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Hitze-Check der Umwelthilfe: Guter Schutz in Wuppertal

Schattige Parks machen die Hitze im Sommer erträglicher. Viel Beton bewirkt das Gegenteil. In NRW gibt es in einem Check der Deutschen Umwelthilfe viele Kritikpunkte - aber auch ein Vorbild.

Von dpa

09.06.2026

Wo ist es aushaltbar, wenn es heiß wird? Die Umwelthilfe hat deutsche Städte unter die Lupe genommen. (Symbolbild)picture alliance/dpa

Wo ist es aushaltbar, wenn es heiß wird? Die Umwelthilfe hat deutsche Städte unter die Lupe genommen. (Symbolbild)picture alliance/dpa

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In vielen Städte in Nordrhein-Westfalen gibt es nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu wenig Schutz gegen Hitze. Acht NRW-Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern kamen beim Hitze-Check der DUH in die schlechteste Kategorie. Rund 70 nordrhein-westfälische Städte landeten in der mittleren Kategorie. Lediglich Wuppertal bekam die bestmögliche Gesamtwertung. Bundesweit ist Wuppertal für die Deutsche Umwelthilfe nach Kiel die Stadt, in der die Menschen am besten vor Hitze geschützt sind.

Für ihren Hitze-Check wertet die DUH zahlreiche Daten für 195 Städte aus: Neben den Sommertemperaturen und der Bevölkerungsdichte werden auch die Menge an Beton und Asphalt sowie die Zahl der Bäume und Grünflächen in den Blick genommen. Eine Rolle spielt auch die Frage, wie sich die Flächenversiegelung in den einzelnen Städten seit dem Jahr 2018 entwickelt hat. Daraus wird mittels Schätzungen jeweils ein Index gebildet.

Hitzewellen sind weltweit aufgrund des Klimawandels intensiver und auch wahrscheinlicher geworden – das geht mit gesundheitlichen Risiken insbesondere für Ältere oder Vorerkrankte einher. Damit wird auch die Anpassung von Städten an diese Bedingungen wichtiger.

Ist in den Vorzeige-Städten Kiel und Wuppertal alles perfekt?

Auch an den Städten, die in dem Vergleich besonders gut abgeschnitten haben, übt die Deutsche Umwelthilfe aber Kritik. Denn bei der Flächenversiegelung bekommt keine der bundesweit 195 Städte gute Noten. Auch in Kiel und Wuppertal sind mittlerweile mehr Flächen versiegelt, als es im Jahr 2018 der Fall war. 

Entsprechend sind die Konsequenzen, die DUH-Geschäftsführerin Metz von Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) verlangt: „Wir fordern von der Bauministerin verbindliche Vorgaben für die Entsiegelung, mehr Stadtgrün und damit mehr Schatten – bei jeder Sanierung, jedem Straßenumbau und jedem Bauprojekt.“

Deutschland ist überdurchschnittlich von der Erderwärmung betroffen und hat sich dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge gegenüber der vorindustriellen Zeit bereits um 2,5 Grad erwärmt. Gerade tagelange Hitzeperioden mit mehr als 30 Grad strengten den Körper an, schreibt das Gesundheitsministerium auf einer Infoseite.

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