Gladbach im Aufschwung - Was Blessin jetzt fordert
Gladbachs Kader wird dank mehrerer Rückkehrer wieder breiter, das Team findet zu mehr Stabilität. Trainer Blessin hat eines schon spürbar verändert.
Gladbach jubelt nach dem Saison-Fehlstart wieder.Anke Waelischmiller/dpa
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Zweiter Pflichtspielsieg binnen vier Tagen und wieder mehr personelle Alternativen: Borussia Mönchengladbach wähnt sich nach dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals auf dem richtigen Weg. „Das gibt uns Selbstvertrauen, so muss es jetzt aber auch weitergehen“, forderte Trainer Alexander Blessin nach dem 2:0 (1:0) gegen den Zweitligisten Karlsruher SC. „Wir haben die Basics jetzt gesetzt. Das muss dann aber auch die Benchmark sein. Darunter können wir uns nicht bewegen.“
Was Blessin meinte, war die mannschaftliche Geschlossenheit trotz der Roten Karte gegen Defensivspieler Philipp Sander nach einer Notbremse bereits in der 39. Minute. Sportchef Rouven Schröder bezeichnete das Spiel zu zehnt als „teambildend“. Trotz der gut 50-minütigen Unterzahl und deutlich mehr Ballbesitz für den KSC in der zweiten Halbzeit hatten die Gäste keine richtige Torchance mehr.
Hack lobt Blessin: Defensivstruktur deutlich verbessert
„Nur mit dieser Einstellung, mit diesem Kampf geht das“, befand Gladbachs erster Torschütze Robin Hack, der unter Blessin deutliche Fortschritte sieht: „Man hat schon gesehen, dass die Struktur gegen den Ball wesentlich besser geworden ist.“ Blessin hatte das Team nach der Trennung von Eugen Polanski und einem weiteren Spiel unter Interimstrainer Jan-Moritz Lichte übernommen. „Der Trainer hat durchgewechselt, und trotzdem waren wir sehr stabil“, sagte Hack.
Nach zwei Niederlagen zum Einstand von Blessin im Derby in Köln und gegen Hoffenheim (jeweils 1:2) hatte die Borussia am vergangenen Freitag beim VfB Stuttgart (3:2) den ersten Bundesligasieg in dieser Saison eingefahren. „Man hat schon gesehen, was der Sieg in Stuttgart gemacht hat mit uns. Wir waren mutiger“, meinte Hack. In der Tat wirkte die Borussia deutlich zielstrebiger und vertikaler in ihrem Spiel als zuvor.
Castrop und Itakura zurück, ein Trio soll folgen
Am Samstag in der Bundesliga gegen Aufsteiger SC Paderborn stehen Blessin wohl wieder mehr personelle Optionen zur Verfügung. Jens Castrop nach seiner Schulterverletzung in der Saisonvorbereitung und Ko Itakura nach einem Muskelfaserriss standen am Dienstag im Pokal schon wieder im Kader.
In Isac Lidberg (Muskelverletzung), Nicolas Kühn (Muskelbündelriss) und Kevin Diks (persönliche Gründe) sollen gegen Paderborn weitere wichtige Spieler wieder dabei sein. „Das Feld lichtet sich. Das gibt mir auch weitere Möglichkeiten, wieder richtig nachzulegen“, sagte Blessin, dem nach seinem Start als Gladbach-Coach bis zu neun Spieler gefehlt hatten.
Trotz des Aufschwungs der vergangenen Tage warnte Blessin aber auch: „Jetzt denken vielleicht einige, wir müssten den Aufsteiger hier wegfiedeln, aber so läuft es nicht. Das ist eine eingespielte Mannschaft, die fünf Punkte mehr hat als wir. Dass wir das Spiel gewinnen wollen, ist klar. Aber das wird wieder ein hartes Stück Arbeit.“