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Gesundes Grün für die Fassade: Tipps zu Planung und Pflege

Ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz und ein optisch aufgepepptes Haus: Eine begrünte Fassade hat einige Vorteile. Experten-Rat, worauf es ankommt, damit alles im grünen Bereich ist.

Von dpa

20.03.2026

In rund 2000 Gefäßen mit verschiedenen Pflanzen wird dieses Gebäude in Stuttgart begrünt. Damit soll die Fassade durch Verschattung und Verdunstung gekühlt, die Luftqualität gesteigert und Lärm reduziert werden.Bernd Weißbrod/dpa/dpa-tmn

In rund 2000 Gefäßen mit verschiedenen Pflanzen wird dieses Gebäude in Stuttgart begrünt. Damit soll die Fassade durch Verschattung und Verdunstung gekühlt, die Luftqualität gesteigert und Lärm reduziert werden.Bernd Weißbrod/dpa/dpa-tmn

© Bernd Weißbrod/dpa/dpa-tmn

Keine nackte Hauswand, sondern bewachsen von Pflanzen: Eine begrünte Fassade sorgt dafür, dass es sich an sonnigen Tagen drinnen nicht so aufheizt. Weitere Vorteile: Das Grün filtert Feinstaub aus der Luft, hellt die Stimmung auf, bietet Vögeln und Insekten Lebensraum und mindert Schall. Darauf weist der Verband Fenster + Fassade (VFF) hin. Allerdings: so eine Pflanzenfassade muss auch dauerhaft gepflegt werden.

Wichtig ist etwa ein regelmäßiger Rückschnitt. Je nachdem, wie die Begrünung gestaltet ist, müssen technische Anlagen und Befestigungen kontrolliert und gewartet werden. Umso wichtiger, vorab genau zu planen, in welchem Umfang und auf welche Weise die Fassade begrünt werden soll.

Vom Boden oder an der Wand

Grundsätzlich gibt es laut dem Verband zwei Formen: Entweder wachsen Kletterpflanzen vom Boden aus an Rankhilfen nach oben, oder es werden Pflanzgefäße direkt an der Fassade befestigt. Für beide Varianten rät der VFF zu einem Fachbetrieb. Auch der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hält den Rat von Fachleuten für sinnvoll, wenn es über eine Kletterrose oder Clematis auf dem Balkon großflächiger hinausgeht.

So muss die Planung die Zusatzbelastung durch Pflanzen, Wasser oder Wind berücksichtigen. Fenster, Balkone, Sonnenschutzanlagen oder Rettungswege dürfen nicht beeinträchtigt werden und müssen zugänglich bleiben. Die Fassade darf nicht zu dicht bewachsen sein, die Luft muss zirkulieren, Feuchtigkeit sollte nicht an der Wand stehen bleiben. Bei einem aufwändigeren System müssen Be- und Entwässerung stimmen.

Diese Pflanzen eignen sich

Wer die Begrünung direkt in den Boden pflanzt, hat laut Nabu die Wahl zwischen Selbstklimmern und Gerüstkletterpflanzen. Efeu und Wilder Wein etwa bewachsen ein Gebäude ohne Rankhilfe. Dagegen brauchen schlingende und rankende Pflanzen sowie Spreizklimmer etwas Unterstützung. Dazu gehören Blauregen, Weinrebe, Kletterrose oder Geißblatt.

Was allerdings vor allem bei den unvorhersehbarer wachsenden Selbstklimmern wichtig ist: Dass man sie durch regelmäßiges Schneiden leitet und nicht überhandnehmen lässt. Auch muss die Fassade absolut intakt sein, sonst können diese Pflanzen Bauschäden verursachen. Schlingende Pflanzen wiederum müssen in Schach gehalten werden, so der Nabu, damit sie nicht zum Beispiel die Regenrinne „erwürgen“.

Nach Förderung erkundigen

Wer plant, sein Haus von Pflanzen bewachsen zu lassen, sollte nach möglichen Förderungen fragen. Zwar werden Fassadenbegrünungen aktuell im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nicht als eigenständige Einzelmaßnahme gefördert. Aber manche Kommunen und Bundesländer bieten eine Förderung über entsprechende Programme zur urbanen Begrünung an.

So kann es sein, dass man für Dach- und Fassadenbegrünungen Zuschüsse zu den Investitionskosten bekommt. Informieren kann man sich auf der Webseite der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Der VFF bietet zudem online einen Fördermittel-Assistenten an, der nach ein paar Klicks und Angaben eine individuelle Förderauskunft erstellt.

Pflanzen an der Fassade sorgen im Sommer für Schatten und im Winter für zusätzliche Dämmung.picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Pflanzen an der Fassade sorgen im Sommer für Schatten und im Winter für zusätzliche Dämmung.picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

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