zwicker und Kämmerer Wilfried Kersting.

Donnerstag, 11.40 Uhr: 60 Millionen Euro für Kita-Betreuung
Trotz Pandemie: Das Kreisjugendamt plant das Kindergartenjahr 2020/2021. Es beginnt am 1. August. Die Mittel für Kita-Betreuung und Tagespflege werden um zehn Millionen Euro aufgestockt. Jahresetat: 60 Millionen Euro. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 10.05 Uhr: Dritter Todesfall
Im Kreis Borken ist eine weitere Frau verstorben. Die 85-jährige Isselburgerin verstarb am späten Mittwochabend im Bocholter Krankenhaus. Weitere Infos gibt es hier.

Donnerstag, 8.55 Uhr: Bürgermeisterin Mechthild Schulze Hessing zur aktuellen Lage in der Stadt Borken

Um die borkenspezifischen Fragestellungen nichtmedizinischer Art der Bürger zu beantworten, hat auch die Stadt Borken ein Service-Telefon unter der Telefonnummer 02861/939 555 eingerichtet. Diese ist täglich (Mo bis Fr) von 9 bis 16 Uhr, am Wochenende (Sa und So) von 9 bis 13 Uhr erreichbar. Sollten Bürger weitere nichtmedizinische Fragen zu dieser Thematik haben, steht ihnen die E-Mail „coronavirus@borken.de“ zur Verfügung.

Donnerstag, 26. März, 8 Uhr: Guten Morgen

Guten Morgen zu Tag vier des Kontaktverbots. Wir sammeln hier erste kleine Infos: Am heutigen Donnerstag informieren Innenminister Reul und Verkehrsminister Wüst ab 12 Uhr über die Lage und Maßnahmen der Landesregierung im Rahmen der Corona Pandemie in NRW.

Hilfe bei Vorbereitung für Mathe-Abi
Es war die Meldung des Tages: Die Abiturprüfungen in NRW sollen trotz Corona-Krise stattfinden. Das bedeutet: Die Schüler haben zwar noch einige Wochen Zeit, sich vorzubereiten. Allerdings zu Hause und höchstwahrscheinlich alleine, für viele Abiturienten sicher nicht optimal. Deshalb rechnet die Münsteranerin Magda Mayerhoffer seit dieser Woche jeden Tag eine komplette Abiturklausur vor – über Youtube. Hier geht es zu ihrem Kanal.

Land verteilt Soforthilfen für Kleinunternehmen
Ab diesem Freitag um 12 Uhr wird das Land Formulare freischalten, mit denen Kleinunternehmen eine erste Finanzspritze für laufende Kosten wie Mieten beantragen können. Der Bund stellt für Firmen mit bis zu fünf Vollzeitkräften 9000 Euro für drei Monate bereit, bis zehn Mitarbeiter sind es 15 000 Euro.

Kaum Kontakte
Wir sollen die sozialen Kontakte meiden. Dadurch haben einige unserer Nachbarn aber kaum mehr Gesprächspartner. Da ist es für den einen oder anderen schwer auch seelisch fit zu bleiben. Der Kreis Borken hat daher eine telefonische Beratung aufgebaut. Hier gibt es weitere Infos.

Mittwoch, 21.30 Uhr: Für heute Abend sagen wir, Gute Nacht und bleibt gesund.

Mittwoch, 18.05 Uhr: Die NRW-Landesregierung will Häftlinge vorzeitig freilassen. Er brauche für den Fall eines Ausbruchs der Krankheit im Strafvollzug rund 1000 freie Zellen, um Quarantäne-Zonen schaffen zu können, sagte Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in Düsseldorf. Aber: „Es gibt keinen Corona-Rabatt.“ Es gehe lediglich um eine Unterbrechung oder einen Aufschub der Haft.

Mittwoch, 18 Uhr: NRW-Schulministerin: Abi-Prüfungen sollen stattfinden

Die Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen sollen trotz der derzeitigen Schulschließungen stattfinden. Das erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf nach einer Telefonkonferenz mit ihren Amtskollegen der Kultusministerkonferenz.
„Nordrhein-Westfalen hat sich dafür ausgesprochen, dass die Abiturprüfungen nach Möglichkeit stattfinden sollen, sofern die weiteren Entwicklungen es zulassen“, teilte das Ministerium mit. Diese Position teilten alle 16 Bundesländer.
„Entscheidend ist, dass dieser Jahrgang sich darauf verlassen kann, dass ihm keine Nachteile entstehen. Wir haben uns deshalb in der Ländergemeinschaft noch einmal einstimmig darauf verständigt, die diesjährigen Abschlüsse unabhängig von ihrem Zustandekommen gegenseitig anzuerkennen“, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer.
Einen Prüfungszeitplan für NRW will Gebauer am Freitag vorstellen. Auf Grundlage dieses Zeitplans wird Nordrhein-Westfalen dann auch über den Umgang mit weiteren Abschlussprüfungen, wie zum Beispiel den Zentralen Prüfungen in Klasse 10 (ZP) oder den Prüfungen zur Fachhochschulreife an Berufskollegs, entscheiden.

Mittwoch, 16.35 Uhr: Corona-Behandlungszentren eingerichtet

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KLVW) lässt zurzeit regionale Corona-Behandlungszentren errichten, zwei davon im Kreis Borken: in Legden am Dorf Münsterland und in Bocholt im Europahaus. Eine weitere ist offenbar in Dülmen vorgesehen. Insgesamt stehen ihr 1000 Ärzte und medizinische Mitarbeiter zur Verfügung. Weitere Infos dazu gibt es hier.

Mittwoch, 15.48 Uhr: Aussichtsplattformen und -kanzeln am Zwillbrocker Venn vorsorglich geschlossen

Die Aussichtsplattformen und -kanzeln des Projektes „Grenzenlose Naturerlebnisse“ sind aufgrund der Corona-Pandemie im gesamten Kreisgebiet nun mit Hinweisschildern zu den aktuellen Abstandsregelungen versehen, teilt der Kreis Borkem mit.

Besonderes gilt für das Zwillbrocker Venn. Erfreulicherweise sind die Flamingos dorthin zurückgekehrt. Das führt nun allerdings zu einem erhöhten Besucheraufkommen von beiderseits der Grenze. Die Abstandsregelungen auf den Kanzeln wurden leider zum großen Teil nicht eingehalten. Aus diesem Grund sind die Kanzeln am Zwillbrocker Venn jetzt geschlossen.

Mittwoch, 15 Uhr: Soforthilfen für Künstler

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gelten derzeit viele Einschränkungen. Diese Vorgaben betreffen auch den Kulturbereich. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) ein Sofortprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstler aufgelegt. Dafür stellt das Land zunächst fünf Millionen Euro bereit. Laut Mitteilung des Ministeriums können Künstler, denen durch die Absage von Engagements finanzielle Engpässe drohen, eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2000 Euro beantragen. Diese Soforthilfe kann mittels kurzen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden. Der Antrag ist auf der Internetseite des Ministeriums unter www.mkw.nrw zu finden.

Da wegen der Coronavirus-Krise derzeit alle Veranstaltungen ausfallen, gibt es auch Anpassungen bezüglich der Förderung solcher Kulturveranstaltungen. So sollen beispielsweise Regelungen geschaffen werden, um Ausfallkosten tragen zu können. Die bereits bewilligten oder derzeit noch in Prüfung befindlichen Förderungen werden nach Askunft des Ministeriums in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben werden müssen. Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten. Sobald es konkrete Informationen gibt, informiert das Land dazu.

Mittwoch, 14.40 Uhr: Einreiseverbot für Saisonarbeiter
Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften wird nach Angaben eines Sprechers von 17.00 Uhr an die Einreise verweigert.

Dies gelte für die Einreise aus Drittstaaten, aus Großbritannien, für EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien, die nicht alle Schengen-Regeln vollumfänglich anwenden, sowie für Staaten wie Polen oder Österreich, „zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wieder eingeführt worden sind“. In der Landwirtschaft sind jährlich knapp 300.000 Saisonarbeitskräfte beschäftigt.

Mittwoch, 11.35 Uhr: Abi-Beschluss bis Freitag

Die Schulen sind geschlossen und die Schüler lernen zu Hause. Was wird jetzt aus den Abitur-Prüfungen? Einige Bundesländer haben schon entschieden, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen - von „stattfinden lassen“ über „verschieben“ bis „ganz ausfallen lassen“. Die Abiturienten bei uns müssen sich hingegen noch etwas gedulden, bis sie Klarheit haben. NRW will bis Freitag entscheiden und dabei gemeinsam mit möglichst vielen Bundesländern vorgehen. Heute ist dazu eine Schaltkonferenz der Kultusministerkonferenz geplant.

Mittwoch, 11.30 Uhr: Fast 9500 Corona-Infizierte in NRW - Münster am stärksten betroffene Großstadt

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen auf 9421 gestiegen. Nach Angaben des Landes-Gesundheitsministerium sind im Vergleich zum Vortag (jeweils Stand 10.00 Uhr) 676 Fälle dazu gekommen. Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um 16 auf 61. Am stärksten betroffen ist weiterhin der Kreis Heinsberg mit - nach Angaben des Ministeriums - 1043 infizierten und 25 verstorbenen Menschen. Die veröffentlichten Landeszahlen basieren auf Meldungen aller 53 Kreise und kreisfreien Städte an das Landesministerium. Zwischenzeitlich können einzelne Kommunen auch schon höhere Fallzahlen bekanntgegeben haben.

Mittwoch: 9.30 Uhr: Hinweise zum Lernen zuhause Seit anderthalb Wochen findet in den Schulen im Kreisgebiet und in ganz NRW kein Unterricht mehr statt. Lernen von zu Hause – das ist das Motto für die Schüler in Zeiten des Coronavirus. Lernstoff und Übungsaufgaben gibt es von den Lehrern. Aber für Ansporn, Hilfe und Anleitung sorgen oftmals die Eltern zu Hause, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Kreises Borken. Die Schulpsychologen der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken, Dr. Sascha Borchers, Kristina Timm und Philipp Deing, haben dazu für die Bezirksregierung Münster zehn Tipps für Eltern zusammengestellt, wie Väter und Mütter mit ihren Kindern lernen können.

So betonen die Schulpsychologen etwa, dass Eltern nicht die Lehrer ersetzen könnten, sondern ihre Kinder so gut wie möglich begleiten sollten. Auch gehen sie dabei auf strukturiertes Üben und Vokabeln lernen sowie den Umgang mit Konflikten ein. Die zehn Tipps und ein Kurz-Video finden Eltern und Interessierte auf der Internetseite des Kreises Borken. Dort gibt es auch noch viele weitere Informationen. Wenn es darüber hinaus Fragen gibt, können sich Eltern und Lehrkräfte auch direkt an die Regionale Schulberatungsstelle wenden, Tel. 02861/82-2527 oder E-Mail an schulberatung@kreis-borken.de. www.rsb-borken.deHier gibt es 10 Tipps.

Mittwoch, 9 Uhr: Blick in andere Länder:

Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Menschen sollen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause entfernen. Ausnahmen sind unter anderem wichtige Arbeitsplätze, Lebensmitteleinkäufe und ärztliche Behandlungen.
In den USA ist der Weg frei für das Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 2 Billionen Dollar umfassen.
Die Zahl der erfassten Neuinfektionen in Südkorea ist angesichts zunehmender „importierter“ Fälle wieder gestiegen. Am Dienstag sei bei 100 Menschen der Erreger nachgewiesen worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Unter ihnen seien 34 Personen, die mit dem Flugzeug aus dem Ausland angekommen seien. Es gebe ein „erhöhtes Risiko durch diejenigen, die aus den USA einreisen“, sagt Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management.
China hat erneut 47 „importierte“ Coronavirus-Fälle gemeldet. Insgesamt zählt das Land damit 474 solcher Erkrankungen, die bei Menschen, die in das Land eingereist sind, festgestellt wurden. Wie aus den offiziellen Zahlen der Pekinger Gesundheitskommission hervorgeht, gibt es jedoch erneut keine lokalen Erkrankungen. Nach offiziellen Angaben sind bislang 3281 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.218 Infizierte registriert, von denen sich mehr als 73.000 wieder erholt haben.
Die Regierung in Italien hat die Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen drastisch erhöht. Wer sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden, stand in einem veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom.

Mittwoch, 25. März, 8.10 Uhr: Guten Morgen, wir starten in den dritten Tag des Kontaktverbots in Deutschland und fassen hier einmal die aktuellsten Zahlen des Morgens zusammen:

• Nach Angaben von US-Experten gibt es weltweit mehr als 400.000 Infizierte und mehr als 18.000 Tote.
• In Deutschland sind bislang 31.554 Infektionen registriert. Bundesweit sind 149 Menschen gestorben.
• Der Bundestag berät über ein milliardenschweres Corona-Krisen-Paket.
Wir werden Sie auch heute hier wieder so schnell wie möglich mit aktuellen Informationen versorgen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie bei zwei Aktionen von uns mitmachen. Zum einen suchen wir Tipps, was man in der aktuellen Zeit zuhause machen kann. Gerne mit Video und/oder Bild, dies können sie alles an redaktion@borkenerzeitung.de schicken.

Zum anderen haben wir eine Plattform gebaut, um für die Menschen vor Ort eine Hilfe zu sein. Dort können sich private Initiativen melden und mitteilen, was sie anbieten und ebenso auch Geschäfte. Viele Geschäfte, die nicht mehr öffnen dürfen haben sich etwas einfallen lassen, um dennoch für ihre Kunden da zu sein. Schauen Sie doch einfach mal rein, und wenn euch dort jemand fehlt, dann sprechen Sie sie an. Das ist alles kostenlos. Wir möchten gerne in unserer Heimat etwas für die Heimat tun. #BORhältzusammen – helfen Sie mit.

Dienstag, 19.17 Uhr: Unklarheit bei drittem Todesfall

Der Kreis Coesfeld hat per Pressemitteilung am heutigen Nachmittag einen Todesfall „im Zusammenhang mit dem Coronavirus“ gemeldet. Der 63-Jährige war laut Kreisgesundheitsamt zwar mit dem Coronavirus infiziert, ist aber an seiner Grunderkrankung verstorben. Daher führt die Bezirksregierung Münster diesen Todesfall nicht in ihrer Corona-Statistik auf. Das gab die Behörde am Dienstag (17 Uhr) bekannt. Die Zahl der Todesfälle wurde auch in diesem Ticker entsprechend angepasst.

Dienstag, 18.40 Uhr: Was passiert in Gefängnissen?

In diesem Ticker schauen wir auch einmal über den Tellerrand deutlich hinaus. Hier eine interessante Info zum Thema Gefängnisse. Sie stammt von Kollegen aus Beckum:

Corona ist in aller Munde. Jeder weiß: Man muss Abstand halten, sich oft die Hände waschen und Desinfektionsmittel benutzen. Das würden die 80 Insassen des Gefängnisses in Beckum auch gerne tun. Ihr Problem: Es fehlt an Desinfektionsmitteln – sogar Seife soll Mangelware sein. So schildern es jedenfalls Insassen, die Kontakt zu unserer Zeitung aufgenommen haben. Sie befinden sich in Beckum im offenen Vollzug.

Um eine Infektion mit dem Coronavirus zu vermeiden, wurden Besuche sowie Freigänge und Urlaub untersagt. Jens Seidler ist stellvertretender Leiter der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne, zu der die Außenstelle Beckum gehört. Er bestätigt, dass sich in der Außenstelle kein Desinfektionsmittel befindet. „Das ist gefährlich, weil es sich um entzündbares Material handelt“. Die Insassen, die von der Arbeit zurückkehren, könnten aber ein Desinfektionsmittel benutzen, bevor sie die geschlossenen Räume betreten. Und natürlich stehe Seife zur Verfügung.

Schwierig sei aber die Unterbringung. Abstand zu halten sei in den oftmals noch Zwei-Mann- oder sogar Drei-Mann-Stuben nicht möglich.

Die Insassen wiederum weisen darauf hin, dass die Einhaltung von Hygienevorschriften gar nicht kontrolliert werde.

Dienstag, 18.15 Uhr: Hinweise der Polizei

Dienstag, 15.50 Uhr: Weiterer Corona-Toter

Traurige Mitteilung: Im Kreis Borken ist ein weiterer Corona-Patient verstorben. Alle Infos dazu gibt es hier.

Dienstag, 15.10 Uhr: Wegen der Coronakrise könnte die Versorgung älterer Menschen durch osteuropäische Betreuer nach Meinung von Experten demnächst völlig aus den Fugen geraten. Der Verband für häusliche Pflege und Betreuung (VHBP) warnte am Dienstag, dass nach Ostern bis zu 200.000 Betreuungskräfte fehlen.

Verbandsgeschäftsführer Frederic Seebohm äußerte die Sorge, dass Pfleger aus Osteuropa früher als geplant in ihre Heimat zurückreisen und kein Ersatz mehr kommt. Von etwa 300.000 täglich in Deutschland arbeitenden Betreuern seien zudem nur zehn Prozent mit ordentlichen Papieren im Land, schätzt der Verband. Der Rest arbeite illegal. Problem sei zudem, dass Reisen mit Kleinbussen weiterhin erlaubt seien. „Das ist eine Virenschleuder, wie man sie sich besser nicht vorstellen könnte.“

Dienstag, 14.50 Uhr: Die Olympischen Spiele in Tokio werden verschoben und sollen spätestens aber im Sommer 2021 stattfinden.

Dienstag, 14.45 Uhr: Lienenkämper: Unternehmen können Corona-Hilfe leicht anfordern

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen können die vom Land zugesicherten Steuerstundungen nach Angaben von NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) leicht beantragen. Über die Homepage der Finanzverwaltung NRW könne ein Formular abgerufen und rasch und unbürokratisch an das jeweils zuständige Finanzamt übermittelt werden, sagte Lienenkämper am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags. Es handele sich um eine einzige Din-A4-Seite. Das Formular könne per Post oder per Mail an das Finanzamt geschickt werden. Vereinbart worden sei zwischen Bund und Ländern eine zinslose Stundung der Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer. Steuervorauszahlungen würden abgesenkt. Das gelte auch für die Gewerbesteuer. Von Vollstreckungsmaßnahmen werde bis auf Weiteres abgesehen. Säumniszuschläge würden erlassen.

Dienstag, 11.15 Uhr: Hier gibt es Infos zu den Kita-Beiträgen.

Dienstag, 10.05 Uhr: 250 Euro Bußgeld fürs Picknick

Nordrhein-Westfalen erlässt einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen bis zu 5000 Euro. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25.000 Euro fällig. Einige Beispiele aus dem Erlass:

• Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden 200 Euro von jedem Beteiligten fällig.
• Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro.
• Verstöße gegen das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Altenheimen kosten 200 Euro.
• Wer die Hygiene-Vorkehrungen bei einer Beerdigung nicht einhält oder den Mindestabstand von 1,5 Meter bricht, zahlt 200 Euro.
• Verbotenes Picknicken oder Grillen kostet 250 Euro pro Teilnehmer.
• Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1000 Euro.
• Wer ein Restaurant weiterhin betreibt, muss 4000 Euro zahlen.
• Für das Betreiben einer Bar, Diskothek oder eines Fitnessstudios werden 5000 Euro fällig.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte der „Bild“-Zeitung, die zuerst über den Entwurf des Erlasses berichtet hatte: „Die Lage ist ernst. Es geht um Leben und Tod. Das strenge Kontaktverbot wird sicher helfen, das Ansteckungsrisiko schnell zu reduzieren.“ So hart, wie man Clan-Kriminalität in NRW bekämpft habe, widme man sich nun der Seuchenbekämpfung: „Null Toleranz gilt auch gegenüber Rechts-Brechern im Kampf gegen das Corona-Virus.“

Dienstag, 24. März, 10 Uhr: Wir starten in einen weiteren Tag der Corona-Pandemie. Wir hoffen, dass es den meisten von euch gut geht und werden hier wieder ein paar wichtige überregionale und lokale Infos geben. Welche Fragen habt ihr? Schreibt uns doch an redaktion@borkenerzeitung.de. Auch wenn ihr Ideen habt, wie man die aktuelle Zeit in den eigenen vier Wänden überbrücken kann. Wir wollen Tipps sammeln, macht mit. Wir freuen uns drauf. Zudem haben wir eine Plattform geschaltet, um in der Krise zu helfen. Schaut mal vorbei.#BORhältzusammen

Dienstag, 24. März, 8 Uhr: Video von Landrat Kai Zwicker

Montag, 16.02 Uhr: Die letzten Tage haben es gezeigt – die überwiegende Mehrheit der Bürger hält sich an die Appelle der Experten und die Anordnungen der Behörden, heißt es in einer aktuellen Polizeimeldung der Kreisbehörde Borken.

„Trotz des überwiegend vernünftigen Verhaltens der Bevölkerung ist eine Überwachung der neuen Regeln unumgänglich. Die Polizei im Kreis Borken ist darauf vorbereitet und wird ihre Präsenz im öffentlichen Raum erhöhen. Dabei werden die Polizistinnen und Polizisten neben den Ordnungsbehörden z.B. Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum kontrollieren, diese bei Verstößen untersagen und Verfahren einleiten“, heißt es weiter.

„Es ist unser aller Interesse, einen Beitrag dazu zu leisten, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und die Krise bestmöglich zu überstehen. Helfen Sie mit, bleiben Sie soweit es geht zu Hause“, so Landrat Dr. Kai Zwicker als Leiter der Kreispolizeibehörde Borken. #bleibzuhause

Montag, 15 Uhr: Kritik an Spahns Hilfsplänen

Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen kritisieren den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für staatliche Hilfen wegen der Corona-Krise. Die darin enthaltene Pauschale für Mehrausgaben - etwa für Schutzkleidung - sei zu knapp bemessen, erklärte Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), die eigenen Angaben zufolge 344 Kliniken vertritt. Zusatzkosten und Erlösausfälle müssten komplett finanziert und die Gehälter der Mitarbeiter gesichert werden, so Brink, der zusätzliche, kurzfristige Liquiditätshilfen vom Land NRW forderte. Zudem müssten die Krankenkassen alle offenen Rechnungen so schnell wie möglich begleichen, damit die Kliniken zahlungsfähig blieben, sagte der KGNW-Präsident. Er kritisierte, dass die Häuser laut Gesetzentwurf Budgetverhandlungen für das Jahr 2020 führen müssten. „Einerseits auf unbestimmte Zeit Krisenmanagement und anderseits das bürokratische Klein-Klein trifft auf absolutes Unverständnis bei den Krankenhäusern“, mahnte Brink.

Auch die katholischen Krankenhäuser des Münsterlands forderten den Bundesgesundheitsminister auf, seinen Entwurf zu ändern. „Es muss eine schnelle, unbürokratische, stabile und krisenfeste Lösung für die Kliniken und insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben“, teilte stellvertretend der Verbund der Alexianer-Krankenhäuser in Münster mit. Sonst drohe ein finanzielles Fiasko. Das Josephs-Hospital Warendorf startete am Sonntag eine entsprechende Online-Petition, die einen Tag später fast 5.000 Menschen unterzeichnet hatten.

Spahn will in dieser Woche einen Gesetzentwurf zu staatlichen Hilfen für Kliniken wegen der Corona-Krise in den Bundestag einbringen. Einzelheiten des Entwurfs wurden bereits vorab bekannt.

Montag, 13.02 Uhr: Der erste Corona-Patient ist im Kreis Borken verstorben. Mehr dazu gibt es hier.

Montag, 23. März, 8.50 Uhr: Eine Kontaktsperre wurde am Sonntag ausgeprochen. Doch was genau heißt das eigentlich? Wir haben hier noch einmal alles zusammengetragen. Lest es euch durch und haltet euch dran! Dann vermeiden wir die Ausgangssperre und können die Ausbreitung des Coronavirus verhindern.

1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.

3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.

5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

8. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.

9. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

Sonntag, 16.10 Uhr: Bund und Länder für Kontaktverbot gegen Coronakrise

Bund und Länder wollen eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als 2 Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Sonntag, 16.05 Uhr: Infos aus dem Kreis Warendorf: Ein kurzer Aufruf über die sozialen Medien – und schon sind die Landwirte zur Stelle: Schutzanzüge, original verpackt und einzeln eingeschweißt, wurden kistenweise der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe zur Verfügung gestellt. Die ist dankbar für die weißen und blauen Overalls, die angesichts der Corona-Krise an allen Ecken und Kanten fehlen.

„Normalerweise statten wir mit den Overalls die Besuchergruppen aus, bevor sie einen landwirtschaftlichen Betrieb betreten. Denn auch in den Ställen ist Hygiene wichtig“, so Silke Monzlinger, Pressereferentin beim landwirtschaftlichen Kreisverband Warendorf. Jetzt wechselten mehrere hundert Overalls und Schuhüberzieher aus der Geschäftsstelle des Kreisverbandes zur Kassenärztlichen Vereinigung. Auch auf den landwirtschaftlichen Betrieben wurden ungeöffnete Kartons mit verpackten Schutzanzügen gesammelt.

Wenn diese Overalls aus hygienischen Gründen auch nicht unmittelbar am Patienten zum Einsatz kommen, so gibt es dennoch genügend Bereiche, in denen derzeit Schutzkleidung benötigt wird.

Sonntag, 11.10 Uhr: Das bringt der Sonntag

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen entscheidet am Sonntag über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemi. In einer Sitzung des schwarz-gelben NRW-Kabinetts - Uhrzeit bislang offen - soll auch das bereits angekündigte 25 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für die Wirtschaft auf den Weg gebracht werden.

Am Nachmittag telefoniert Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Maßnahmen. Beobachter gehen davon aus, dass die Politik darauf reagieren wird, wie die Bevölkerung am Samstag und Sonntag auf die ersten Einschränkungen im öffentlichen Leben reagiert hat. Bayern hatte als erstes Bundesland ein Ausgangsverbot verhängt, das am Samstag in Kraft trat. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sieht solche Maßnahmen nur als „allerletztes Mittel“. Eine Vorstufe zur Ausgangssperre sei ein Betretungsverbot auf öffentlichen Plätzen.

Einen Sonntagseinkauf beim Lebensmittelhändler sollten die Verbraucher in NRW an diesem Wochenende nicht einplanen. Alle großen Handelsketten - Edeka, Rewe, Aldi und Lidl - haben angekündigt bundesweit auf die Sonntagsöffnung zu verzichten, um den ohnehin am Rande ihrer Kapazität arbeitenden Mitarbeitern eine Ruhepause zu gönnen.

Sonntag, 22. März, 11.08 Uhr: IC Amsterdam-Berlin fällt weg

Die Zahl der Züge zwischen Deutschland und den Niederlanden ist drastisch reduziert worden. Von Montag an würden keine Intercity-Züge mehr zwischen Amsterdam über Nordrhein-Westfalen (mit Halt in Rheine) nach Berlin fahren, teilte die niederländische Bahn am Samstag mit. Auch auf anderen internationalen Strecken gibt es weniger Verbindungen. Auf der Strecke von Amsterdam nach Frankfurt am Main über Köln und Oberhausen sollen täglich nur noch vier ICE fahren.

Samstag, 16.15 Uhr: Die Landesregierung NRW hat jetzt mitgeteilt, dass die „Notbetreuung“ für Kinder in Schulen und Kindertagesstätten neu geregelt wird: Um den Betrieb der kritischen Infrastruktur sicherzustellen, können künftig auch Kinder betreut werden, wenn nur ein Elternteil eine sogenannte „Schlüsselperson“ ist, eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorliegt und die Betreuung der Kinder nicht anderweitig organisiert werden kann. Hier geht es zur ganzen Pressemitteilung.

Samstag, 21. März, 11.20 Uhr: Von Freitag auf Samstag sind keine weiteren Coronavirus-Patienten hinzugekommen. Nachdem bereits in Bocholt ein wieder gesunder Mensch gemeldet wurde, gibt es nun für den Kreis Borken zwei weitere. Laut Radio WMW stammen diese aus Ahaus.

Freitag, 16.55 Uhr: Köln: Öffentliche Treffen von mehr als zwei Menschen werden aufgelöst

Köln hat im Kampf gegen das Coronavirus ein konsequentes Einschreiten bei öffentlichen Menschenansammlungen mit mehr als zwei Personen angekündigt. „Ganz egal wie schön das Wetter am Wochenende auch werden mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen. Wer das nicht begreift, gefährdet die Freiheit aller“, erklärte Stadtdirektor Stephan Keller am Freitag. „Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden aufgelöst, soweit diese nicht zum engsten Familienkreis gehören.“ Umsetzen soll das das Ordnungsamt. Wer sich widersetze, könne mit einem empfindlichen Bußgeld bestraft werden, so die Stadt. Aufgrund des Infektionsschutzgesetzes könne auch ein Straftatbestand erfüllt sein.

Freitag, 16.50 Uhr: Der Kreis Borken bittet angesichts der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus dringend alle Bürger, den Notruf 112 ausschließlich für akute Notfälle frei zu halten. Sofern in einer akuten Notsituation die Notrufnummer gewählt wird, sollte die Anruferin oder der Anrufer auch mitteilen, ob Menschen im Haushalt leben, die mit dem Coronavirus infiziert sind, in häuslicher Quarantäne leben oder noch nicht ärztlich abgeklärte Erkältungssymptome aufweisen. Denn nur auf diese Weise können frühstmöglich Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um die Einsatzkräfte bestmöglich vor einer Infektion zu schützen. Das ist notwendig, um die Einsatzfähigkeit von Feuerwehr, Polizei, des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen weiterhin aufrecht zu erhalten.

Freitag, 16.30 Uhr: Seit Mittwoch hat die Agentur für Arbeit Coesfeld bereits eine neue Rufnummer geschaltet, um die Fragen von Kunden aus der Region noch schneller beantworten zu könnenund die Arbeitslosmeldung darüber zu regeln.

Neben der bekannten kostenfreien Servicerufnummer 0800 4 5555 00 stünden die Fachleute der Agentur für Arbeit den Kunden auch aus dem Kreis Borken ab sofort unter Tel. 02541/919700 zum üblichen Ortstarif zur Seite. Die Nummer ist montags, mittwochs und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, dienstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ungeachtet dessen seien zahlreiche Service-Angebote unter www.arbeitsagentur.de/eService zu finden.

Freitag, 14.59 Uhr: Bayern hat weitere Ausgangsbeschränkungen verhängt und droht mit harten Strafen, wenn sich Menschen nicht daran halten.

Stadt Münster ist auf mögliche Ausgangssperre vorbereitet

Der Krisenstab der Stadt Münster hat am Freitag (20. März) erste Vorkehrungen für den Fall einer möglichen Ausgangssperre getroffen. Unter anderem wurde sichergestellt, dass die Polizei in der Lage ist, eine mögliche Ausgangssperre zu überwachen.

Eine Ausgehsperre bleibt für NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) „wirklich das allerletzte Mittel“. Schon jetzt seien zahlreiche Grundrechte, wie die Bewegungsfreiheit und die Religionsfreiheit eingeschränkt worden, sagte Laschet am Freitag in einer Bürger-Fragestunde des Radiosenders WDR 2. „Der Staat muss sorgsam überlegen, wie weit kann er gehen.“Richtig sei: „Wenn wir die ganz große Ausgangssperre verhindern wollen, müssen andere Bereiche noch heruntergefahren werden.“ Es gebe aber eine Vorstufe, ein Betretungsverbot auf öffentlichen Plätzen, ergänzte Laschet. Die Ministerpräsidenten würden sich am Sonntag mit der Bundeskanzlerin über diese Fragen abstimmen.

Freitag, 14.45 Uhr: Neue Hinweise vom Kreis Borken: Zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sind auch in den Niederlanden zahlreiche Einschränkungen beschlossen worden. Dazu zählt, dass auch die Märkte in Winterswijk und Enschede nicht stattfinden. Diese Regelung gilt ab sofort und zunächst bis zum 6. April. Das haben die Bürgermeister der jeweiligen Städte mitgeteilt. Die Gastronomiebetriebe einschließlich der Restaurants sind dort bereits geschlossen. Der Kreis Borken bittet daher erneut eindringlich darum, von Fahrten in die niederländischen Nachbarregionen abzusehen. Die Niederlande sind vom Coronavirus ebenfalls stark betroffen.

Am Donnerstag, 19 März, hatte sich Landrat Dr. Kai Zwicker gemeinsam mit sieben weiteren Landräten aus NRW sowie Münsters Oberbürgermeister an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Horst Seehofer und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gewandt, damit diese sich mit dem niederländischen Ministerpräsident Rutte auf eine gemeiname Strategie gegen das Coronavirus verständigen: „Die Regelungen müssen beiderseits der Grenze die gleichen sein. Ansonsten bliebe als ultima ratio nur eine Grenzschließung für den nicht berufsbedingten Personenverkehr, die wir alle nicht wünschen und zutiefst bedauern würden“, heißt es darin.

Freitag, 12.56 Uhr: Über die NINA-WarnApp und die App Katwarn ist eine aktuelle Meldung zum dem Thema Coronavirus verbreitet worden. Darin geht es unter anderem noch einmal um die Verordnungen und wie wir alle uns verhalten sollen. Beide Apps kann sich jeder auf sein Handy oder Tablet runterladen und dann seinen Heimatort eingeben und auch weitere, die ihn interessieren.

Freitag, 20. März, 12.24 Uhr: Dortmund verbietet Ansammlungen von mehr als vier Personen

In Dortmund werden wegen der Coronavirus-Pandemie Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als vier Personen verboten. Das kündigte Ordnungsdezernent Norbert Dahmen am Freitag an. „Oberstes Ziel ist hier, weitere Infektionsketten zu vermeiden“, sagte er. Mit dem Verbot wolle man die Grundlage schaffen, um zum Beispiel Partys sanktionieren zu können. Es gäbe allerdings Ausnahmeregelungen, etwa bei „häuslichen Gemeinschaften“: „Die Familie mit drei Kindern darf im öffentlichen Raum noch gemeinsam gehen“, sagte Dahmen.

Freitag, 20. März, 12 Uhr: Krisenmanagement des FMO ergreift harte Maßnahmen

Die Anordnungen zur Verhinderung der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus haben den Luftverkehr drastisch einbrechen lassen. Der Flughafen Münster/Osnabrück hat - laut einer Pressemitteilung - im Rahmen seines Krisenmanagements zur Schonung der Liquidität folgende Maßnahmen beschlossen:

1. Für alle Bereiche des Flughafens ist rückwirkend zum 1. März Kurzarbeit beantragt worden. Diese Regelung betrifft nicht nur die operativen Einheiten, sondern auch die gesamte Verwaltung.

2. Ab Dienstag (24. März) wird das Betriebsregime des Airports in der Form geändert, dass nur noch bereits koordinierte oder mit einem Vorlauf von vier Stunden angemeldete Flüge abgefertigt werden. Diese Maßnahme ermöglicht es, alle Vorhaltekosten zu reduzieren und nur noch die betriebsnotwendigen Aufgaben zu erledigen.

3. Ebenso werden ab kommenden Dienstag die Terminalgebäude geschlossen. Die Abfertigung der verbleibenden Flüge erfolgt dann über den Bereich der allgemeinen Luftfahrt (GAT) am Tor 3b. Abfliegende Fluggäste werden gebeten, sich für Check-In und Sicherheitskontrolle dort einzufinden. Der Eingang befindet sich direkt am Radarturm links der Terminalgebäude.

Donnerstag, 14.21 Uhr: In Coronavirus-Zeiten endlich einmal eine erfreuliche Nachricht, schreibt der Kreis Borken in einer aktuellen Meldung. Im Kreis Borken ist zwischenzeitlich bei der ersten mit dem Coronavirus infizierten Person die 14-Tages-Frist abgelaufen, die sie auf behördliche Anordnung in häuslicher Quarantäne verbringen musste, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Die Bocholterin ist gesundet. Sie konnte sich aber dennoch nicht einfach selbst aus dieser Quarantäne entlassen, sondern brauchte dafür die Genehmigung des Kreisgesundheitsamtes Borken. Gleichzeitig gibt es Hinweise zwecks Corona-Tests: Aufgrund der sprunghaft steigenden Zahl von Coronavirus-Fällen kommen auch die Labore immer mehr an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb ist es dringend geboten, dass Testungen auf das Coronavirus nur dann erfolgen, wenn besondere Kriterien erfüllt sind. Darauf weist jetzt der Kreis Borken hin. Kriterien sind:

· deutliche Symptome bei Rückkehrern aus einem gemäß Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet

· deutliche Symptome nach Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der kritischen Infrastruktur gelten gesonderte Verfahren, um unter allen Umständen sicherzustellen, dass Wasserversorgung, Energie, Telekommunikation, Gesundheitsversorgung und viele weitere unverzichtbare Leistungen jederzeit erbracht werden können.

Der Corona-Test wird in der Regel von einem niedergelassenen Arzt veranlasst. Der Wunsch von Patienten nach einem Test allein kann und darf dafür aber nicht als Begründung reichen. Dies stößt mitunter auf Unverständnis. Dazu sagt Dr. Elisabeth Schwenzow, Leiterin des Krisenstabes des Kreises Borken: „Nur bei konsequenter Einhaltung der vorgegebenen Regeln werden die vorhandenen Testressourcen ausreichen. Die Ärztinnen und Ärzte, die die Testungen veranlassen, tragen daher eine hohe Verantwortung für den gewissenhaften Gebrauch der Ressourcen. Wir appellieren eindringlich an alle Patienten, Verständnis für das Vorgehen der Ärzte zu zeigen.“

Donnerstag, 11 Uhr: DIe Corona-Zahlen sind weiter gestiegen. SIehe die Auflistung des Regierungsbezirks Münster.

Donnerstag, 19. März, 9.30 Uhr: Besuchsstopp im UKM: Ab sofort und bis auf Weiteres gilt am Universitätsklinikum Münster (UKM) wegen der Corona-Pandemie ein kompletter Besucherstopp. Damit folgt das UKM dem Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf, nach dem an allen Krankenhäusern des Landes ab sofort ein Betretungsverbot für Dritte besteht, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Dies gelte für das Zentralklinikum wie für alle externen Kliniken. „Ambulanzen beschränken sich ab sofort nur auf Termine, bei denen ein Aufschub ein medizinisches Risiko für die Patienten bedeuten würde. Ausnahmen werden lediglich für die Geburtshilfe, die Kinderklinik und die Palliativstationen sowie – nach Absprache mit den verantwortlichen Ärzten – für schwerstkranke Patienten zugelassen“, heißt es. Und: „Jene Patienten dürfen eine festgelegte Person als Besucher empfangen, die sich für diese Bereiche vorab registrieren muss. Bei Kindern und Jugendlichen dürfen sich beide Elternteile registrieren; jedoch ist zu jedem Zeitpunkt nur ein Elternteil als Besuch erlaubt.“

Das UKM fragt in den nächsten Tagen bei den Angehörigen dieser Patienten ab, welche Personen sich für Besuche registrieren lassen wollen. Diese können dann an den beiden Haupteingängen des Zentralklinikums unter Vorlage ihres gültigen Personalausweises eine entsprechende Besucher-Erlaubnis abholen. Darüber hinaus gibt es für die Nutzung der Gastronomie weitere Einschränkungen: Nachdem bereits in der vergangenen Woche ein Besucherstopp für externe Gäste der Cafeteria angeordnet wurde, gilt das ab sofort auch für Kioske und Bistros. Ausgenommen hiervon sind Begleitpersonen von Patienten, die stationär am UKM aufgenommen sind.

Mittwoch: 11.35 Uhr: Blick in die Nachbarschaft: Im Kreis Steinfurt sind knapp 1000 Menschen in Quarantäne. Das Coronavirus breitet sich in Nordrhein-Westfalen weiter aus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle von knapp 3380 am Vortag auf knapp 3840 am Mittwoch (Stand: 10.00 Uhr). Die Zahl der landesweit gemeldeten Todesfälle lag demnach unverändert bei zwölf. Der Kreis Heinsberg ragt mit knapp 790 nachgewiesenen Infizierten und acht Todesfällen besonders heraus. Zwei weitere Corona-Patienten starben in Stadt und Städteregion Aachen, einer in Düsseldorf und einer in Essen.

Appell des RKI-Präsidenten

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, warnte vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in ganz Deutschland. Dies könne eintreten, wenn die von der Bundesregierung angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, sagte Wieler am Mittwoch in Berlin. „Wir haben einen exponentiellen Verlauf der Epidemie.“ Wieler appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Das Virus werde nur von Mensch zu Mensch übertragen. Inzwischen habe das RKI knapp 8200 bestätigte Fälle bundesweit gemeldet bekommen.

Mittwoch, 10 Uhr: Angela Merkel wird am Mittwochabend eine Fernsehansprache halten, teilt die Süddeutsche Zeitung mit. Nach Informationen der Zeitung will sie keine weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens bekanntgeben, wohl aber einen dringenden Appell an die Bevölkerung richten.

Shutdown in Münster: Alle Gastronomiebetriebe und Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, sollen komplett geschlossen werden. Dazu soll es noch am Mittwoch eine Allgemeinverfügung der Stadt geben.

Mittwoch, 9.05 Uhr: Verzicht üben – Verbote beachten: Die Stadt Borken ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ernst zu nehmen und einzuhalten. Um den Coronavirus wirkungsvoll einzudämmen, ist die Akzeptanz und ein entsprechendes Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zwingend notwendig.

Deswegen nochmals der folgende Aufruf:

• Verzichten Sie auch auf private Kontakte insbesondere in geschlossenen Räumen, sofern das möglich ist.

• Verzichten Sie auf private Treffen und Feiern. So helfen Sie mit, gemeinsam die Herausforderung zu meistern!

• Die Schließung der Schulen und der Kitas soll nicht dazu führen, dass sich Eltern, Jugendliche und Kinder in hoher Anzahl an öffentlichen oder privaten Orten treffen. Das gilt auch für Spielplätze, für die kreiseinheitlich ein Nutzungsverbot ausgesprochen wurde.

• „Viele Entscheidungen, die getroffen werden mussten, erscheinen unpopulär, sind aber zwingend erforderlich. Ich rufe hiermit zur Besonnenheit auf. Verhalten Sie sich ruhig und verantwortungsvoll. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen“, so Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing.

„Das Coronavirus ist eine riesige Herausforderung auch für uns in Borken. Eine Herausforderung wie wir sie seit Langem nicht gekannt haben. Und genauso wie uns geht es den allermeisten Ländern dieser Welt. Deshalb sprechen wir auch von einer Pandemie. Das Virus, um das es geht, ist neuartig. Es gibt aktuell kein Medikament und es gibt keinen Impfstoff“, heißt es weiter in dem Aufruf der Stadtverwaltung.

Deshalb müssten wir die Verbreitung dieses Virus verlangsamen, um die Gesundheitssysteme nicht zu überfordern. Und das bedeute, dass alle sozialen Kontakte weitestgehend eingestellt werden sollten, wo immer das möglich sei. „Damit helfen wir insbesondere den Menschen, die von der Erkrankung durch dieses Virus in besonderer Weise betroffen sein werden. Das sind die Älteren und die Menschen mit Vorerkrankungen“, so die Bürgermeisterin weiter.

Einen Überblick aller zwingend einzuhaltenden Vorgaben (Schließungen von Einrichtungen, Verhaltensweisen) der Stadt Borken gibt es unter:

https://www.borken.de/start/presseservice/nachricht/a/detail/News/stadt-borken-veroeffentlicht-allgemeinverfuegung-zur-eindaemmung-des-coronavirus.html

Mittwoch, 9 Uhr: Amtsgericht: Alle Bürger werden wegen der Corona-Pandemie gebeten, zu prüfen, ob für ihre Anliegen beim Amtsgericht in Borken ein direkter Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amtsgerichts unbedingt notwendig ist.

Sollte das Anliegen auch per Telefon, Fax, E-Mail, Brief oder Einwurf von Unterlagen erledigt werden können, so bittet das Amtsgericht, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und von einem persönlichen Erscheinen Abstand zu nehmen. So sollen Infektionen in den Räumlichkeiten des Amtsgerichts vermieden werden, um sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Justizangehörigen zu schützen und die Handlungsfähigkeit des Amtsgerichts insbesondere in dringlichen Angelegenheiten zu gewährleisten.

• Bei Fragen und Unklarheiten soll zunächst telefonisch Kontakt (02861/8990) aufgenommen werden, so das Amtsgericht. Gegebenenfalls können Gesprächstermine vereinbart werden, für die, soweit möglich, Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen werden.

Mittwoch, 18. März, 8.20 Uhr: Der Kreis Borken hat über die NINA-WarnApp und die App Katwarn einen Link verschickt, damit alle im Kreis Borken lebenden Menschen, die Informationen zum Thema Corona auf der Kreis-Website finden. Dort werden unter anderem Informationen geteilt, wie sich die Einschränkungen im öffentlichen Leben auf uns auswirken.

Dienstag, 17.42 Uhr: Ab sofort gilt auch im St. Marien-Hospital in Borken ein generelles Besuchsverbot. Eine gesondere Regelung gibt es bei der Geburtshilfe. Im Einzelfall kann es nach Abspracge auch weitere Ausnahmen geben.

Dienstag, 17.09 Uhr: Die Hotline des Kreisgesundheitsamtes erreichen derzeit hunderte Anrufe – ein Großteil davon betrifft jedoch keine gesundheitlichen Einschätzungen, sondern andere Themen. Landrat Dr. Kai Zwicker appelliert nun an die Bürgerinnen und Bürger, die Hotline nur für medizinische Fragen rund um das Coronavirus zu nutzen. Wer Fragen zu anderen Themen wie Notfallbetreuung, Regelungen am Arbeitsplatz und Vorgaben für Gastronomie und Geschäfte hat, der soll sich bei den dafür zuständigen Stellen informieren. Hier geht es zu den ausführlichen Infos.

Dienstag, 14.34 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in Nordrhein-Westfalen ist nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf zwölf gestiegen. Die Todesopfer seien alle „schwer vorerkrankte Menschen“ in hohem Lebensalter gewesen, sagte Laumann. Zudem ist nun deutlich, dass alle Restauranst um 15 Uhr schließen müssen. Nun gibt es auch ein Spielplatz-Verbot.

Dienstag, 13.30 Uhr: Es wird geraten nicht in die niederländischen Nachbarregionen zu fahren. Auch dort gibt es zahlreiche mit Corona infizierte Personen, teilt der Kreis Borken mit. Zudem teilt der Kreis: „Um die Funktionsfähigkeit der Kreisverwaltung zu gewährleisten und die Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus (beispielsweise in Wartezonen) zu vermindern, werden ab sofort ihre Dienststellen für den freien Publikumsverkehr geschlossen. Dies geschehe aus Vorsorge, um das Funktionieren der Behörde im Interesse der öffentlichen Daseinsvorsorge sicherzustellen, erklärt dazu Landrat Dr. Kai Zwicker.“ Weitere Infos gibt es hier.

Dienstag, 11.05 Uhr: Hier sind die aktuellen Zahlen für den Regierungsbezirk Münster:

478 Infektionen gesamt

Stadt Bottrop: 7 Infektionen (4)

Stadt Gelsenkirchen: 18 Infektionen (13)

Stadt Münster: 90 Infektionen (90)

Kreis Borken: 97 Infektionen (82)

Kreis Coesfeld: 53 Infektionen (50)

Kreis Recklinghausen: 56 Infektionen (51)

Kreis Steinfurt: 91 Infektionen (80)

Kreis Warendorf: 66 Infektionen (54)

Dienstag, 11 Uhr: Infos vom Kreis Borken: Wenngleich bis auf Weiteres persönliche Beratungsgespräche in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) in Ahaus sowie Beratungstermine in Unternehmen nicht möglich sind, so versteht sich die WFG jetzt vor allem als Beraterin für betroffene Unternehmen und Selbstständige. Dafür hat sie ein Kern-Team zusammengestellt, das telefonisch Auskunft gibt.

In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Coesfeld (wfc), dem AIW e.V., der Kreishandwerkerschaft Borken sowie der Kreishandwerkerschaft Coesfeld wurden dazu wichtige Informationen über Ansprechpartner und bisher bekannte Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus für Unternehmen und Selbstständige im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zusammengestellt. Dabei geht es insbesondere um Informationen aus folgenden Bereichen:

· Wirtschaftliche Hilfen für Unternehmen und Selbstständige im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

· Kurzarbeit und Quarantäne

· Liquidität

· Steuerliche Erleichterungen

Die Informationen werden laufend aktualisiert und an die neuen Entwicklungen angepasst und sind auf der WFG-Homepage einsehbar: https://www.wfg-borken.de/betriebsberatung/corona_news/. Die WFG-Fachleute sind telefonisch unter der Rufnummer 02561/97999-0 zu erreichen.

Dienstag, 10 Uhr: Zahlreiche Sportveranstaltungen wie der Freispringwettbewerb des ZRFV Heiden und auch dessen Jahreshauptversammlung wurden abgesagt. VW hat beschlossen alle Werke zu schließen und es soll eine Rückholaktion für Deutsche geben, die aktuell im Ausland festsitzen.

17:24 Uhr: Mit den Bürgermeistern der kreisangehörigen Städte und Gemeinden wurde in Abstimmung mit dem Kreis Borken einvernehmlich weitere einschneidende Maßnahmen beschlossen, um die Weiterverbreitung des Coronavirus im Westmünsterland einzudämmen. Veranstaltungen jeglicher Art, ob privat oder öffentlich wurden untersagt. Außerdem müssen einige Einrichtungen geschlossen und Angebote abgesagt werden. Weitere Infos gibt es hier.

Der Kreis Borken hat neue Zahlen mitgeteilt. 95 Infektionen gibt es aktuell im Kreisgebiet. Hier eine Aufschlüsselung nach Orten:

• Ahaus: 16 Infektionen

• Bocholt: 10 Infektionen

• Borken: 15 Infektionen

• Gescher: 1 Infektion

• Gronau: 2 Infektionen

• Heiden: 1 Infektion

• Isselburg: 1 Infektion

• Legden: 1 Infektion

• Raesfeld: 20 Infektionen

• Reken: 7 Infektionen

• Rhede: 9 Infektionen

• Schöppingen: 2 Infektionen

• Velen: 2 Infektionen

• Vreden: 8 Infektionen

Landrat zur aktuellen Entwicklung der Coro

Morgen und Übergmorgen gibt es im Kreis Borken noch eine Notfall-Betreuung in Schulen und Kitas. Ab Mittwoch werden dann bis zum Ende der Osterferien nur noch Kinder von sogenannten Schlüsselpersonen betreut. Das teilte am Montag der Kreis Borken mit. Nur in ganz besonderen Fällen werde für Kinder von „Schlüsselpersonen“ weiterhin eine Betreuung in einer Betreuungseinrichtung ermöglicht. Das gilt dann, wenn beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in einem Schlüssel-Bereich arbeiten, der für die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastrukturen notwendig ist – und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren könnten. Sogenannte Schlüsselbereiche und -personen sind unter anderem die Bereiche der öffentlichen Verwaltung und Justiz, wie Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justizvollzug, Veterinärwesen, Lebensmittelkontrolle, Beschäftigte aus dem Bereich Energie (Strom, Gas, Wasser und deren Netze), Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß- und Einzelhandel, inklusive Zulieferung, Logistik), Informationstechnik und Telekommunikation, der Gesundheitsbereich (Mitarbeiter von Krankenhäusern, Rettungsdienst, Pflege, Apotheken, Labore) sowie eine ganze Reihe weiterer Branchen. Details, auch zur Antragstellung und den entsprechenden Nachweisen, gibt es unter unter www.kreis-borken.de/coronavirus

13 Uhr: In NRW sind mittlerweile fast 2500 Menschen erkrankt. Außerdem gibt es acht Corona-Tote im Land. Insgesamt gibt es 429 Infektionsfälle im Regierungsbezik Münster, gestern waren es noch 378. Hier alle aktuellen Zahlen aufgeschlüsselt:

• Stadt Münster: 90 (57)

• Stadt Bottrop: 4 (4)

• Stadt Gelsenkirchen: 13 (13)

• Kreis Borken: 82 (82)

• Kreis Coesfeld: 50 (50)

• Kreis Steinfurt: 80 (64)

• Kreis Recklinghausen: 51 (51)

• Kreis Warendorf: 59 Infektionen (57)

Der Heidener Bürgerbus hat seinen Verkehr vorläufig eingestellt, zunächst bis zum 31.März.

Außerdem vermittelt die Rekener Gemeindeverwaltung ab Dienstag, 17. März, Hilfe für Menschen, die sich wegen der Corona-Krise in häuslicher Quarantäne befinden. Auch die Stadt Borken baut ein Hilfe-Netzwerk auf, um in dringenden Fällen von Quarantäne betroffene Einwohner mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Diese können sich ab sofort an die Service-Nummer 02861/939555 wenden.

18.45 Uhr: Zur Abwehr der Corona-Pandemie hat die Landesregierung am Sonntag weitere Einschränkungen beschlossen. Ein Erlass des Gesundheitsministeriums untersagt ab diesem Montag alle „Amüsierbetriebe“: Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen und Bordells müssen schließen, ebenso Kinos, Museen und Theater. Ab Dienstag gilt dies auch für Fitness-Center, Schwimmbäder und Saunen. Dann müssen auch Sportvereine und anderen Sportangebote ihre Arbeit einstellen. Gleiches gilt für Volkshochschulen, Musikschulen und anderen Bildungseinrichtungen.

Der Zugang zu großen Einkaufszentren ist nur noch zur Deckung des dringenden Bedarfs erlaubt. Die tägliche Versorgung bleibt sichergestellt: Einzelhandel, Lebensmittel- und Futtergeschäfte, Drogerien, Apotheken und Banken bleiben geöffnet. Strenge Vorgaben soll es für die Gastronomie geben. Hier geht es zu der ausführlichen Pressemitteilung.

17.20 Uhr: Die neuen Zahlen für den Kreis Borken liegen vor: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt aktuell (15.03.2020, 16.30 Uhr) bei 82. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar:

Ahaus: 11 Infektionen (4)

Bocholt: 10 Infektionen (9)

Borken: 15 Infektionen (12)

Gescher: 1 Infektion (1)

Gronau: 2 Infektionen (1)

Heiden: 1 Infektion (1)

Isselburg: 1 Infektion (0)

Raesfeld: 19 Infektionen (8)

Reken: 6 Infektionen (2)

Rhede: 6 Infektionen (3)

Schöppingen: 2 Infektionen (1)

Velen: 1 Infektion (1)

Vreden: 7 Infektionen (2)

Im Regierungsbezirk Münster sieht die Lage so aus:

378 Infektionen

Stadt Münster: 57 Infektionen (56)

Stadt Bottrop: 4 Infektionen (3)

Stadt Gelsenkirchen: 13 Infektionen (12)

Kreis Borken: 82 Infektionen (45)

Kreis Coesfeld: 50 Infektionen (47)

Kreis Steinfurt: 64 Infektionen (61)

Kreis Recklinghausen: 51 Infektionen (47)

Kreis Warendorf: 57 Infektionen (47)

16.20 Uhr: In der Gemeinde Raesfeld gibt es 19 bestätigte Fälle, dass sich Personen mit dem Coronavirus infiziert haben. Aktuell seien 40 Menschen – darunter Kontaktpersonen – in häuslicher Quarantäne. Diese Zahlen haben Bürgermeister Andreas Grotendorst und Ordnungsamtsleiter Markus Büsken am Sonntag im Rathaus bei einem Pressegespräch genannt.

16.15 Uhr: Die Stadt Borken teilt am Sonntagnachmittag mit, dass die Bäder und städtischen Einrichtungen zur Eindämmung des Coronavirus ab Montag, 16. März, geschlossen werden. Dazu zählen das Freizeitbad Aquarius Borken, die Schwimmhalle in Weseke, das Lehrschwimmbecken in Gemen, die Tourist-Info und das Stadtarchiv. Die Stadtverwaltung arbeitet zudem an einem System für eine unkomplizierte Nachbarschaftshilfe für betroffene Personen.

„Wir werden in Borken weiter konsequent gegen das Coronavirus vorgehen. Die Gesundheit der Menschen in Borken hat für mich oberste Priorität“, so Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. „Wir arbeiten derzeit an einer unkomplizierten Nachbarschaftshilfe für betroffene Personen“, kündigte Schulze Hessing weiterhin an. Hierzu wird es in Kürze weitere Informationen geben.

Vorsichtsmaßnahmen im Hinblick auf das Corona-Virus hat das Team der allgemein-medizinischen Gemeinschaftspraxis im Ärztehaus in Velen schon vor einigen Wochen getroffen. Jetzt haben die Ärzte Dr. Michael Schmitt, Dr. Annette Lenze und Linus Steffens weitere Schritte eingeleitet, um sich, das Team und die Patienten vor dem Corona-Virus zu schützen. Über eine eigens eingerichtete Facebook-Seite informiert das Team, dass es sich entschieden habe, ab Montag, 16. März, nur noch Notfälle zu behandeln. Wie genau ein Notfall definiert ist, schreiben die Mediziner dort nicht. Sie bitten aber darum, nicht mehr für Rezepte, Überweisungen und andere Formulare in die Praxis zu kommen. Bestellungen sollten nur noch telefonisch unter 02863 / 923 100, per E-Mail an sekretariat@arzt-velen.de oder schriftlich per Brief im Briefkasten an die Praxis gerichtet werden. Rezepte und Formulare, die vormittags bestellt würden, könnten nachmittags ab 15.30 Uhr abgeholt werden, teilt das Praxisteam weiter mit. Nachmittags bestellte Formulare seien am Folgetag ab 8 Uhr abholbereit. Für weitere Fragen und Infos stehe das Team zu den gewohnten Öffnungszeiten unter Tel. 02863 / 923 100 zur Verfügung.

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12.50 Uhr: Aktuell gibt es im Regierungsbezirk Münster 318 Infektionen. Diese teilen sich wie folgt auf:

Stadt Münster: 56 Infektionen (43)

Stadt Bottrop: 3 Infektionen (3)

Stadt Gelsenkirchen: 12 Infektionen (10)

Kreis Borken: 45 Infektionen (45)

Kreis Coesfeld: 47 Infektionen (47)

Kreis Steinfurt: 61 Infektionen (49)

Kreis Recklinghausen: 47 Infektionen (46)

Kreis Warendorf: 47 Infektionen (42)

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Sonntag, 15. März, 7.40 Uhr: Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing hat ihre Virus-Warnung erneuert: „Das Coronavirus ist eine riesige Herausforderung auch für uns in Borken. Eine Herausforderung wie wir sie seit langem nicht gekannt haben. Und genauso wie uns geht es den allermeisten Ländern dieser Welt. Deshalb sprechen wir auch von einer Pandemie. Das Virus, um das es geht, ist neuartig. Es gibt kein Medikament und es gibt keinen Impfstoff. Deshalb müssen wir die Verbreitung dieses Virus verlangsamen, um unsere Gesundheitssysteme nicht zu überfordern. Und das bedeutet, dass wir soziale Kontakte weitestgehend einstellen, wo immer das möglich ist. Damit helfen wir insbesondere den Menschen, die von der Erkrankung durch dieses Virus in besonderer Weise betroffen sein werden. Das sind die Älteren und die Menschen mit Vorerkrankungen. Jeder kann einen Beitrag leisten. Ich bitte Sie daher insbesondere auch angesichts der stark steigenden Fallzahlen in Borken dringlich: Verzichten Sie auch auf private Kontakte insbesondere in geschlossenen Räumen, sofern das möglich ist. Verzichten Sie auf größere private Treffen und Feiern. So helfen Sie mit, gemeinsam die Herausforderung zu meistern!“

Samstagabend wurde zudem bekannt, dass in Frankreich Bars, Cafés und Restaurants geschlossen werden. In Spanien wurde, wie bereits zuvor in den USA, der Ausnahmezustand ausgerufen. Dort dürfen die Menschen ihre Wohnungen nur noch für sehr wichtige Angelegenheiten verlassen.

In Italien haben die Menschen versucht trotz Quarantäne gemeinsam Musik zu machen.

19.24 Uhr: Auf der Homepage der Kirchengemeinde St. Remigius wird mitgeteilt, dass alle Gottesdienste ausfallen: „Liebe Gemeinde, der Coronavirus verbreitet sich stetig. Um unserer Verantwortung der Gesundheit der Menschen gegenüber gerecht zu werden, entfallen ab sofort alle Gottesdienste in unserer Gemeinde. Wir berufen uns dabei auch auf die Anordnung, die wir soeben von der Bistumsleitung erhalten haben: „Sehr geehrte Herren Pfarrer, sehr geehrte Damen und Herren, über verschiedene Kanäle haben Sie sicherlich ebenfalls erfahren, dass in einigen Bistümern bereits alle Gottesdienste abgesagt wurden. Auch im Bistum Münster haben die Gesundheitsbehörden in einigen Kommunen entschieden, dass auch Gottesdienste abzusagen sind. Soweit Sie noch die Möglichkeit haben, informieren Sie bereits an diesem Wochenende Ihre Pfarreien, dass auch im Bistum Münster alle Gottesdienste und Veranstaltungen abzusagen sind. Nähere und weitere Informationen erhalten Sie am Montag.“

Mit Blick auf die einzelnen Kommunen stellt sich die Lage nach Angaben des Kreises Borken wie folgt dar (in Klammern die Werte von Freitag, 18 Uhr):

Ahaus: 4 Infektionen

Bocholt: 9 Infektionen (vorher 6)

Borken: 12 Infektionen (vorher 6)

Gescher: 1 Infektion (vorher 0)

Gronau: 1 Infektion (vorher 0)

Heiden: 1 Infektion (vorher 0)

Raesfeld: 8 Infektionen (vorher 4)

Reken: 2 Infektionen

Rhede: 3 Infektionen

Schöppingen: 1 Infektion

Velen: 1 Infektion (vorher 0)

Vreden: 2 Infektionen (vorher 1)

18.05 Uhr: Der Kursbetrieb der VHS Borken wird ab Montag, 16. März, bis zum Ende der Osterferien (19.04.2020) eingestellt!

18 Uhr: Aufgrund der Krisenlage in Zusammenhang mit dem Coronavirus schaltet die Bocholter Verwaltung ab kommender Woche auf Notbetrieb um. Das heißt: Die Verwaltungsstellen sind nur bei dringlichen, unaufschiebbaren Angelegenheiten erreichbar. Bürger müssen vorher telefonisch einen Termin vereinbaren. Das beschloss der 20-köpfige Krisenstab unter Leitung von Erster Stadtrat Thomas Waschki am Samstag.

„Diese Maßnahmen sind in dieser Krisensituation notwendig, um öffentliche Grundfunktionen für das Allgemeinwesen aufrecht zu erhalten. Eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus kann nur verhindert werden, wenn soziale Kontakte jetzt auf ein Minimum reduziert werden“, erklärt Waschki. Die Stadt folgt den Vorgaben von Landesministerium und Kreis Borken. Ab sofort werden nur noch Bürgeranliegen bearbeitet, die keinen Aufschub dulden. Verwaltungsstellen dürfen nicht mehr ohne Termin betreten werden. Das betrifft die Gebäude an der Kaiser-Wilhelm-Straße 52-58 (Gigaset-Gebäude), das Jugendamt (Kaiser-Wilhelm-Straße 77), Jobcenter und Fachbereich Soziales (Berliner Platz 2, in den „Arkaden“) sowie Bürgerbüro (Westend 2, Hungerkamp-Gebäude). Die Verwaltung richtet in den jeweiligen Verwaltungsstellen Räume mit entsprechenden Schutzvorkehrungen ein. Die Verwaltungsstellen sind unter folgenden Nummern erreichbar: Bürgerbüro: 02871 953-456 (nur Terminvereinbarungen; sonstige Anfragen unter Tel. 953-365 oder -366) Jugendamt: Tel. 02871 953-623 Jobcenter und Fachbereich Soziales: 02871 953-735 oder -739 Allgemeine Information: 02871 953-0 KFZ-Außenstelle (in Zuständigkeit des Kreises Borken): 02871 953-396 Weiter Kontakte und Durchwahlen unter www.bocholt.de/buergerservice

Die Verwaltung fährt ab nächster Woche das Personal runter. Es wird auf Schichtbetrieb umgestellt und verstärkt von zuhause aus gearbeitet (Homeoffice).

17.51 Uhr: Der Vorstand und der Aufsichtsrat des Genossenschaftsgasthofs Anna van´n Hook haben in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, den Gaststättenbetrieb zunächst befristet bis zum 31. März 2020 einzustellen. Die Schließung erfolgt mit sofortiger Wirkung.

Mit dieser Entscheidung folgt die Genossenschaft den Empfehlungen der Politik, die sozialen Kontakte möglichst zu minimieren und entspricht den satzungsmäßigen Regelungen der RBG. Die Gesundheit für Gäste und Mitarbeiter steht für die RBG an erster Stelle.

17.25 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen verschärft im Zuge der Corona-Krise die Maßnahmen nochmals drastisch: Das Gesundheitsministerium hat alle Städte und Gemeinden angewiesen, nunmehr auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern zu verbieten. Das geht aus einem entsprechenden Erlass hervor, den das Ministerium am Freitag herausgegeben hat, berichtet die WN.

17.20 Uhr: Hinweis vom Kreis Borken: „Das Land NRW hat gestern (13.03.2020) mitgeteilt, dass zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Montag, 16. März 2020, alle Schulen bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben. Landesweit werden ab Montag auch alle Kindertageseinrichtungen und Angebote der Tagespflege geschlossen. Im Zuge dieser Sofortmaßnahmen hat es einige Missverständnisse gegeben. Dies betraf vor allem das gestern kommunizierte sofortige Betretungsverbot in Kitas und in der Kindertagespflege für ausnahmslos alle Kinder. Das Land hat nunmehr klargestellt, dass eine Notbetreuung – genau wie für den Schulbereich – auch in der Kita und Tagespflege am Montag und Dienstag möglich ist. Das bedeutet, dass an diesen beiden Tagen die Kitas und Tagespflegepersonen einheitlich im gesamten Kreisgebiet eine Betreuung für Kinder, die nicht anderweitig betreut werden können, anbieten werden. Der Kreis Borken wird am Montag mit seinen Kommunen die weiteren Einzelheiten abstimmen, wie künftig eine Notbetreuung für Eltern mit Beschäftigung in kritischer Infrastruktur (z.B. medizinischer Bereich) sichergestellt werden kann.“

Zudem hat die Bezirksregierung Münster ein Info-Telefon für schulspezifische Fragen unter der Nummer 0251/411-4198 geschaltet. Erreichbar ist es montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 15 Uhr.

Und das ist der aktuelle Stand für die Kreise:

285 Infektionen

Stadt Münster: 43 Infektionen (29)

Stadt Bottrop: 3 Infektionen (3)

Stadt Gelsenkirchen: 10 Infektionen (9)

Kreis Borken: 45 Infektionen (27)

Kreis Coesfeld: 47 Infektionen (39)

Kreis Steinfurt: 49 Infektionen (37)

Kreis Recklinghausen: 46 Infektionen (37)

Kreis Warendorf: 42 Infektionen (27)

Samstag, 14. März, 17.10 Uhr: Die katholische Kirchengemeinde Raesfeld hat alle Veranstaltungen, die der Freizeit oder Kultur dienen, bis zum Ende der Osterferien (19.04.) für alle Altersgruppen abgesagt. Darunter fällt der Messdienerausflug am Samstag, das Konzert am Sonntag in St. Martin, alle Gruppenstunden der Messdiener, Treffen der Landjugend, der Familienkreise. Alle Veranstaltungen, bei denen das Risiko (nach den Prinzipien des Robert-Koch-Instituts, bzw. der Stadt Münster, die der Generalvikar in Münster als Richtlinien empfiehlt: das sind alle Treffen von über 50 Personen oder über 60-jährigen, die sich über eine Stunde oder dicht gedrängt aufhalten)) mittel oder hoch ist, werden bis zum 19.04. abgesagt. Das wären z.B. die Chorproben der Kirchenchöre, des Vokalensembles, Lektoren- und Kommunionhelfertreffen, Fastenessen. Zusätzlich werden auch die Veranstaltungen im Rahmen der Erstkommunion- und Firmvorbereitung und Kinderchorproben bis zum 19.04. ausgesetzt.

- Alle anderen Veranstaltungen (unter 10% über-60-jährige, weniger als 50 Personen: Vorstandssitzungen, Taufabend, Treffen der Ausschüsse) können stattfinden. Es wird darauf hingewiesen, allgemeine verschärfte Hygieneregeln zu beachten (keine Begrüßung mit Handschlag, Abstand von einem Meter)

- Gottesdienste sollen nicht mehr als 100 Personen umfassen (auch Beerdigungen, Erstkommunionfeiern) Die normalen Sonntags- und Werktagsgottesdienste können laut derzeitiger Aussage vom Generalvikar stattfinden. Zusätzlich zu den bisherigen Maßnahmen (kein Weihwasser, keine Kelchkommunion, kein Handschlag beim Friedensgruß, keine Mundkommunion) wird der Kollektenkorb nicht mehr rundgereicht, sondern steht an den Ausgängen bereit. Es wird empfohlen einen Abstand zu den Nachbarn einzuhalten. Über 60-jährige werden gebeten, zuhause zu bleiben.

Und auch die Kirchengemeinde St. Georg hat am Samstag noch einmal neue Infos gegeben: Aufgrund der besonderen Situation wird gebeten, dass Pfarrbüro nur in dringenden und notwendigen Fällen aufzusuchen. Gern können die Angelegenheiten per Telefon, E-Mail oder Brief geklärt werden. „Ob wir aufgrund der Menschenansammlung weiterhin Gottesdienste anbieten können, entscheiden wir jeden Tag neu. Wahrscheinlich werden wir uns in naher Zukunft auf die Trauergottesdienste beschränken müssen. Um Gott die Ehre zu geben und den Sonntag zu heiligen, möchten wir schon jetzt auf die Gottesdienste im Fernsehen, Radio und Internet aufmerksam machen. Über die Medien kann ich mich mit der Gottesdienstgemeinschaft verbunden fühlen und die „geistige Kommunion“ empfangen.“, heißt es weiter.

Diese Veranstaltungen sind durch die Gemeinde abgesagt:

Kinderwortgottesdienst am 14. März.

Elternabend Erstkommunion am 16. März; Samstagstreffen am 21. März; Aktionstag der Erstkommunionkinder am 28. März.

Über entsprechende Ausweichtermine im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung werden wir Sie informieren.

Vorleseabend in der Bücherei am 18. März.

Schulgottesdienst am 19. und 27. März.

Atempause am 17. März, 24. März und 31. März.

Fastenessen der KAB am 22. März.

Kirchliche Abendmusik am 29. März.

Lesehäppchen der KAB am 3. April.

17.40 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Lauf des Freitags von 160 auf jetzt 206 Fälle (Stand 13. März, 17.30 Uhr) erhöht. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Mittwochnachmittag wie folgt dar (Erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl in Klammer: gestrige Meldung 15.30 Uhr):

Stadt Münster 29 (20)

Stadt Bottrop 3 (3)

Stadt Gelsenkirchen 9 (5)

Kreis Borken 27 (14)

Kreis Coesfeld 39 (30)

Kreis Steinfurt 37 (26)

Kreis Recklinghausen 37 (19)

Kreis Warendorf 27 (11)

Gesamt 206 (128)

17.11 Uhr: Die Pfarrgemeinden St. Remigius, Christus-König Gemen und St. Ludgerus Weseke mit Burlo und Borkenwirthe bitten aufgrund der aktuellen Virus-Situation ältere und gefährdete. Gemeindemitglieder auf den Besuch eines Gottesdienstes zu verzichten. Mit Ausnahme der Gottesdienste im Krankenhaus sowie in den Seniorenheimen (in Borken und Heiden) finden diese zu den gewohnten Zeiten statt.

Die Gottesdienstbesucher sollten einen Abstand von 1,50 Meter voneinander einhalten und die Gotteslobbücher nicht benutzen. Es werden Liedzettel ausgeteilt beziehungsweise Texte per Folie an die Wand gestrahlt. Es werden nicht alle Kirchentüren geöffnet sein, bei den anderen wird die Tür offenstehen, sodass niemand eine Türklinke berühren muss.

Für St. Remigius gilt: Nur der Gottesdienst am Samstag um 17.30 Uhr wird als Eucharistiefeier gefeiert, alle anderen Gottesdienste auch in Marbeck und Hoxfeld werden als Wortgottesdienste ohne Kommunion aber mit anschließender eucharistischer Anbetung gefeiert.

Für Christus-König gilt zudem: Der Gottesdienst für Ausgeschlafene am Sonntag um 11.30 Uhr fällt aus.

Für St. Ludgerus Weseke mit Burlo und Borkenwirthe gilt: Die Pfarrheime und Häuser sind geschlossen, am Sonntag sind Eucharistiefeiern in St. Marien um 9 Uhr, in St. Ludgerus um 9.30 Uhr, in Heilig-Kreuz um 10.30 Uhr. Die übrigen Gottesdienste werden als Wort-Gottes-Feiern mit anschließendem sakramentalen Segen gefeiert. Es wird keine Hausbesuche in nächster Zeit geben.

17.02 Uhr: Bürgerbus fährt nicht mehr: Ab Montag, 16. März, wird der Bürgerbus in Borken seinen Dienst bis Ende März einstellen. Dies geschehe aus Vorbeugung, um die meist älteren, ehrenamtlichen Fahrer vor möglichen Corona-Infizierungen zu schützen, so der Verein.

16.49 Uhr: In Abstimmung mit dem Kreis Borken wollen Städte und Gemeinden im Kreisgebiet „Betreuung“ von Kindern zumindest in beonderen Ausnahmefällen sicherstellen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Kreises. Damit die Eltern von Schülern Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie bis einschließlich Dienstag, 17. März, ihre Kinder zur Schule schicken, wenn die Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann. Die Schulen stellen an diesen beiden Tagen während der üblichen Unterrichtszeit eine Betreuung sicher. Der Schulbusverkehr ist ausschließlich für diese beiden Tage sichergestellt. Ab Mittwoch gilt dies nicht mehr.

Landesweit werden ab Montag auch alle Kindertageseinrichtungen und Angebote der Tagespflege geschlossen.

Es gibt keinerlei Notfall-Betreuung. Das Land hat angekündigt, für Schulen wie für Kitas eine Notfall-Betreuung für Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen arbeiten, kurzfristig gesondert zu regeln. Dazu werden die Bürgermeister aller kreisangehörigen Kommunen auf Einladung von Landrat Dr. Kai Zwicker am Dienstag, 17. März, im Borkener Kreishaus das weitere Vorgehen festlegen.

15.30 Uhr:Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken aktuell (13. März) liegt bei 24. Damit hat sich die Zahl seit Donnerstag um 10 erhöht. Mit Blick auf die einzelnen Kommunen im Kreisgebiet stellt sich die Lage wie folgt dar:

Ahaus: 4 Infektionen

Bocholt: 6 Infektionen (vorher 5)

Borken: 6 Infektionen (vorher 2)

Schöppingen: 1 Infektion

Rhede: 3 Infektionen (vorher 2)

Raesfeld: 3 Infektionen (vorher 0)

Vreden: 1 Infektion (vorher 0)

Reken: 2 (vorher 0)

14.51 Uhr: Schulen in NRW ab Montag geschlossen

Bereits ab Montag sollen die Schulen in NRW schließen. Das gab Ministerpräsident Armin Laschet gerade bekannt. Die Lehrer blieben im Dienst, zur Vorbereitung von Abschlussarbeiten etwa oder um digitale Unterrichtsformen durchzuführen. Ebenso dürfen Kinder bis zum schulpflichtigen Alter ab Montag nicht mehr in Kitas gebracht werden. Kinder sollten nicht bei Großeltern untergebracht werden.

Für die Kinder des Personals, das zur Bewältigung der Krise notwendig sei, solle es besondere Betreuungsangebote geben. Die Schulen in NRW werden ab Montag geschlossen. Am Montag und Dienstag werden aber alle Lehrer in den Schulen anwesend sein, damit Eltern Betreuungsmöglichkeiten schaffen können. Betroffen sind 2,5 Millionen Kinder.

Auch alle Kindergärten schließen.

13.30Uhr: SCHULEN IN NRW SCHLIESSEN

In Nordrhein-Westfalen schließen wegen des Coronavirus in der kommenden Woche alle Schulen bis zu den Osterferien. Das hat das Kabinett am Freitag entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Landesregierung erfuhr. Der genaue Schließungstag war zunächst noch offen - die „Rheinische Post“ berichtete, dass die Schulen spätestens am Mittwoch geschlossen werden sollen. Damit ist Nordrhein-Westfalen das siebte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

12.30 Uhr: Während in zahlreichen Bundesländern bereits die Schulschließungen beschlossen wurden, gibt es für NRW immer noch keine Entscheidung. Der Kreis Borken erklärt zu dem Thema, dass für flächendeckende Schulschließungen ausschließlich das Land NRW zuständig ist. Dort wird am Freitag womöglich eine Entscheidung getroffen. Nur wenn ein konkreter Anlass besteht, kann eine Stadt- oder Gemeindeverwaltung in Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt Schulen schließen und Schulklassen von der Teilnahme am Unterricht ausschließen. Der Kreis Borken hat sowohl den Schulen als auch Kindertagesstätten (Kitas) im Kreisgebiet Checklisten an die Hand gegeben, wie dort ein möglichst risikofreier Betrieb gewährleistet werden kann. Insbesondere sollen die Aktivitäten mit Außenwirkung dort nur auf das unbedingt notwendige Maß reduziert werden. Dies haben die Schul- und Kita-Leitungen eigenverantwortlich sicherzustellen.

12.26 Uhr: Um die Funktionsfähigkeit der Kreisverwaltung zu gewährleisten und die Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus (beispielsweise in Wartezonen) zu vermindern, hat der Kreis Borken vorsorglich folgende Maßnahmen getroffen:

Bürger werden dringlich gebeten, die persönlichen Besuche in die Kreisverwaltung auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das heißt, dass sie Anliegen möglichst per Telefon, E-Mail, Brief oder Einwurf von Unterlagen erledigen.

Die Führerscheinstelle des Kreises Borken im Kreishaus Borken sowie in den beiden Zulassungsstellen in Ahaus und Bocholt kann nur noch nach Terminvereinbarung aufgesucht werden. Die Rufnummer lautet für Borken 02861/82-2023. Für die Nebenstellen in Ahaus und Bocholt können Termine über das Internet unter http://www.kreis-borken.de/terminreservierung und ausnahmsweise telefonisch unter den Rufnummern 02561/912-215 für Ahaus und 02871/953-396 für Bocholt vereinbart werden.

Die drei Zulassungsstellen des Kreises Borken in Ahaus, Bocholt und Borken können ebenfalls nur noch nach Terminvereinbarung betreten werden. Termine können über das Internet unter www.kreis-borken.de/terminreservierung vereinbart werden und ausnahmsweise telefonisch unter den Rufnummern 02861/82-2059 für Borken, 02561/912-215 für Ahaus und 02871/953-396 für Bocholt. Autohäuser und Zulassungsdienste können ihre Vorgänge gesammelt bei den drei Zulassungsstellen abgeben und nach Bearbeitung und telefonischer Rückmeldung wieder abholen.

In der unteren Jagdbehörde des Kreises Borken können Jagdscheine ebenfalls nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung verlängert werden. Für die Nebenstellen des Kreises in Ahaus und Bocholt können Termine über das Internet unter http://www.kreis-borken.de/terminreservierung und ausnahmsweise telefonisch unter den Rufnummern 02561/912-215 für Ahaus und 02871/953-396 für Bocholt vereinbart werden. Am Standort Borken erfolgt die Terminvereinbarung telefonisch unter der Rufnummer 02861/82-1137.

Die Elterngeldstelle des Kreises Borken ist unter den bekannten Telefonnummern im Kreishaus erreichbar. Persönliche Beratungstermine werden zurzeit nicht wahrgenommen. Die Sprechstunden in der Nebenstelle des Kreises in Ahaus finden bis auf Weiteres nicht statt.

Beurkundungstermine werden beim Kreisjugendamt nur nach telefonischer Vereinbarung wahrgenommen.

Das Kreisrestaurant im Kreishaus Borken hat ab Montag, 16. März, nur noch für Bedienstete der Kreisverwaltung und der Kreispolizeibehörde geöffnet.

Alle im kult Westmünsterland in Vreden vorgesehenen Kulturveranstaltungen fallen bis auf Weiteres aus:

• 13.-15.03: Workshop „Kulturcaster“

• 20.03.: Live Hörspiel „Eine Studie in Sherlock“

• 22.03.: Kinderkonzert „Piraten, Wellen und Spinat“

• 31.03.: Vortrag „Kassandras Geschenk“

• 05.04.: Tanzworkshop und Tanztee

• 26.04.: Eröffnungsveranstaltung Sonderausstellung „Grenzgewässer“

• 28.04. Vortrag „Malweiber? Vision und Wirklichkeit von Künstlerinnen um 1900“

Zudem entfällt am Sonntag, 15. März, das Ahauser Schlosskonzert mit dem Ensemble „Sjaella“. Ein Ersatztermin wird gesucht – die Karten behalten Gültigkeit.

Die Telefon-Hotline des Kreisgesundheitsamtes Borken unter der Telefonnummer 02861/82-1091 ist am Samstag (14.03.2020) und am Sonntag (15.03.2020) in der Zeit von 10 bis 17 Uhr freigeschaltet, ab Montag dann wieder täglich von 8 bis 17 Uhr. Dort sind Auskünfte zum Thema Coronavirus erhältlich. Darüber hinaus ist die Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter Tel. 116117 rund um die Uhr erreichbar.

10.43 Uhr: Es wird keine Fußballspiele im Kreis Borken in den kommenden Wochen geben.

Freitag, 13. März, 10.01 Uhr: Entscheidung in NRW steht aus

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) informiert am Freitag (14.30 Uhr) über weitere Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus. Das teilte die Staatskanzlei mit. Das Kabinett hatte am Freitagmorgen in einer Sondersitzung über Konsequenzen aus den Beschlüssen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Vortag beraten. Die Kabinettssitzung lief nach dpa-Informationen dezentral in einer Schalte ab. Mit Spannung wird erwartet, ob die Landesregierung landesweite Schul- und Kitaschließungen verfügen will. Im Saarland, Bayern, Berlin und Niedersachsen sind Schulschließungen bereits beschlossen. In Bayern dürfen keine Alten- und Pflegeheime mehr besucht werden.

Auch im Kreis Borken wurde die Empfehlung ausgesprochen, dass keine Alten- und Pflegeheime mehr besucht werden. Die WTG-Behörde (ehemals Heimaufsicht) des Kreises Borken hat in enger Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt allen Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege die dringende Empfehlung ausgesprochen, keine Besuche in ihren Einrichtungen mehr zuzulassen, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Empfehlung, die auch dazubeitragen soll, die Gefahr der Weiterverbreitung des Coronavirus zu vermindern, gilt bis auf Weiteres. Grund: Besonders die älteren und pflegebedürftigen Personen gehören zur Risikogruppe. Sie haben wegen ihrer Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken. Sie müssen also besonders geschützt werden. Es geht bei dieser Maßnahme zudem darum, Sorge zu tragen, dass sich das Personal dieser Einrichtungen nicht infiziert, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen nicht zu gefährden.

19.56 Uhr: Die Verwaltung der Stadt Borken hat ein Service-Telefon eingerichtet. Montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr können Bürger unter der Nummer 02861/939555 dort Fragen zu nichtmedizinischen Themen stellen. Allgemeine Fragen zum Beispiel zu Veranstaltungen, Schulen und Kitas werden beantwortet. Hier gibt es eine groben ersten Überblick über abgesagte Veranstaltungen. Wir ergänzen die Liste fortlaufen, es wird keine Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, da auch jetzt weitere Absagen nach und nach bei uns einlaufen.

17 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich im Laufe des heutigen Donnerstags von 108 auf jetzt 128 erhöht. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Donnerstagnachmittag wie folgt dar (Erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl in Klammer: gestrige Meldung 15.30 Uhr):

Stadt Münster 20 (13)

Stadt Bottrop 3 (2)

Stadt Gelsenkirchen 5 (4)

Kreis Borken 14 (11)

Kreis Coesfeld 30 (26)

Kreis Steinfurt 26 (12)

Kreis Recklinghausen 19 (9)

Kreis Warendorf 11 (7)

Gesamt 128 (84)

16.10 Uhr: Die Städte und Gemeinden im Kreis Borken haben sich gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt auf ein einheitliches Vorgehen in Sachen „Umgang mit Veranstaltungen“ verständigt. Der Kreis Borken und seine Kommunen sagen grundsätzlich alle eigene Veranstaltungen, bis auf wenige unverzichtbare Ausnahmen wie Ratssitzungen u.ä. sowie Zusammenkünfte, die der Sicherstellung des öffentlichen Lebens dienen – zunächst bis Ende April ab. Das betrifft zum Beispiel auch die heutige Veranstaltung im Vennehof „Rock the Circus“. Weitere Infos hier.

10.35 Uhr: Im Kreis Borken gibt es drei neue Coronavirus-Infektionsfälle: einen weiteren Fall in Borken und erstmals zwei Fälle in Rhede. Insgesamt sind im Kreis Borken damit nun 14 Infektionsfälle zu verzeichen. Das teilt am Donnerstag die Borkener Kreisverwaltung mit.

Alle drei Personen stehen unter häuslicher Quarantäne. Ihre engen Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt, dann schnellstmöglich deren Testung und ebenfalls häusliche Quarantäne veranlasst. Die häusliche Quarantäne ist eine behördlich angeordnete Maßnahme vor allem mit diesen Folgen:

• Verbleiben im eigenen Haushalt

• Regelmäßiger Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt

• Den weiteren Anweisungen des Kreisgesundheitsamtes folgen

Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker wiederholt zudem seinen Appell an die Bevölkerung, weiterhin besonnen zu sein. Es werde alles darangesetzt, eine Weiterverbreitung des Coronavirus zu vermeiden.

Die Telefon-Hotline des Kreisgesundheitsamtes Borken unter der Telefonnummer 02861/82-1091 ist täglich von 8 bis 17 Uhr, am Wochenende 10 bis 17 Uhr freigeschaltet. Dort sind Auskünfte zum Thema Coronavirus erhältlich. Darüber hinaus ist die Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117 rund um die Uhr erreichbar.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus (COVID-19) im Regierungsbezirk Münster hat sich von Mittwoch auf Stand 12. März, 10.35 Uhr erhöht. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage am Mittwochnachmittag wie folgt dar (Erste Zahl: bestätigte Infektionen, zweite Zahl in Klammer: vorherige Meldung):

Stadt Münster: 14 Infektionen (13)

Stadt Bottrop: 3 Infektionen (2)

Stadt Gelsenkirchen: 4 Infektionen (4)

Kreis Borken: 14 Infektionen (11)

Kreis Coesfeld: 28 Infektionen (26)

Kreis Steinfurt: 22 Infektionen (12)

Kreis Recklinghausen: 16 Infektionen (9)

Kreis Warendorf: 8 Infektionen (7)

Gesamt: 109 (84)

Unverändert haben die Stadt Münster sowie die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt, Recklinghausen und Warendorf ihre Krisenstäbe aktiviert. Die Stadt Gelsenkirchen hat ein „Lagezentrum Corona“ eingerichtet, die Stadt Bottrop einen Ereignisstab aktiviert. Bei der Bezirksregierung Münster tritt die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs seit dem 2. März 2020 werktäglich und auch am Wochenende zusammen.

Update Donnerstag, 12. März, 9.30 Uhr: Aktuell gibt es keine neuen bestätigten Corona-Fällen. Wie berichtet, fällt der Unterricht am Gymnasium Canisianum in Lüdinghausen vorerst aus. Pädagogen unterrichten die Schüler deshalb nun via App. NRW sagt wegen des Corona-Virus alle Schulfahrten ab. Die Regelung soll erstmal bis zu den Osterferien gelten.

17.26 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich im Lauf des Tages auf 84 erhöht. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage wie folgt dar: Stadt Münster: 13 Infektionen, Stadt Bottrop: 2 Infektionen, Stadt Gelsenkirchen: 4 Infektionen, Kreis Borken: 11 Infektionen, Kreis Coesfeld: 26 Infektionen, Kreis Steinfurt: 12 Infektionen, Kreis Recklinghausen: 9 Infektionen, Kreis Warendorf: 7 Infektionen.

14.55 Uhr: In Hamminkeln und Wesel gibt es jeweils einen bestätigten Fall.

12.23 Uhr: In Bocholt gibt es vier neue Infektionsfälle. Es handelt sich um eine Person aus einer sechsköpfigen Reisegruppe. Deren Mitglieder hatten in Ischgl Skiurlaub gemacht und stehen seit ihrer Rückkehr unter häuslicher Quarantäne, weil bereits bei zwei – allerdings nicht im Kreis Borken wohnenden – Teilnehmern das Coronavirus nachgewiesen worden war. Zudem haben sich ein Ehepaar sowie unabhängig davon eine Einzelperson, bei denen noch die Infektionsquellen untersucht werden, mit dem Virus infiziert. Die Personen befinden sind in häuslicher Quarantäne.

Update Mittwoch, 11. März, 10.53 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich bis Mittwochvormittag auf 67 erhöht [Stadt Bottrop: 1 Infektion, Stadt Gelsenkirchen: 4 Infektionen, Kreis Borken: 7 Infektionen (vorher 6), Kreis Coesfeld: 22 Infektionen (vorher 21), Kreis Steinfurt: 11 Infektionen (vorher 4), Kreis Recklinghausen: 9 Infektionen (vorher 2), Kreis Warendorf: 5 Infektionen (vorher 4)]

19.35 Uhr: Die Borkener Kreisverwaltung hat am Dienstagabend mitgeteilt, dass sich bei einem der 18 Schöppinger Schüler, die sich seit dem Wochenende in häuslicher Quarantäne befinden, der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt hat. Die Schüler des Steinfurter Gymnasiums Arnoldinum waren in Südtirol auf einer Skifreizeit. Zwei weitere Testergebnisse stünden noch aus. Die übrigen seien negativ gewesen, teilt die Kreisverwaltung weiter mit. Die Mitglieder der Familie des Infizierten haben sich seit der Rückkehr auch in Quarantäne begeben. Daher werde das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus in Schöppingen derzeit als äußerst gering eingeschätzt, so die Kreisverwaltung weiter.

18.11 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster liegt aktuell bei 49 (Stadt Münster: 6 Infektionen, Stadt Bottrop: 1 Infektion, Stadt Gelsenkirchen: 4 Infektionen, Kreis Borken: 6 Infektionen, Kreis Coesfeld: 21 Infektionen, Kreis Steinfurt: 5 Infektionen, Kreis Recklinghausen: 2 Infektion, Kreis Warendorf: 4 Infektion).

17 Uhr: Die DKMS hat eine für Mittwoch, 25. März, geplante öffentliche Typisierungsaktion in Zusammenarbeit mit der Berufsschule der Landwirtschaftskammer in Borken aufgrund der aktuellen Corona-Situation abgesagt.

10.40 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Münster hat sich seit Montagabend auf 46 erhöht. Entsprechend den der Bezirksregierung Münster vorliegenden Meldungen aus den Kreisen und Städten stellt sich die Lage aktuell wie folgt dar: Stadt Münster: 5 Infektionen, Stadt Bottrop: 1 Infektion, Stadt Gelsenkirchen: 3 Infektionen, Kreis Borken: 6 Infektionen (vorher 5), Kreis Coesfeld: 21 Infektionen, Kreis Steinfurt: 5 Infektionen (vorher 2), Kreis Recklinghausen: 2 Infektionen (vorher 1), Kreis Warendorf: 3 Infektionen (vorher 1).

10.09 Uhr: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung reagiert auf die Ausnahmesituation. Nun sei es möglich, eine AU-Bescheinigung per Telefon zu erhalten. So kann der Arzt nach telefonischer Anamnese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu sieben Tage ausstellen und diese dem Patienten per Post zusenden. Die Voraussetzung hierfür sei, dass die Person weder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, noch sich in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen aufgehalten habe. Außerdem gilt dies für Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege und nicht für Patienten, die eine schwere Symptomatik aufweisen.

Update Dienstag, 10. März, 8.35 Uhr: Am Morgen werfen wir einen Blick nach Italien: Ganz Italien wird zur Sperrzone. Ministerpräsident Conte hat alle Reisen innerhalb des Langes untersagt. In Italien sind mittlerweile mehr als 10.000 Menschen infiziert und es gibt über 450 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. In NRW gibt es nun auch zwei Todesfälle: eine 89-jährige Frau aus Essen und ein 78-jähirger Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg. In ganz Nordrhein-Westfalen gibt es mittlerweile etwa 500 Corona-Virus-Erkrankungen. Bundesgesundheitsminister Spahn empfiehlt Veranstaltungen über 1.000 Besucher zu überdenken.

19 Uhr: Am Montagabend (9. März 2020) ist der erste Coronavirus-Infektionsfall in der Stadt Borken nachgewiesen worden. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Es handele sich um einen jungen Mann, der einer Reisegruppe angehörte, die in Südtirol Urlaub gemacht hat. Er und sechs weitere Teilnehmer aus Borken hatten sich bereits auf ihrer Rückfahrt beim Kreisgesundheitsamt gemeldet und sich in Absprache direkt nach Ankunft in Borken vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Die Test-Ergebnisse der sechs weiteren Personen lagen am Montagabend noch nicht vor. Der Gesundheitszustand aller sieben Personen werde laufend beobachtet, teilt die Kreisverwaltung mit. Derzeit seien alle symptomfrei. Die Mitglieder der Reisegruppe zeigen sich dabei sehr kooperativ. Dem besonnenen Verhalten der Gruppe ist es zu verdanken, dass das Risiko einer Weiterverbreitung des Coronavirus in Borken – ähnlich wie in Bocholt – derzeit als äußerst gering eingeschätzt wird.

17.30 Uhr: Der für kommenden Mittwoch, 11. März, geplante Hochschulberatungstag, der in diesem Jahr am St. Josef-Gymnasium („Kapu“) Bocholt stattfinden sollte, wird abgesagt. Das teilte die Stadt Bocholt mit. Grund sind mögliche Gesundheitsrisiken in Zusammenhang mit dem zurzeit grassierenden Coronavirus.

Städtische Schulverwaltung und privater Schulträger (Bistum Münster) entschieden sich nach Rücksprache gemeinsam zu diesem Schritt. Es handelt sich um eine reine Präventionsmaßnahme, wie beide Seiten betonen.

16.14 Uhr: Als „vorsorgliche Maßnahme“ hat der Krisenstab des Kreises Borken entschieden, dass die Teilnehmer einer Skifreizeit des Ahauser Berufskollegs für Technik in den kommenden 14 Tagen ihre üblichen sozialen Kontakte einschränken müssen und die Schule nicht besuchen dürfen. Sie sollen sich „achtsam verhalten“. Ein Test auf das Coronavirus war für alle 68 Teilnehmer der Gruppe negativ ausgefallen.

Die 18 Schöppinger Teilnehmer der Schüler-Skifreizeit des Gymnasiums Arnoldinums Steinfurt werden – soweit noch nicht geschehen – am Dienstag getestet. Sie sollen 14 Tage in „häuslicher Quarantäne“ bleiben, da ein unmittelbarer Kontakt zu einem der positiv getesteten Teilnehmer der Gruppe nicht ausgeschlossen werden könne. Für die Personen, die mit den Schülern in einem Haushalt zusammenleben, gelten keine besonderen Schutzmaßnahmen. Es gelten hier die allgemeinen Hygieneregeln.

9.13 Uhr: Das Coronavirus hat im Münsterland mittlerweile 31 bestätigte Infektionen ausgelöst. Es gibt 19 Fälle im Kreis Coesfeld (15 in Senden, vier in Ascheberg. Hinzu kommen fünf Infizierte im Kreis Borken (vier in Ahaus, einer in Bocholt), fünf in Münster, einer im Kreis Steinfurt (Rheine) sowie einer im Kreis Warendorf (Ahlen).

Bei der infizierten Person aus Rheine handelt es sich um einen Lehrer, der am Gymnasium Arnoldinum in Steinfurt-Burgsteinfurt unterrichtet. Er zeigt leichte Symptome und ist gemeinsam mit seiner Familie in Quarantäne. Der 45-Jährige hatte die Jahrgangsstufe zehn bei einer Skifreizeit in Südtirol begleitet. Das Kreis-Gesundheitsamt schickte 106 Schüler und zehn Lehrer nach der Rückkehr in häusliche Quarantäne. Das Schulgebäude hätten sie nicht mehr betreten, betont die Kreisverwaltung.

Deutschlandweit liegt die Zahl der Infizierten aktuell bei über 900. Wegen der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus empfiehlt Gesundheitsminister Spahn, Events mit mehr als 1000 Menschen abzusagen. Die ersten Veranstaltungen wurden auch im Kreis Borken abgesagt – beispielsweise „Reken rockt“, das für den 21. März geplant war.

Update Montag, 9. März, 9 Uhr: Die sofortige Testung der aus Südtirol zurückgekehrten Schüler-Skifreizeit des Berufskollegs für Technik in Ahaus ergab keinen Coronavirus-Nachweis. „Alle 68 Proben sind negativ“, zeigt er sich Landrat Dr. Kai Zwicker erleichtert. Dennoch sei bis einschließlich heute für die Mitglieder der Reisegruppe häusliche Quarantäne angeordnet worden. Über das weitere Vorgehen entscheidet im Laufe des Tages der Krisenstab des Kreises Borken.

Update 11.40 Uhr: Alle 86 genommenen Tests der Schüler und Lehrer der Irena-Sendler-Gesamtschule in Ahaus sind negativ. Es gibt also keine weiteren Infektionsfälle. Die Schule bleibt dennoch 14 Tage geschlossen.

Update Sonntag, 8. März, 11 Uhr: Bundesweit ist die Zahl der Infizierten auf rund 850 gestiegen. Im Münsterland gibt es nach offiziellen Angaben 30 bestätigte Corona-Infektionen. Am Samstag wurde erstmals ein nachgewiesener Fall aus dem Kreis Warendorf vermeldet.

Update 17.36 Uhr: Bis Freitagnachmittag sind im Kreis Borken fünf Corona-Virus-Infektionen bestätigt worden. Das erklärte der Kreis Borken in einer Pressekonferenz im Kreishaus. Vier Verdachtsfälle verliefen positiv: Wie in einer Teilauflage dieser Zeitung berichtet, hatte sich eine Familie aus Ahaus im grenznahen Borne in den Niederlanden infiziert – der Vater und drei seiner Kinder; die Mutter blieb ohne Befund. Zwei der Kinder gehen in die Irena-Sendler-Gesamtschule (ISG) in Ahaus. Sie war noch am Donnerstagabend für Freitag geschlossen worden – und bleibt nach den positiven Tests zwei weitere Wochen (Inkubationszeit) dicht. In die Schule gehen 1200 Schüler. Mehr als 100 Lehrer unterrichten an der ISG.

Für den Freitagabend hatte das Kreisgesundheitsamt umfangreiche Tests in der Schule angesetzt. So soll Klarheit geschaffen werden, wer sich aus dem Umfeld der beiden infizierten Mädchen möglicherweise mit angesteckt haben könnte. Dazu sollten die Lehrer getestet werden, die seit Montag die beiden Klassen mit rund 60 Schülern unterrichtet haben. Der DRK-Ortsverein Ahaus unterstützte die Aktion. Die Tests werden in einem Labor in Schüttorf ausgewertet. Sie sollen bis Sonntag Mittag vorliegen. Danach informiert der Kreis auf seiner Internetseite. Der Gesundheitsdienst Twente sei informiert. Dort gebe es einige Corona-Fälle, im Achterhoek offenbar keine, erklärte Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow. Der infizierten Frau in Bocholt gehe es gut. Sie sei stabil, informierte Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster. Es gebe keine Zusammenhänge zwischen Bocholt und Ahaus. Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung hatte sich während eines Italien-Urlaubs angesteckt.

14.30 Uhr: Die Irena-Sendler-Gesamtschule in Ahaus bleibt für die nächsten 14 Tage geschlossen. Die Schüler sowie Lehrer der beiden Klassen, in die die zwei vom Coronavirus infizierten Mädchen gehen, werden ab 19 Uhr in einem separaten Raum der Schule auf das Coronavirus getestet. Das heißt: von diesen Personen wird jeweils ein Abstrich genommen. Die Ergebnisse sollen am Sonntagmorgen vorliegen. Darüber hinaus werden alle besonders engen Kontaktpersonen der vier Infizierten getestet.

14.08 Uhr: Das Klinikum Westmünsterland bittet Besucher von Patienten, ab sofort bis auf Weiteres die Besuche bei ihren Angehörigen und Freunden auf eine Person pro Patient und Tag zu reduzieren. Hintergrund ist die erhöhte Gefahr einer Weiterverbreitung des Corona-Virus durch zu viel Publikumsverkehr. Die Regelung betrifft das St. Agnes- Hospital Bocholt, das St. Marien-Krankenhaus Ahaus, das St. Marien-Hospital Vreden, das St. Marien-Hospital Borken und das Krankenhaus Maria-Hilf in Stadtlohn.

12.32 Uhr: Der Krisenstab hat im Borkener Kreishaus zusammen mit Vertretern der Stadt Ahaus getagt. Die Familie aus Ahaus befindet sich in angeordneter häuslicher Quarantäne. Vorsorglich war am Donnerstag bereits die Ahauser Irena-Sendler-Gesamtschule, die zwei der drei Kinder besuchen, für heute geschlossen worden. Das dritte Kind ist in dieser Woche nicht zur Schule gegangen. Der Ursprung der Infektion konnte inzwischen zurückverfolgt werden. Sie hat ihren Ursprung am Sonntag in Borne (Provinz Overijssel, Niederlande).

Damit kann derzeit ausgeschlossen werden, dass ein noch unbekannter Infektionsursprung für diesen Fall im Kreis Borken gesucht werden muss. Die Analyse der Infektionskette dieser Familie für die Zeit zwischen Sonntag und Donnerstag läuft derzeit für alle Familienmitglieder auf Hochtouren. Abhängig davon werden alle zielgerichteten wirksamen Maßnahmen vorbereitet, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Aus diesem Grund ist die Irena-Sendler-Gesamtschule in Ahaus für heute, 6. März, vorsorglich geschlossen.

10.30 Uhr: Der Coronavirus-Infektionsfall in Ahaus wurde bestätigt. Vier von fünf Familienmitgliedern sind betroffen (Vater und die drei Kinder). Das hat der Kreis soeben mitgeteilt. Konkrete Maßnahmen werden derzeit abgestimmt.

Update Freitag, 6. März, 10 Uhr: Die Zahl der Infizierten im Münsterland ist rasant gestiegen. Am Donnerstagabend sprach die Bezirksregierung Münster von 13 gemeldeten Fällen in Senden, acht in Münster und einem in Bocholt. In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl auf mindestens 302, davon 197 im Kreis Heinsberg. Am Vorabend waren es noch 150 in Heinsberg und 172 landesweit.

Pressekonferenz im Borkener Kreishaus

21.55 Uhr: Der Kreis Borken hat in Übereinstimmung mit der Stadt Ahaus die Irena-Sendler-Gesamtschule in Ahaus geschlossen. Die Maßnahme gilt zunächst für Freitag (6. März). Eine Familie aus Ahaus steht in Verdacht, sich in den Niederlanden angesteckt zu haben. Zwei Kinder der Familie gehen in die Ahaus Schule. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Kreispressesprecher Karlheinz Gördes am Abend.

21.30 Uhr:Im Kreis Coesfeld ist die Zahl der Infizierten bis zum Abend auf 13 gestiegen. Es handelt sich nach Angabe der Kreisverwaltung Coesfeld um Kontaktpersonen des bereits infizierten Mannes aus Senden-Ottmarsbocholt. Für 14 Tage geschlossen wird vorsorglich in Senden die Geschwister-Scholl-Realschule, weil eine der Infizierten die Schule besucht. Es gibt laut Sendens Bürgermeister Sebastian Täger zum jetzigen Zeitpunkt keine positiv getesteten Mitschüler oder Verdachtsfälle. Der Kreis Coesfeld sieht ansonsten keine Notwendigkeit, öffentliche Einrichtungen zu schließen. Es fallen aber immer mehr Veranstaltungen aus, auch in anderen Orten. Sportvereine sagen Wettkämpfe ab.

17.30 Uhr: Obermeister und Geschäftsführung der Elektro-Innung Ahaus haben entschieden, dass die am Freitag, 6. März, geplante Lossprechungsfeier der Elektro-Innung Ahaus abgesagt wird.

16.48 Uhr: Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker appelliert erneut an die Bevölkerung, besonnen zu sein. Es werde alles darangesetzt, eine Weiterverbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Die Pressekonferenz ist beendet.

Erster Corona-Fall im Kreis Borken

16.41 Uhr: Für das Wochenende ist geplant, dass immer ein Arzt für die Leitstelle erreichbar ist. Sollte sich die Situation schlagartig ändern, würde unverzüglich die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs des Kreises einberufen.

16.33 Uhr: Die kassenärztliche Vereinigung hat unter der Telefonnummer 116117 eine Patientenhotline für „Corona“ für das Wochenende eingerichtet. Hier beraten dann Ärzte Anrufer, die Sorge wegen Corona haben.

16.22 Uhr: Die Bocholter Urlaubsgruppe (fünf Frauen kommen aus Bocholt, eine aus Rhede) war gemeinsam mit einem Kleinbus etwa eine Woche lang in Norditalien unterwegs. Bereits auf der Heimfahrt im Kleinbus am Samstag, 29. Februar, habe es Erkältungssymptome bei mehreren Personen gegeben. Sofort nach ihrer Rückkehr hätte sich das Bocholter Urlaubs-Sextett – in Absprache mit dem kontaktierten Kreisgesundheitsamt – selber häusliche Quarantäne verordnet.

16.11 Uhr: Die Pressekonferenz läuft bereits: „Wir sehen keine Gefahr für die Bocholter Bevölkerung“, sagt Kreisamtsärztin Annette Scherwinski als Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

Update 15.43 Uhr: Um 16 Uhr beginnt im Kreishaus eine Pressekonferenz. Wir sind vor Ort und halten Sie auf dem Laufenden.

Update 13 Uhr: Bei der infizierten Person handelt es sich um eine junge Frau aus Bocholt. Sie gehörte einer Gruppe von insgesamt sechs Frauen an, die einen Urlaub in Italien – aber nicht in den dortigen Risikogebieten – verbracht hatten. Bereits auf der Heimfahrt im gemeinsamen Kleinbus meldeten sie sich telefonisch, da sich bei mehreren Personen Erkältungssymptome zeigten. Sofort nach ihrer Rückkehr begaben sie sich überdies in Absprache mit dem kontaktierten Kreisgesundheitsamt Borken vorsorglich in häusliche Quarantäne.

Zudem wurde durch die Hausärzte der Frauen jeweils ein entsprechender Test auf das Coronavirus vorgenommen. Diese Proben wurden dann in unterschiedlichen Laboreinrichtungen ausgewertet, so dass sie erst sukzessive dem Kreisgesundheitsamt vorlagen. Bei fünf der Personen war dieser Test negativ. Der sechste, heute Morgen eintreffende Befund ergab dann, dass sich die Bocholterin mit dem Coronavirus infiziert hat. Ihr Allgemeinzustand ist stabil. Sie weist lediglich leichte Erkältungssymptome ohne Fieber auf und ist weiterhin in häuslicher Quarantäne. Vorsorglich befinden sich auch die übrigen fünf Mitglieder der Reisegruppe entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes in Quarantäne. Zwei von ihnen hatten sich nach Bekanntwerden ihres negativen Befundes am Dienstag, 4. März, zunächst aus der Quarantäne begeben. Der Gesundheitszustand aller sechs Frauen wird laufend beobachtet. Die Mitglieder der Reisegruppe zeigen sich dabei sehr kooperativ. Das Risiko einer Weiterverbreitung des Coronavirus in Bocholt im Zusammenhang mit diesem Fall wird vor dem geschilderten Hintergrund derzeit als äußerst gering eingeschätzt.

Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker appelliert an die Bevölkerung, besonnen zu sein. Es werde alles darangesetzt, eine Weiterverbreitung des Coronavirus zu vermeiden.

Update 11 Uhr: Im Kreis Borken gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Infektionsfall. Das teilt die Borkener Kreisverwaltung mit. Konkrete Maßnahmen würden derzeit verabredet. Landrat Dr. Kai Zwicker habe sofort die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs des Kreises Borken einberufen, die nun das weitere Vorgehen besprechen wird. Die betroffene Person stehe unter Quarantäne.

Die Telefon-Hotline des Kreisgesundheitsamtes Borken ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 02861/82-1091 und freitags von 8 bis 14 Uhr freigeschaltet. Dort sind Auskünfte zum Thema Coronavirus erhältlich.

Update Donnerstag, 5. März, 8 Uhr: In Deutschland gibt es derzeit 264 nachgewiesene Infektionen. Drei Personen aus dem Kreis Steinfurt, ein Mann und eine Frau aus Ibbenbüren sowie eine Frau aus Rheine, befinden sich seit Mittwoch in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt mit einer 32-jährigen Frau aus der Gemeinde Westoverledingen (Landkreis Leer) hatten. Diese habe sich mit dem Virus angesteckt. Sie werde im Marien-Hospital in Papenburg (Landkreis Emsland) behandelt und sei dort isoliert. Bislang zeigen die Personen aus dem Kreis Steinfurt keine Krankheitssymptome. Sie sind in verschiedenen Altenhilfe-Einrichtungen im Kreis Steinfurt tätig.

Update 15 Uhr: „Bislang gibt es keinen Coronavirus-Infektionsfall im Kreis Borken“, teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit (Stand: 14 Uhr) mit. Zurzeit im Umlauf befindliche anderslautende Gerüchte seien falsch. Der Landrat gibt in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass die sorgfältige Abklärung von Hinweisen durch das Kreisgesundheitsamt allerdings immer eine gewisse Zeit in Anspruch nehme. Sobald dann aber gesicherte Erkenntnisse vorliegen, werde der Kreis Borken sofort die Bevölkerung informieren.

Update 12.57 Uhr: Aufgrund der aktuellen Unsicherheit, wie sich die Situation um das Corona-Virus weiterentwickeln wird, verschiebt der Mergelsberg-Verlag die für den 28. und 29. März geplante Gesundheitsmesse im Vennehof. Die Messe soll nun am 6. und 7. Juni stattfinden.

Update 10.40 Uhr: Die Stadt Münster meldet soeben zwei weitere Corona-Virus-Fälle. Es handelt sich um eine 24-jährige Erzieherin und einen 49-jährigen Mann aus dem Kreis Coesfeld. Um 13 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant. Die Stadt hat eine Info-Hotline eingerichtet: 0251/492-1077. Hier geht es zum Live-Ticker.

Update Mittwoch, 4. März, 9.51 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Deutschland ist auf über 200 gestiegen. Auch im Saarland und in Mecklenburg-Vorpommern ist erstmals eine Infektion festgestellt worden. Die meisten Fälle gibt es weiterhin in Nordrhein-Westfalen: aktuell sind es rund 100.

Update Dienstag, 3. März, 15.47 Uhr: Aus aktuellem Anlass schaltet die Bezirksregierung Münster ab Mittwoch, 4. März, ein Info-Telefon zur Beantwortung schulspezifischer Fragen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Die Telefonnummer lautet: 0251 411-4198 und ist montags bis freitags in der Zeit zwischen 8 Uhr und 16 Uhr erreichbar.

Bei Gesundheitsfragen kontaktieren Sie bitte das ServiceCenter der Landesregierung unter 0211 9119-1001 (montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr) oder die für Sie zuständigen Gesundheitsämter.

Update Dienstag, 3. März, 11.20 Uhr: Erneut sind Gerüchte über einen ersten Coronafall in Borken aufgetreten. Auf BZ-Nachfrage beim Kreis Borken gibt es nach aktuellem Stand von heute keinen Coronafall im Kreis Borken.

Update Dienstag, 3. März, 10 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland hat sich seit Freitag mehr als verdoppelt. Aktuell sind rund 190 Personen infiziert. Die meisten Coronavirus-Fälle gibt es weiterhin in Nordrhein-Westfalen. Erste Fälle gibt es nun auch in Berlin, Brandenburg, Thüringen und Sachsen. Fast alle Infektionen verlaufen derzeit glimpflich. Die Uniklinik Münster bestätigte nach Angaben einer Sprecherin den Einbruch in ein Warenlager. Dort wurde eine ganze Palette mit Desinfektionsmitteln gestohlen.

Update Montag, 2. März, 13 Uhr: Seit Sonntag gibt es in Münster einen Corona-Fall. Über die aktuellen Entwicklungen informieren am Montag Oberbürgermeister Markus Lewe, Stadtrat Wolfgang Heuer, Dr. Norbert Schulze Kalthoff (Leiter des städtischen Gesundheitsamtes) sowie Mediziner der Uniklinik, wo der Patient stationär behandelt wird. Direkt vor der Pressekonferenz tagt der Krisenstab der Stadt – über die Ergebnisse dieser Sitzung soll die Öffentlichkeit ebenfalls informiert werden. Hier geht es zum Liveticker zur Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs in Münster.

Update Sonntag, 15.40 Uhr: In Münster gibt es den ersten Corona-Fall. Hier gibt es weitere Infos.

Update Sonntag, 10.40 Uhr: Nach wie vor gibt es für den Kreis Borken keinen bestätigen Corona-Fall. Allerdings wurden erste Veranstaltungen abgesagt.

Eigentlich wollten die Verbandsliga-Damen des TV Borken am Freitagabend im Mönchengladbacher Stadtteil Biesel den Sturm auf die Tabellenspitze starten. Doch die für 18.20 Uhr angesetzte Partie beim dortigen ATV findet nicht statt. Aus Sorge vor der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus baten die Verantwortlichen in Biesel um Verlegung der Verbandsliga-Partie.

„Wir haben dieser Bitte des Gegners entsprochen und wollten damit sportlich fair bleiben. Nun gilt es, einen neuen Termin für diese Begegnung zu finden, was nicht einfach wird“, sagt Borkens Trainer Jörg Levermann. „Alle Wochenenden bis zum Saisonende sind mit Spielen belegt. Also wird es wohl auf eine Austragung unter der Woche hinauslaufen.“ Auch ein Tausch des Heimrechts mit Biesel ist denkbar.

Die Landjugend Gemen hat zudem ihre Celebration-Night abgesagt. Auf Facebook schreiben sie dazu: „Hallo zusammen, aufgrund der aktuell kritischen Lage mit dem Coronavirus haben wir uns dazu entschlossen, die Celebration Night am 07.03.2020 abzusagen! Wir haben uns lange Gedanken dazu gemacht, sind aber leider zu dem Entschluss gekommen, dass das die sicherste und sinnvollste Entscheidung für alle ist. Wir hoffen auf euer Verständnis und sehen uns im nächsten Jahr wie gewohnt wieder!“

Update Samstag, 9.50 Uhr: Auf Social-Media-Kanälen gibt es eine Meldung, dass es in Bocholt einen Corona-Fall gibt. Dazu teilt die Pressestelle des Kreises Borken mit: Das sind Fake News! Sie entsprechen nicht der Wahrheit. Es gibt bisher in Bocholt keinen bestätigten Fall.

Update Freitag, 21.04 Uhr: In Wesel wurde ein Corona-Fall bestätigt. Die betroffene Person ist wohnhaft in Kamp-Lintfort. Der Krisenstab des Kreises Wesel wurde einberufen.

Besprechung im Kreishaus am Freitagmittag [Update 17.30 Uhr]

Auf einer Besprechung am Freitagmittag im Kreishaus haben sich der Kreis Borken sowie die Bürgermeister und örtlichen Ordnungsbehörden auf den Stand der Dinge in Sachen Coronavirus gebracht. Wichtigste Botschaft für die Bürger im Kreis: „Es gibt – Stand jetzt – keinen Grund, irgendetwas abzusagen“, sagte Landrat Dr. Kai Zwicker unserer Zeitung im Anschluss. Es gebe – ebenfalls Stand Freitagmittag – weder Corona-Kranke im Kreis Borken noch Menschen, die unter Quarantäne stünden.

Behörden, Rettungsdienste und Krankenhäuser sind vorbereitet

Falls es solche Fälle geben sollte, seien Behörden, Krankenhäuser und Rettungsdienste auf die Abläufe von Krankentransporten und die Quarantäneverfahren vorbereitet, sagte Annette Scherwinski, Leiterin des Gesundheitsamtes beim Kreis Borken. Sie hatte den Bürgermeistern unter anderem erläutert, welche Maßnahmen etwa das Robert-Koch-Institut empfehle. Laut Scherwinski ist das Rettungsdienstpersonal im Kreis Borken ausreichend geschult. Mögliche Abläufe für den Transport von Kranken und die Quarantäne seien bekannt und durchgespielt. Dass die Helfer sich und andere schützen können, dafür sei gesorgt: Rettungsdienstpersonal wird bevorzugt mit Masken und anderem Schutz versorgt. Für den „Fall des Falles“ stünden in vier Krankenhäusern im Kreis Borken Betten bereit: In Bocholt und Ahaus jeweils zehn, sogar 20 in Borken und drei in Gronau. Für Fragen, die bei Ärzten im Kreis Borken in Sachen Corona auftauchen, habe man zudem eine Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft eingerichtet.

„Gesunden Menschenverstand“ einschalten

Was der Leiterin des Kreisgesundheitsamtes und dem Landrat wichtig sind: Beim Umgang mit dem Thema und mit möglichen Symptomen, die man an sich feststellt, gelte es, den „gesunden Menschenverstand“ einzuschalten. So sei eben nicht jedes Niesen ein Anzeichen für eine heraufziehende Grippe und schon gar nicht seien Anzeichen einer Grippe auch ein Beleg dafür, dass man sich das Coronovirus eingefangen hat. So rät Scherwinski auch weiterhin, bei grippalen Symptomen auf jeden Fall zunächst den Arzt anzurufen statt zur Praxis zu fahren. Mit Blick auf das bevorstehende Wochenende solle man sich notfalls an die Telefonnummer 116117 des kassenärztlichen Notdienstes wenden. In den meisten Fällen reiche es aber aus, bei leichten Infekten zu Hause zu bleiben, Kontakte zu anderen zu meiden – und am Montag beim Arzt anzurufen. Nur bei wirklich schweren Erkrankungen solle man nach wie vor den Notruf 112 anrufen.

Der Kreis hat im Übrigen eine Hotline (Tel. 02861/821091) zum Thema Coronavirus eingerichtet, die bislang montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr erreichbar ist.

Hinweise des Kreisgesundheitsamtes

Das Kreisgesundheitsamt Borken wird ab Freitag, 28. Februar, eine eigene Telefon-Hotline mit der Rufnummer 02861/82-1091 freischalten, unter der montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr Auskünfte erhältlich sind.

Ansonsten gilt der Hinweis: „Wenden Sie sich zunächst telefonisch an Ihren Hausarzt, um mit ihm das weitere Vorgehen zu besprechen!“ Für die Beurteilung, ob ein Test auf das Corona-Virus notwendig wird, gebe es eine vom „Robert-Koch-Institut“ herausgegebene Checkliste, die es zu beachten gelte. Daher schließt sich auch noch eine weitere, ebenso dringliche Bitte an: „Suchen Sie bei leichten grippalen Symptomen nicht sofort ein Krankenhaus zwecks Abklärung beziehungsweise Testung auf das Coronavirus auf.“ Die Notwendigkeit einer stationären Behandlung solle vielmehr ebenfalls in Rücksprache mit dem Hausarzt geklärt werden, unterstreicht Kreis-Amtsärztin Annette Scherwinski.

Wir haben zudem Ärzte und Apotheker gefragt, wie sie mit den Fragen zu dem Thema bei uns in Borken umgehen. Zu den Informationen kommen Sie hier.

Interaktive Karte

Auf zahlreichen Plattformen wird eine interaktive Karte geteilt, die den aktuellen Stand der Corona-Erkrankungen zeigen soll. Laut der österreichischen Tageszeitung Der Standard haben Experten der John-Hopkins-Universität in den USA ein Verfahren entwickelt, das einen aktuellen Überblick über die bekannte Zahl der mit dem Virus infizierten Personen, die verstorbenen und wieder genesenen Patienten ermöglicht.

Die Karte ist interaktiv und wird ständig aktualisiert. Hier kommen Sie zu der Übersicht.


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