Elektrischer Mercedes-AMG GT startet bei 115.430 Euro
Die Power-Versionen von EQE und EQS waren nur das Vorspiel, jetzt macht Mercedes-Ableger AMG ernst und bringt das erste eigene E-Auto mit dem GT Viertürer. Der ist nicht nur auf der Straße schnell.
Elektrischer AMG GT kommt: Das viertürige Coupé startet bei 115.430 Euro und wird zum Jahresende ausgeliefert.Mercedes Benz AG/dpa-tmn
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Der Mercedes-Ableger AMG geht unter die Elektriker und bringt jetzt als erstes eigenes Akku-Auto den neuen GT. Das viertürige Coupé kostet mindestens 115.430 Euro und soll zum Jahresende ausgeliefert werden, teilt der Hersteller mit. Um sich von Mutter Mercedes genau wie von der Konkurrenz abzusetzen, protzt der Sportwagen nicht nur mit imposanten Eckdaten. Nein, die Schwaben beschreiten auch technisches Neuland.
Sie installieren bis zu drei Axialflussmotoren und eine neue Batterie mit Zellen, die einzeln von einer Kühlflüssigkeit umströmt werden. Das erlaube nicht nur hohe Dauerleistungen beim Fahren, sagt Baureihenleiter Oliver Wiech, sondern auch eine weitgehend konkurrenzlose Performance an der Ladesäule. Dort können laut Wiech bis zu 600 kW anliegen, so dass der GT binnen zehn Minuten den Strom für bestenfalls 462 Kilometer nachlädt. Angeboten wird der Konkurrent von Autos wie Porsche Taycan und Lucid Air zunächst in drei Varianten, die alle mit Allradantrieb und einem 106-kWh-Akku ausgestattet sind.
Tempo 300 und fast 800 Kilometer Normreichweite
Das Basismodell GT 53 hat zwei Motoren mit 400 kW/544 PS und kommt bis zu 794 Normkilometer weit, der GT 55 erreicht mit drei Motoren 600 kW/816 PS und schafft genau wie der GT 63 glatte 700 Kilometer. Letzterer allerdings stellt nicht nur mit einer Leistung von 860 kW/1.169 PS und seinen 2.000 Nm die restliche AMG-Flotte in den Schatten. Auch die Beschleunigung ist mit bestenfalls 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h bei den Straßenfahrzeugen dort unerreicht. Bestenfalls sind zudem 300 km/h Spitze möglich.
Weil Sportwagenkunden als besonders skeptisch Stromern gegenüber gelten, setzt AMG allerdings nicht nur auf den flachen Viertürer. Sondern fast zeitgleich bringen die Schwaben auch ein entsprechendes SUV - und spreizen die Palette damit deutlich. Nicht nur, weil diese Variante etwas praktischer ist.
Mit der Basisversion sinkt bei vergleichbaren Eckdaten der Preis auf 113.050 Euro und für einen noch nicht näher spezifizierten Aufschlag bauen sie zudem einen 128 kWh großen Akku ein und schaffen damit nach eigenen Angaben trotz der weniger günstigen Form die gleichen Reichweiten.