NRW will Steuerfreiheit für Medaillenprämien
NRW will, dass Medaillenprämien der Länder für Sportler künftig steuerfrei sind. Ein entsprechender Antrag wird heute gemeinsam mit Bayern, Berlin und Hamburg im Bundesrat eingebracht.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will Sportlern mehr Unterstützung verschaffen. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa
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Nordrhein-Westfalen setzt sich für eine Steuerfreiheit bei Medaillenprämien ein. Gemeinsam mit Bayern, Berlin und Hamburg bringt NRW laut Staatskanzlei heute einen entsprechenden Änderungsantrag in den Bundesrat ein.
„Wir haben zu Beginn der Olympischen Winterspiele die Teilnahmeprämien des Landes deutlich erhöht und eine eigene Medaillenförderung eingeführt. Jetzt wollen wir dafür sorgen, dass diese Unterstützung auch vollständig bei den Sportlerinnen und Sportlern ankommt“, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).
Ziel ist es laut der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die bestehende Steuerbefreiung für Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe auf vergleichbare Sportstiftungen der Länder auszuweiten.
Wüst: „Keine steuerliche Benachteiligung“
„Wer für Nordrhein-Westfalen Medaillen gewinnt oder unser Land bei Olympischen und Paralympischen Spielen repräsentiert, soll von seiner Leistung auch finanziell profitieren und keine steuerliche Benachteiligung bei Prämien unseres Landes erfahren“, so Wüst.
NRW hatte vor den Olympischen Winterspielen in Italien die Teilnahmeprämie für Sportler aus dem Bundesland von 3.500 auf 5.000 Euro erhöht und Medaillenprämien von 10.000 Euro (Bronze), 20.000 Euro (Silber) und 30.000 Euro (Gold) eingeführt. Das Bundesland will sich für Olympische Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben.