Politik Inland

Großer Warnstreiktag in NRW: Schulen, Unikliniken, Verkehr

Kurz vor der dritten Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder wollen die Gewerkschaften den Druck erhöhen. Ein NRW-weiter Warnstreik ist geplant. Wer ist betroffen?

Von dpa

10.02.2026

Mehrere Gewerkschaften haben für Dienstag zu einer Demonstration vor dem Landtag aufgerufen. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa

Mehrere Gewerkschaften haben für Dienstag zu einer Demonstration vor dem Landtag aufgerufen. (Archivbild)Christoph Reichwein/dpa

© Christoph Reichwein/dpa

Zu Warnstreiks in Schulen, Unikliniken und weiten Teilen der Landesverwaltungen haben für heute mehrere Gewerkschaften aufgerufen. Fünf lange Tunnel werden zeitweise gesperrt, weil sich auch Mitarbeiter im Kontrollraum des Landesbetriebes Straßen.NRW an den Aktionen beteiligen wollen. 

Neben Schulen und Hochschulen sind auch die sechs Unikliniken in Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Essen und Münster betroffen. In Aachen, Köln und Essen hatte es bereits am Montag Warnstreiks an den Unikliniken gegeben. 

Die Gewerkschaften wollen mit einem großen Warnstreiktag in NRW den Druck im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder weiter erhöhen. Am Mittwoch (11. Februar) beginnt die dritte Verhandlungsrunde in Potsdam.

Kundgebung vor dem Landtag

Auf einer Kundgebung vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf werden Verdi-Chef Frank Werneke und der Chef des dbb Beamtenbund und Tarifunion, Volker Geyer, als Redner erwartet. Die Gewerkschaften fordern für Tarifbeschäftigte der Länder sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr.

Verdi und dbb rechnen jeweils mit Tausenden Demoteilnehmern. Neben streikenden Angestellten werden auch Beamte erwartet, die zwar nicht streiken dürfen, sich aber freigenommen oder Schichten getauscht haben. 

Im Tarifkonflikt bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in NRW ist heute die zweite Verhandlungsrunde geplant. Zuvor hatte es Warnstreiks in Kitas und bei Ganztags- und Betreuungsangeboten in der Offenen Ganztagsschule gegeben. 

Verdi fordert 500 Euro brutto mehr monatlich für alle Beschäftigten im Tarifkonflikt der Awo NRW. Die Arbeitgeber kritisieren das als völlig überzogen.

Vor dem NRW-Landtag ist am Dienstag eine Demonstration mit Gewerkschaftschefs geplant. (Archivbild)Christophe Gateau/dpa

Vor dem NRW-Landtag ist am Dienstag eine Demonstration mit Gewerkschaftschefs geplant. (Archivbild)Christophe Gateau/dpa

© Christophe Gateau/dpa

Verdi-Chef Frank Werneke (links), und der Bundesvorsitzende des dbb Beamtenbund und Tarifunion, Volker Geyer, wollen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder den Druck erhöhen. (Archivbild)Michael Ukas/dpa

Verdi-Chef Frank Werneke (links), und der Bundesvorsitzende des dbb Beamtenbund und Tarifunion, Volker Geyer, wollen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder den Druck erhöhen. (Archivbild)Michael Ukas/dpa

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Frank Werneke, Verdi-Vorsitzender, will bei einer Demonstration in Düsseldorf sprechen. (Archivbild) Martin Schutt/dpa

Frank Werneke, Verdi-Vorsitzender, will bei einer Demonstration in Düsseldorf sprechen. (Archivbild) Martin Schutt/dpa

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Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb Beamtenbund und Tarifunion, wird zu einer Demonstration in Düsseldorf erwartet. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb Beamtenbund und Tarifunion, wird zu einer Demonstration in Düsseldorf erwartet. (Archivbild)Rolf Vennenbernd/dpa

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