Politik Inland

Pflegekräften droht Abschiebung: Lauterbach verspricht Hilfe

Die Zukunft eines niedersächsischen Pflegeheims ist bedroht, weil mehrere Fachkräfte abgeschoben werden sollen. Vertreterinnen des Hauses hoffen nun auf Hilfe vom Bundesgesundheitsminister.

Von dpa

11.12.2024

Fast 84.000 Menschen setzen sich dafür ein, dass die Pflegekräfte nicht abgeschoben werden.Carsten Koall/dpa

Fast 84.000 Menschen setzen sich dafür ein, dass die Pflegekräfte nicht abgeschoben werden.Carsten Koall/dpa

© Carsten Koall/dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt an, sich für die von Abschiebung bedrohten Pflegekräfte eines niedersächsischen Pflegeheims einzusetzen. „Ausländische Pflegekräfte sind bei uns mehr als willkommen, weil wir auf sie angewiesen sind und auch sehr gute Erfahrungen mit ihnen machen“, sagte der SPD-Politiker. „Ich werde daher alles möglich machen, was rechtlich erlaubt ist.“

Vertreterinnen von Haus Wilstedt aus dem Landkreis Rotenburg suchten das Gespräch mit dem Bundesgesundheitsminister und überreichten ihm eine Petition. Das Schreiben hatten mehr als 83.7000 Menschen unterzeichnet.

Nach Angaben des Heims droht zehn kolumbianischen Beschäftigten, die vor allem im Pflegebereich arbeiten, wegen abgelehnter Asylanträge die Abschiebung. Die Leitung sieht den Betrieb der Einrichtung für demenzkranke Menschen in Gefahr und fordert Hilfe von der Politik. Lauterbach hatte schon nach Bekanntwerden des Falls über die Plattform X mitgeteilt, dass er sich um den Fall kümmern werde.

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