Brandopfer von Crans-Montana in Stuttgarter Klinik
Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana wird ein Verletzter nun in einer Stuttgarter Klinik intensivmedizinisch versorgt. Was bisher bekannt ist.
Die Schwerverletzten der Feuerkatastrophe von Crans-Montana wurden auf verschiedene Kliniken auch in Deutschland verteilt.Antonio Calanni/AP/dpa
© Antonio Calanni/AP/dpa
Eines der zahlreichen Brandopfer aus dem Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana wird in einer Stuttgarter Fachklinik behandelt. „Seitens des Marienhospitals Stuttgart kann ich bestätigen, dass ein Patient aufgenommen wurde und in unserem Haus intensivmedizinisch versorgt wird“, sagte eine Kliniksprecherin. Weitere Auskünfte wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt.
Der Leiter Helikopter-Einsatz bei der Rega-Zentrale in Zürich, Philipp Simmen, hatte am Donnerstag bereits in der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ angekündigt, dass ein Brandopfer im Marienhospital behandelt werden soll. „Wir haben einen Patienten, den wir voraussichtlich nach Stuttgart fliegen, damit der Patient dort eine möglichst gute Behandlung für seine Verletzungen erhält“, sagte Simmen. Das Marienhospital ist seit 1983 ein Zentrum für Schwerbrandverletzte in Baden-Württemberg. Als schwerbrandverletzter Patient wird man laut der Homepage anfangs auf der operativen Intensivstation in klimatisierten Spezialräumen behandelt.
In der Silvesternacht waren bei dem Brand in einer Bar mit Hunderten zumeist jungen Feierenden etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt. Rund 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge im kritischen Zustand befinden. Die meisten Schwerletzten sind zwischen 16 und 26 Jahren.