Einwanderung stoppt Rückgang des Anteils von Familien
Jeder Zweite in Deutschland lebt - als Eltern oder Kind - in einer Familie. Damit liegt der Anteil von Familien 2025 wieder auf dem Niveau von 2015.
Vater, Mutter, Kind(er): Der Rückgang bei den Familien ist gestoppt. (Symbolbild)Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
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Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland lebt in einer Familie. Nach Jahren des Rückgangs hat sich der Anteil der Familien stabilisiert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus lebten 2025 49 Prozent der Bevölkerung - als Elternteil oder Kind - in einer Familie. 2015 hatte dieser Anteil bei 48 Prozent gelegen. 1996 hingegen hatten noch 57 Prozent der Bevölkerung in einer Familie gelebt.
Alterung versus Einwanderung
„Der jahrelange Rückgang der Bevölkerung in Familien ist vor allem auf die Alterung der geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge zurückzuführen“, erklärt Thomas Körner, Experte für demografische Analysen zu Familien im Statistischen Bundesamt. „Seit 2015 wirkt die Zuwanderung dem Rückgang der Familien entgegen, weil Eingewanderte und ihre Nachkommen jünger sind und häufiger in Familien leben.“
Im Jahr 2025 lebten 60 Prozent der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Familien in der Bevölkerung. Ohne Einwanderungsgeschichte waren es 43 Prozent.