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CDU kündigt Bildungsreformen für Brandenburg an

Nach mehr als 30 Jahren geht das Bildungsressort von der SPD an die CDU. Einiges soll sich ändern. Was plant Brandenburgs CDU-Landeschef Redmann für die Schulen?

Von dpa

17.03.2026

Brandenburgs CDU-Landesvorsitzender Jan Redmann will mit der SPD/CDU-Koalition verlorenes Vertrauen bei den Wählern zurückgewinnen. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Brandenburgs CDU-Landesvorsitzender Jan Redmann will mit der SPD/CDU-Koalition verlorenes Vertrauen bei den Wählern zurückgewinnen. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Die CDU will die Bildungspolitik in Brandenburg in der neuen rot-schwarzen Koalition erneuern und bundesweit erfolgreicher sein. „Es kann kein Dauerzustand sein, dass Brandenburg in Bildungsvergleichen regelmäßig hinter Sachsen und Thüringen landet“, sagte CDU-Landeschef Jan Redmann in einem Interview der „Märkischen Allgemeinen“. „Unsere Kinder sind keinen Deut dümmer oder weniger talentiert als die im Süden.“ Er betonte aber auch: „Bildungspolitik braucht Zeit, um Wirkung zu zeigen.“

Der Landeschef hat für seine Partei konkrete Vorstellungen. „Wir müssen jetzt anfangen, neue Lehrpläne zu entwickeln“, sagte Redmann. „Wir müssen jetzt die Voraussetzungen schaffen, damit Lehrerinnen und Lehrer wieder Lust auf ihren Job haben.“ Die CDU will aber nicht alles mit Gewalt umkrempeln: „Wir brauchen Erneuerung, ohne Chaos zu stiften“, sagte Redmann. Das werde nur im Miteinander, aber mit klaren Vorgaben gehen.

Erstmals CDU-Bildungsminister in Brandenburg

Redmann wird in der neuen SPD/CDU-Koalition Innenminister und Vize-Ministerpräsident unter SPD-Regierungschef Dietmar Woidke. Das Bildungsministerium geht nach mehr als 30 Jahren von der SPD an die CDU. Das Ressort übernimmt CDU-Generalsekretär Gordon Hoffmann, der sich als langjähriger bildungspolitischer Sprecher gut mit dem Thema auskennt. Die bisherige Berliner Digitalstaatssekretärin Martina Klement (CSU) wird Wirtschaftsministerin.

Christdemokraten und Sozialdemokraten wollen an einem Strang ziehen, um der AfD bei der Landtagswahl 2029 Paroli zu bieten. Die Brandenburger AfD wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft, sie liegt dennoch in Umfragen vorn. „Beide Partner sind sich über eines voll bewusst: Sie müssen alles tun, um Vertrauen der politischen Mitte zurückzugewinnen“, sagte Redmann. „Das lässt sich nicht mit kleinlichem Streit, mit Egoismen vereinbaren. Das ist nur erreichbar, wenn man an einem Strang zieht und sich gegenseitig Erfolge ermöglicht.“

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