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Seelisch fit bleiben in schweren Zeiten

Sozialpsychiatrischer Dienst bietet telefonische Beratung an

Mittwoch, 25. März 2020 - 20:00 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Die Angst vor dem Coronavirus, Sorgen um Familienmitglieder und Freunde: Das alles kann einem ganz schön aufs Gemüt schlagen. Deshalb hat der Sozialpsychiatrische Dienst ein paar Ratschläge, wie man in Corona-Zeiten seelisch fit bleibt.

Foto: pd

Wer sich psychisch sehr belastet fühlt, kann sich telefonisch Hilfe holen.

KREIS BORKEN. Das Coronavirus betrifft in erster Linie den Körper. Aber: Wer laufend die Nachrichten verfolgt, dazu angehalten ist, soziale Kontakte zu minimieren oder gar in häusliche Quarantäne zu gehen, dem kann dies auch auf das Gemüt schlagen. Der Ausbruch des neuartigen, unbekannten Virus macht vielen Menschen Angst, die zu Schlafstörungen und depressiven Symptomen führen kann. Die massiven Einschränkungen im Alltagsleben wie beispielsweise Kontaktverbote und Hamsterkäufe verstärken die psychischen Belastungen zusätzlich. Die Corona-Pandemie stellt viele Menschen vor Probleme und Herausforderungen, besonders Menschen mit psychischen Erkrankungen sorgen sich. Bei einer Depression werden Sorgen und Ängste oft ins Zentrum des Lebens gerückt. Die Aufmerksamkeit wird immer auf etwas Negatives gelenkt. Um mit der Krisensituation hilfreich umzugehen, ist es aber entscheidend, das seelische Gleichgewicht nicht zu verlieren.

Gezielt informieren

Der Sozialpsychiatrische Dienst hat dazu ein paar Ratschläge formuliert: So gibt ein chinesischer Arzt aus der besonders vom Virus betroffenen Stadt Wuhan die Empfehlung, dass Immunsystem mit positiver Energie zu stärken. Für die psychische Gesundheit sei es äußerst wichtig, Abstand vom Nachrichtengeschehen zu nehmen. Exzessiver Medienkonsum, möglicherweise auch aus unzuverlässigen Quellen, kann Stress verursachen und Sorgen verstärken. So raten die Experten: „Informieren Sie sich gezielt in vertrauenswürdigen Quellen.“

Wenn der gewohnte Tagesablauf und soziale Kontakte wegbrechen, stellt dies eine enorme Herausforderung für die Psyche dar. Trotz der vorhandenen Kontaktbeschränkungen gibt es heute vielfältige Möglichkeiten, zum Beispiel über die sozialen Medien und Telefon, im Kontakt zu bleiben. Sich mit Freunden und Familienangehörigen über die eigenen Gefühle und den praktischen Umgang mit der Krise auszutauschen, könne enorm entlasten und Stress reduzieren, heißt es.

Routinen im Alltag beibehalten

Insbesondere für ältere Personen mit Vorerkrankungen sei es wichtig, dass sie sich in der aktuellen Situation nicht allein gelassen fühlen. Ein Anruf, eine Nachricht, ein Brief könnten die Botschaft vermitteln: Du bist nicht allein. In vielen Nachbarschaften gibt es zurzeit eine Welle der Solidarität mit gegenseitiger Unterstützung, die allen zugute kommt. Auch der Helfer kann hierbei positive Gefühle erleben, weil er etwas Sinnvolles tut. Zur Stabilisierung der Lebenssituation trage auch eine gute Selbstfürsorge bei. Es sei wichtig, dass der Alltag seine Routinen behält und wir für Bewegung, gesunden Schlaf und positive Dinge sorgen. Aktivitäten wie ein Spaziergang, Fitness oder Meditation könnten helfen sich zu entspannen und wirkten sich positiv auf Gedanken und Gefühle aus.

  • Wer sich trotz guter Ratschläge psychisch sehr belastet fühlt, der sollte sich professionelle Hilfe suchen. Der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreises Borken bietet in der aktuellen Situation Beratung per Telefon unter 02861/82-1077 und E-Mail: t.hoeing@kreis-borken.de an. Die Mitarbeiter sind montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 13 Uhr erreichbar.

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