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Coronavirus

Corona-Behandlungszentren eingerichtet

Aufbau in Legden und Bocholt

Mittwoch, 25. März 2020 - 16:34 Uhr

von Horst Andresen / pd

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KLVW) lässt zurzeit regionale Corona-Behandlungszentren errichten, zwei davon im Kreis Borken: in Legden am Dorf Münsterland und in Bocholt im Europahaus. Eine weitere ist offenbar in Dülmen vorgesehen. Insgesamt stehen ihr 1000 Ärzte und medizinische Mitarbeiter zur Verfügung.

Foto: picture alliance/dpa

KREIS BORKEN. Regionale Corona-Behandlungszentren wurden am Mittwoch im Kreis Borken eingerichtet: eine in Legden am Dort Münsterland, eine in Bocholt am Europahaus. Verantwortlich ist die Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Ihr stehen nach eigener Mitteilung insgesamt 1000 Ärzte und medizinisches Personal zur Verfügung, berichtete die KVWL.

So soll eine ambulante ärztliche Behandlung von Coronavirus-Patienten und Verdachtsfällen weiter zentralisiert werden. Bislang erfolgten in 35 Diagnosezentren, die innerhalb weniger Tage von den niedergelassenen Ärzten eingerichtet wurden, ausschließlich Abstriche und Testungen auf das Vorliegen einer Corona-Infektion.

Jetzt übernehmen die in Westfalen-Lippe neu eingerichteten Behandlungszentren der KVWL die weitere Versorgung von Coronavirus-Patienten sowie von Patienten. An einigen Standorten werden Diagnosezentren auch zu Behandlungszentren ausgebaut.

In den Zentren wird die Schwere der Erkrankung ärztlich eingeschätzt, und es wird entschieden, ob die Patienten weiter ambulant betreut werden können oder in eine Klinik eingewiesen werden müssen. Ebenso erhalten die Patienten in den Zentren die notwendigen Rezepte für ihre Medikamente und Bescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit.

Für Patienten mit Coronavirus-Infektion oder Atemwegserkrankung

Die neuen Behandlungsstrukturen richten sich ausschließlich an diejenigen Patienten, die Symptome einer Coronavirus-Infektion oder einer Atemwegserkrankung aufweisen. Bei den Behandlungszentren handelt es sich um Eigeneinrichtungen der KVWL.

„Wir müssen die Behandlung der mit dem Coronavirus infizierten Menschen konzentrieren“, erläutert Dr. Dirk Spelmeyer, erster Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. „In dieser besonderen Situation ist vor allem neues Denken gefordert, auch in unseren Behandlungszentren. Mit den neuen Strukturen können wir unsere Kapazitäten bündeln, wir bieten den Bürgern eine sichere Anlaufstelle und wir entlasten die Arztpraxen mit ihrer Versorgung der nicht-infektiösen Patienten.“

In den Behandlungszentren kümmern sich kompetente Ärzte um die Menschen, so Spelmeyer.

„Wichtig ist: Wir weisen niemanden ab, wir klären die individuellen Probleme, geben den Patienten die richtige medizinische Einschätzung und sorgen für die weitere Behandlung“, betonen auch Dr. Volker Schrage, zweiter Vorsitzender der KVWL aus Legden, und Thomas Müller, Vorstandsmitglied der KVWL.

Die KVWL errichtet die Behandlungszentren flächendeckend im ganzen Landesteil Westfalen-Lippe.

Weitere Informationen erhalten Bürger unter der Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 oder auf der Homepage der KVWL.

www.kvwl.de/coronavirus


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