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Tellerlinsen: Vor dem Kochen salzen oder erst am Ende?

Salz ins Kochwasser? Ernährungsexperten räumen mit einem alten Koch-Mythos auf und behaupten sogar das Gegenteil. Es gibt aber eine Zutat, die bei Hülsenfrüchten nicht schon am Anfang mitkochen darf.

Von dpa

17.09.2026

Klassiker auf dem Teller: Für Linsensuppe Linsen waschen, gern 8 bis 12 Stunden einweichen – dann sind sie beim Kochen oft nach 20 bis 30 Minuten weich.Andrea Warnecke/dpa-tmn

Klassiker auf dem Teller: Für Linsensuppe Linsen waschen, gern 8 bis 12 Stunden einweichen – dann sind sie beim Kochen oft nach 20 bis 30 Minuten weich.Andrea Warnecke/dpa-tmn

© Andrea Warnecke/dpa-tmn

Wenn die Tage kühler werden, steigt der Appetit auf etwas Wärmendes von innen. Da fällt einem sofort die gute alte Linsensuppe ein. Doch Tellerlinsen eignen sich nicht nur für Suppen. Sie können auch in Aufläufen landen oder zu Bratlingen geformt in der Pfanne. 

Doch egal, wie man die Linsen zubereitet - irgendwann kommen die meisten zu der Frage: Kann ich bereits Salz zum Kochwasser geben oder werden die Linsen dann nicht gar oder benötigen so viel länger? Der Mythos, dass Salz die Garzeit von Linsen verlängert, hält sich schon lange. „Aber das Gegenteil ist der Fall. Mit ein wenig Salz im Kochwasser sind Linsen, Bohnen und Co. schneller gar, da durch das Salz der Zellverbund in der Schale gelockert wird“, erklärt das Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg (LErn BW).

Salz ja, Säure nein - warum? 

Anders als bei kurzgebratenem Gemüse, wo das Salz dafür sorgen würde, dass die Knackigkeit flöten geht, ist das frühzeitige Salzen generell bei Hülsenfrüchten sehr sinnvoll. Auch Gemüsebrühe könne bereits zu Beginn der Garzeit ins Kochwasser gegeben werden, ergänzt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). 

Anders sieht es bei Säure aus. „Denn sie härtet die Schale der Hülsenfrüchte“, klärt das LErn BW auf. Daher den Schuss Essig oder Zitronensaft, der den Geschmack abrundet, erst am Schluss zugeben. 

Bevor die Tellerlinsen beim Kochen ihre weiche und sämige Textur und dabei auch ihr erdiges und leicht nussiges Aroma entfalten, sollten sie gründlich gewaschen werden. Anschließend können sie für 8 bis 12 Stunden weichen. Die Profis vom BZfE empfehlen dafür die dreifache Menge Wasser. Das verkürze nicht nur die Kochzeit, sondern könne auch die Bekömmlichkeit verbessern. 

So vermeiden Sie Blähungen

Ihr Tipp: Wer zu Blähungen nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten neigt, kann das Einweichwasser wegschütten und die Linsen anschließend in frischem Wasser garen. So werden wasserlösliche Inhaltsstoffe entfernt, die Verdauungsbeschwerden auslösen können. Eine langsame Gewöhnung an Hülsenfrüchte mit zunächst kleinen Portionen könne aber auch helfen, die Beschwerden langfristig zu mindern. 

Eingeweichte Tellerlinsen sind nach etwa 20 bis 30 Minuten gar, so der Richtwert der Ernährungsexperten. Ohne Einweichen verlängert sich die Kochzeit, wobei da die Angaben auf der Verpackung einen guten Anhaltspunkt geben würden.

Mythos adé: Salz darf von Anfang an ins Kochwasser – dann werden Hülsenfrüchte sogar schneller gar.picture alliance/dpa/dpa-tmn

Mythos adé: Salz darf von Anfang an ins Kochwasser – dann werden Hülsenfrüchte sogar schneller gar.picture alliance/dpa/dpa-tmn

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