Politik Inland

Wegner nennt Berliner Strom-Anschlag Terrorismus

45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen sind plötzlich ohne Strom. Warum Berlins Regierungschef Wegner von Terrorismus spricht.

Von dpa

04.01.2026

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) besuchte Menschen in einer nach dem Stromausfall eingerichteten Notunterkunft und trat anschließend vor die Presse. Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) besuchte Menschen in einer nach dem Stromausfall eingerichteten Notunterkunft und trat anschließend vor die Presse. Sebastian Christoph Gollnow/dpa

© Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner stuft den folgenreichen Anschlag auf die Stromversorgung der Hauptstadt als Terrorismus ein. „Das ist nicht nur eine Brandstiftung oder Sabotage. Das ist schon Terrorismus“, sagte der CDU-Politiker in der „Abendschau“ des RBB-Fernsehens. 

„Es war eine linksextremistische Gruppe, die einmal mehr unsere Infrastruktur angegriffen hat und damit auch das Leben von Menschen bedroht hat, von älteren Menschen, die vielleicht Beatmungsgeräte brauchen, von Familien mit kleinen Kindern“, so Wegner. „Und wir müssen diese Täter jetzt schnappen.“ 

Auch Bundesbehörden eingeschaltet 

Polizei, Landeskriminalamt und Verfassungsschutz seien eingeschaltet. „Wir sind auch im Austausch mit dem Bundeskriminalamt, mit der Bundesebene, weil das ist ja hier kein Spaß, sondern hier ist ein terroristischer Anschlag passiert.“ Jetzt müsse der Druck erhöht werden, um die Täter dingfest zu machen.

45.000 Haushalte ohne Strom 

Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke am Teltowkanal, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Mittlerweile ist die Versorgung für etwa 14.000 Haushalte und knapp 500 Gewerbekunden wieder hergestellt, so der Betreiber Stromnetz Berlin. Auch mehrere große Krankenhäuser sind wieder am Netz. 

Die übrigen Kunden müssen sich im schlimmsten Fall bis Donnerstagnachmittag gedulden. Bis dahin soll es nach Angaben des landeseigenen Unternehmens dauern, ehe alle Betroffenen wieder Strom bekommen.

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