Politik Inland

Warnstreik in Tunnelzentralen - keine großen Folgen erwartet

Lange Tunnel müssen aus Sicherheitsgründen überwacht werden. Im Tarifkonflikt um die Autobahn GmbH rücken die Tunnelleitzentralen in den Fokus.

Von dpa

19.02.2026

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Autobahn-Tunnelleitzentralen in NRW zu Warnstreiks aufgerufen.  Marcel Kusch/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Autobahn-Tunnelleitzentralen in NRW zu Warnstreiks aufgerufen. Marcel Kusch/dpa

© Marcel Kusch/dpa

Ein Warnstreikaufruf für Beschäftigte der beiden Autobahn-Tunnelleitzentralen in Nordrhein-Westfalen wird an diesem Freitag nach Unternehmenseinschätzung keine gravierenden Auswirkungen haben. 

Man gehe davon aus, dass alle Tunnel in Betrieb sind, sagte ein Sprecher der Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH. „Das wird keine spürbaren Auswirkungen haben“, erklärte ein Sprecher der Niederlassung Westfalen. 

Die Gewerkschaft Verdi hat im schwelenden Tarifkonflikt Beschäftigte der Autobahn GmbH in den Tunnelleitzentralen in Duisburg und Hamm zu einem Warnstreik von Freitag 05.30 Uhr bis Samstag 06.00 Uhr aufgerufen. 

„Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass es zum kompletten Stillstand auf den Straßen kommt“, sagte ein Verdi-Vertreter. Die beiden Leitzentralen sorgten für Sicherheit in insgesamt etwa 20 überwachungspflichtigen Tunneln. 

Sollte der Arbeitgeber Personal aus anderen Bereichen für diese Tätigkeiten heranziehen, wäre das sehr zweifelhaft, betonte der Verdi-Vertreter. Falls es zu Unfällen in diesen langen Tunneln komme, seien routinierte Profis gefragt. 

Ein Sprecher der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH verwies auf Notdienstvereinbarungen mit Gewerkschaften. Die Gewerkschaft Verdi betonte, dass mit ihr eine solche Vereinbarung für NRW nicht getroffen worden sei.

„Unser letzter Kompromissvorschlag war, in sechs Tunneln eine Fahrspur zu sperren, um dem Streik der Operateure Sichtbarkeit zu verleihen. Das würde aber abgelehnt“, erläuterte der Vertreter der Gewerkschaft Verdi. 

Verdi rief unterdessen für Dienstag (24. Februar) erneut Beschäftigte in den Tunnelleitzentralen in Duisburg und Hamm zu Warnstreiks auf. Es kann dann laut der Gewerkschaft zu Einschränkungen im Autobahnverkehr kommen. 

Verdi fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr. Die Autobahn GmbH erklärte im Januar, es gelte Lösungen zu finden, die sowohl die exzellente Leistung der 15.000 Mitarbeiter würdigten als auch die finanziellen Realitäten eines bundeseigenen Unternehmens abbildeten.

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