So bleiben Sie im Homeoffice sichtbar
Virtuelle Kaffeepause statt Flurfunk: Wie privater Austausch und gezielte Verabredungen Ihre Chancen auf den nächsten Karriereschritt im Homeoffice deutlich verbessern können.
Virtuelle Kaffeetreffen, Gespräche über Hobbys: Ein privater Austausch unter Kollegen fördert die Karriere.picture alliance/dpa
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Das Büro ist ein sozialer Ort. Wer im Homeoffice sitzt, hat einen entscheidenden Nachteil: Austausch findet nicht automatisch statt. Ein Karriere-Nachteil? Unter Umständen.
Aber müssen Homeoffice-Beschäftigte diesen Nachteil einfach akzeptieren? Nein. Denn Sichtbarkeit geht auch anders. Martin Schröder vom Personaldienstleister Robert Half erklärt, wie.
Digital mit Kollegen kommunizieren
Nutzen Sie E-Mail, Telefon und Videokonferenzen, rät Schröder. „Informieren Sie Ihre Kollegen aktiv über Projektstatus, Erfolge oder neue Ideen“, so der Experte. Noch besser: Über den rein fachlichen Austausch hinaus kommunizieren. Zum Beispiel im Rahmen von virtuellen Kaffeetreffen oder Mittagspausen.
Warum auch privater Austausch der Karriere hilft? Menschen arbeiten lieber mit Kollegen zusammen, die sie auch persönlich mögen. Gespräche über Hobbys, Familie, Reisepläne und gemeinsame Interessen sind ein guter Gradmesser dafür, ob man gut miteinander kann.
Persönliche Treffen müssen sein
Schlechte Nachrichten für eingefleischte Homeoffice-Fans: Ganz ohne das Haus zu verlassen, geht es (vermutlich) nicht mit der Karriere voran. Berater Schröder empfiehlt regelmäßige persönliche Treffen mit seinem Team zu vereinbaren.
„Treffen vor Ort wirken oft anders als virtuelle Kommunikation. Wer sein Team regelmäßig sieht, stärkt die Beziehung zu seinem Team und Mitarbeitern im ganzen Unternehmen“, erklärt Schröder. Es spricht allerdings nichts gegen Effizienz: Wer strategisch klug agieren will, kann gleich mehrere Treffen vereinbaren und muss so seltener vor Ort sein.
An Branchentreffen und Konferenzen teilnehmen
Sorgen Sie für die Zukunft vor: Wer seine Sichtbarkeit nach außen, also außerhalb der Firma, erhöht, steigert seinen Marktwert. Das ist sowohl für die Verhandlungsposition beim Chef gut, als auch im Falle eines Jobwechsels. Und was hilft, um gesehen zu werden? Genau, netzwerken. Zum Beispiel auf Branchentreffen oder Konferenzen.