Politik Inland

Junge Union: CDU soll Sorgen junger Menschen ernst nehmen

Vor den Gen-Z-Protesten mahnt JU-NRW-Chef Kevin Gniosdorz seine Partei, nicht dieselben Fehler wie im Umgang mit Fridays for Future zu machen. An die Teilnehmenden der Demos hat er klare Erwartungen.

Von dpa

31.10.2026

Die CDU soll die Sorgen junger Menschen „ehrlich und emphatisch“ ernst nehmen, fordert der Landesvorsitzende der CDU-Jugendorganisation Junge Union, Kevin Gniosdorz. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa

Die CDU soll die Sorgen junger Menschen „ehrlich und emphatisch“ ernst nehmen, fordert der Landesvorsitzende der CDU-Jugendorganisation Junge Union, Kevin Gniosdorz. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa

© Henning Kaiser/dpa

Der Landesvorsitzende der CDU-Jugendorganisation Junge Union, Kevin Gniosdorz, hat seine Partei mit Blick auf die angekündigten Gen-Z-Proteste aufgefordert, die Sorgen junger Menschen „ehrlich und emphatisch“ ernst zu nehmen. Auch müsse eine Volkspartei substanzielle Angebote für die betroffene Gruppe machen, selbst wenn man Protestform und Teile der Inhalte nicht unterstütze, sagte Gniosdorz der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er warne die CDU davor, Fehler zu wiederholen, „die beispielsweise im Umgang mit Fridays for Future gemacht wurden“.

Nach den Erfahrungen aus Frankreich sei es gut, dass die Polizei vorbereitet sei und der Staat zeige, dass er Recht und Ordnung durchsetze, sagte der Politiker. Warnungen vor linksextremer Unterwanderung seien berechtigt. Wer ein ernsthaftes Anliegen habe, müsse darauf achten, mit wem er demonstriere. „Kommt es zu Ausschreitungen in Form von Gewalt, Hassparolen oder sonstigen Straftaten, kann und muss jeder die Veranstaltung sofort verlassen, dem es um die Sache geht.“

Gniosdorz: „Jede Partei trägt Verantwortung“

Gleichzeitig gelte es, die berechtigten Anliegen junger Menschen ernstzunehmen, die friedlich und besorgt für bessere Lebensumstände demonstrieren, sagte Gniosdorz weiter. „Jede Partei trägt Verantwortung, mit substanziellen Änderungen etwas für das Leben junger Menschen zu tun, statt mit Populismus und Effekthascherei.“ 

Er betonte, dass auch viele, die nicht auf die Straße gingen, sich Sorgen um ihre Zukunft machten. „Der Achtzehnjährige, der samstags auf dem Fußballplatz steht oder bei der Freiwilligen Feuerwehr Dienst hat, demonstriert vielleicht nicht. Seine Sorgen sind aber dieselben.“

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