NRW

Stamp: NRW plant nicht mit jahrelanger Kita-Notbetreuung

dpa/lnw Düsseldorf. Die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen werden nach Überzeugung von Familienminister Joachim Stamp (FDP) trotz der Corona-Krise nicht über Jahre in der Notbetreuung bleiben müssen. Die Landesregierung sei dabei, einen neuen Regelbetrieb zu organisieren, erklärte er am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags. Noch vor den Sommerferien sollten alle Kinder wieder in frühkindliche Angebote eingebunden werden

30.04.2020

Stamp: NRW plant nicht mit jahrelanger Kita-Notbetreuung

Landtag

Damit räumte der Minister eine missverständliche Äußerung ab: Wenn er gesagt habe, dass ein normaler Regelbetrieb wie vor der Corona-Krise erst wieder möglich sei, sobald ein Impfstoff da sei, dann habe er einen Regelbetrieb gemeint wie er bislang gesetzlich formuliert sei. Er habe keineswegs den Eltern sagen wollen, dass es damit nun für Monate oder gar bis Ende 2021 oder Anfang 2022 nur Notbetreuung in NRW gebe.

Vorerst werde die Notbetreuung aber weiter ausgebaut, sagte Stamp. Bislang sind bereits zahlreiche Berufsgruppen definiert, die Eltern erlauben, ihre Kinder wieder in die Kita oder zu Tageseltern zu geben. Das gilt auch für den Nachwuchs erwerbstätiger Alleinerziehender und für gefährdete Kinder. Als nächstes sollten Kinder mit sonderpädagogischem und vor allem mit sprachlichem Förderbedarf wieder in die Einrichtungen kommen dürfen sowie Vorschulkinder, kündigte Stamp an.

Einen festen Zeitkorridor nannte er nicht. Er sei noch in Gesprächen mit den Trägern, erwiderte Stamp auf entsprechende Kritik aus der Opposition. Auch bei der Öffnung von Spielplätzen solle es bald zu Lösungen kommen.